WandbildDie Bächinger Feuerwehr hat ja bei verschiedener Gelegenheit schon Feuerwehrleute in alle Welt exportiert, u.a. nach Eichstätt, Berlin und aktuell nach Buchloe. Im April erreichte den Kommandanten von seinem dortigen Externen die Anfrage, ob Interesse an einer gegenseitigen Weiterbildung bestehe. In Buchloe würde man sich über gut ausgearbeitete, interessante Unterrichte freuen, im Gegenzug dürften wir das dortige Übungsgelände nutzen. Eine derart hochwertige Übungsgelegenheit und gleichzeitig ein außergewöhnliches Angebot an die eigene Feuerwehr konnten wir keinesfalls ausschlagen, so wurde nach der weiteren Abklärung der Samstag, 21.10.2023 als Übungstag festgelegt. Am Freitag abend fand der erste gewünschte Unterricht „Brennen und Löschen“ statt, am Samstag morgen der zweite mit dem Thema „Kriminaltechnische Brandursachenerforschung“.

UnterrichteWährend des zweiten Unterrichts fuhren die beiden Bächinger Löschfahrzeuge nach Buchloe und trafen gegen 10 Uhr dort ein. Für Unterrichtsbesucher wie auch die eben eingetroffenen Bächinger Feuerwehrleute standen Kaffee und Butterbrezeln im „Stüberl“ bereit. Danach führte der Kommandant Thomas Ogiermann die Gäste durch die beeindruckenden Räumlichkeiten des 2014 neugebauten Feuerwehrhauses, erläuterte das Fahrzeugkonzept und gab Einblicke in die überbordende Verwaltungsarbeit als Chef einer großen Feuerwehr.

Nach dem Mittagessen im „Stüberl“ begannen die vorbereiteten Einsatzübungen, deren Themen hier aufgeführt sind:

  1. Tiefbauunfall in Baugrube, Arbeiter verschüttet. Hierbei wurden die Möglichkeiten aufgezeigt, die eine kleine Feuerwehr in diesem Fall hat, auf welche Gefahren an der Grube zu achten ist und welche Mittel es gibt, einen solchen Einsatz abzuarbeiten.
  2. Unterstützung Rettungsdienst. Nach der Ankunft stellte sich heraus, daß der CO-Melder der Rettungsdienstler in einer Wohnung angesprochen hatte, weshalb sie sich hatten zurückziehen müssen. Der Atemschutztrupp führte an ihrer Stelle die Personenrettung durch, kontrollierte die Wohnung und fand die Quelle des freigesetzten Kohlenmonoxids, einen Ethanolofen mit ungenügender Zuluft. Von außen hatte die Besatzung des TSF die Anleiterbereitschaft gestellt. Die Räumlichkeiten wurden anschließend belüftet, um das giftige Gas hinauszubekommen.
  3. Gefahrstoffaustritt. Am Einsatzobjekt fanden die Feuerwehrleute eine rauchende Wohnung vor. Der Atemschutztrupp betrat die Wohnung, um möglicherweise dort befindliche Personen zu finden und ggf. ein Feuer zu löschen. Es handele sich anscheinend um ein „Heimwerkerlabor“. Kurz darauf kam eilige Rückmeldung des Trupps, sie hätten sich zurückgezogen, weil einer mit einem Messer auf sie losgegangen sei, und verhindert habe, eine zweite, liegende Person ins Freie zu bringen. Die Polizei wurde umgehend informiert. Ab diesem Moment beschränkten sich die Maßnahmen der Feuerwehr auf die Sicherstellung des Brandschutzes aus sicherer Entfernung.
  4. Brand im Bürotrakt eines Gewerbeobjekts. Im Stadtgebiet wurde in einem Gewerbegebäude ein Brand gemeldet, ein Arbeiter sei vermißt. In kurzer Folge gingen beide Atemschutztrupps ins Gebäude vor, je einer pro Stockwerk. Ein weiteres Löschfahrzeug mit weiteren Atemschützern wurde nachgefordert. Außen mußte im unbekannten Gelände die Besatzung des TSF eine Wasserentnahmestelle finden und betriebsbereit machen, wobei auch bauliche Hindernisse zu überwinden waren. Der Bürotrakt wurde belüftet, um den Rauch herauszutreiben und den eingesetzten Trupps bessere Sicht zu ermöglichen. Der Vermißte wurde im Erdgeschoß gefunden und herausgebracht. Ebenso wurde das Feuer wurde entdeckt und gelöscht.
  5. Bei der nächsten Übung am selben Objekt lautete die Meldung „Küchenbrand, Vater mit einem Kind noch im Gebäude“. Beim Eintreffen winkte jemand am Fenster im ersten Stock, der Vater, der zunächst beruhigt wurde. Da es bei ihm nicht verraucht war, konnte er vorerst in diesem Raum verbleiben. Der erste Atemschutztrupp ging ins Obergeschoß vor, auf der Suche nach dem Kind und dem Küchenbrand. Der zweite Trupp folgte kurz darauf. Er hatte den Auftrag, die Absuche der Räume zu unterstützen und schließlich den Vater zu betreuen. Dieser saß, wie sich zeigte, im Rollstuhl. Das Kind war in einem Schrank gefunden worden, wo es sich versteckt hatte, und wurde umgehend in Sicherheit gebracht. Nach dem Löschen des Feuers wurde der Rauch wieder hinausgelüftet und die Übungen endeten damit gegen 17 Uhr. Die Abmarschbereitschaft beider Fahrzeuge wurde hergestellt, dann ging es zurück ans Feuerwehrhaus.

ChemikalienWährend der letzten Übung hatte ein ordentlicher Wolkenbruch eingesetzt, der den restlichen Abend anhielt. Die verschwitzten Atemschützer nutzten dankbar die Duschgelegenheit im Feuerwehrhaus. Die Bächinger Gäste bedankten sich bei den Buchloer Kameraden für die Einladung, den freundlichen Empfang und den lehrreichen Übungstag. Zum Abschluß des Programms waren in einer örtlichen Gaststätte Tische fürs Abendessen reserviert. Gegen 21 Uhr machten sich die Bächinger Löschfahrzeuge wieder auf den Heimweg.

Eine Bilderauswahl des Tages finden Sie hier: Übungstag Buchloe.

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