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Brennende GasflascheEine im wahrsten Sinne des Wortes coole Winterübung fand am Morgen des 04.02.2012 an einem Gebäude der Bächinger Grundschule statt. Die Umgebungstemperaturen lagen um die -15°C, aber es war trocken und die Sonne schien. Ziel war es dabei, Erfahrungen auch bei Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt zu sammeln, denn es brennt ja schließlich nicht nur im Sommer. Nachdem am vergangenen Montag absehbar war, daß die Woche gutes kaltes Winterwetter bringen würde, bereiteten wir so heimlich wie es uns möglich war eine heiß-kalte Einsatzübung vor.

Ausgangslage
Als Ausgangslage für die Übung wurde angenommen, daß zwei Arbeiter auf dem Flachdach des Gebäudes einen zugefrorenen Ablauf mit dem Gasbrenner auftauen wollten. Bei dieser Tätigkeit gab es ein Mißgeschick, bei dem der Gasschlauch ab- und die Dachisolierung anbrannte. Einer der Arbeiter stürzte vor Schreck unglücklich und konnte sich nicht selbständig aus dem Gefahrenbereich begeben. Sein Kollege eilte zum nächsten Telefon, wählte den Notruf 112 und bat um Hilfe.
Ein Nachbar sah in einem Raum unter der brennenden Dachfläche eine starke Verrauchung und wollte, hilfsbereit wie er war, mit einem Feuerlöscher von unten gegen den Dachdurchbrand vorgehen. Nachdem er im Rauch verschwunden war, hörte man nichts mehr von ihm. Diesen Beitrag weiterlesen »

Die Flammen lodern an bis zu sieben Brandstellen. Macht hoch die Tür!Zwischen 400 und 600 Grad herrschen unter der Decke, 150 bis 250 Grad in Hüfthöhe. Jeder Liter Löschwasser verwandelt sich in 5000 Liter Wasserdampf, der die Sichtscheibe der Atemschutzmaske blitzartig beschlagen läßt und in großen weißen Dampffahnen aus den Abluftöffnungen quillt. In dieser lebensfeindlichen Umwelt schicken sich Feuerwehrleute an, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Unsere Atemschutzgeräteträger haben am Freitag und Samstag (23. und 24.09.) die Gelegenheit des Brandausbildungscontainers der EnBW genutzt, der an diesen Tagen in Gundelfingen Station machte. Zwei Szenarien wurden pro Übungseinheit dargestellt:

Beim Kellerbrand geht es vom Dach des Containers aus über eine brennende Wendeltreppe nach unten. Dort wartet ein brennender Gasanschluß darauf, abgedreht zu werden. Seitlich an der Wand abgestelltes Material befindet sich bereits im Vollbrand. Die Atemschützer löschen zunächst die Umgebung und kämpfen sich zum Gasanschluß vor. In Absprache schirmt der Truppmann mit dem Strahlrohr die züngelnden Flammen ab, so daß der Truppführer die Ventile absperren kann.
Als zweite Lage geht es um den Brand in einer 20 kV-Stromverteilerstation. Der gedachte Strom wird erst abgestellt, vorher geht aus Sicherheitsgründen niemand in das Gebäude. Der Hauptbrand ist gut sichtbar und wird gleich bekämpft. Ganz heimlich, still und leise brennt es auf einmal neben dem Trupp. Jetzt heißt es richtig reagieren. Der Hauptbrand kann kurz warten, aber nicht die Flammen unmittelbar neben den beiden Feuerwehrleuten.

Der Ausbilder am Stellpult sieht durch ein kleines Fenster in den Übungsraum. Er reagiert auf die Maßnahmen des übenden Atemschutztrupps und kann gezielt kleine Gemeinheiten Anreize einspielen, um einen Lerneffekt zu erzeugen. Die gute Zusammenarbeit des Trupps steht besonders im Blickfeld. Wichtig ist es immer seinen Rückweg im Auge zu behalten, nicht daß man vom Feuer unversehens eingeschlossen wird. Auch ist es wenig ratsam, aufrecht stehend im Raum zu löschen. Eine Flammenfront an der Decke kann äußerst unangenehm werden.

Hier finden Sie einige Bilder der Übung. Die Donauzeitung hat ebenfalls darüber berichtet: Bericht und Bildergalerie.

Internetauftritt EnBW Brandschutz

Löschen und SichernFür eine besondere Übung liefen am Samstag, 16.07.2011 still und heimlich die Vorbereitungen. Eine Übungspuppe wurde ins Schrottfahrzeug geschnallt und beide zusammen zum „Unfallort“ gezogen, wo das Vehikel nach einem kräftigen „Hauuuu Ruck“ auf der Seite landete. Zwei extra angefertigte Schilder stellten etwaigen Passanten klar, daß es sich hier um eine Ausbildungssituation und keinen Ernstfall handelte.

Die Übung war diesmal so angelegt wie ein echter Einsatz. Vor dem Gerätehaus wurden die Jugendfeuerwehrleute abgefangen – heute wird die Schutzkleidung einsatzmäßig angezogen, die Uhr lief ab der gedachten Alarmierung mit. Die Nachfrage über Funk ergab, daß ein Pkw im Straßengraben gelandet war, angeblich Richtung Sontheim. Beide Fahrzeuge rückten aus. Zwischenzeitlich kam eine neue Meldung, daß die Unfallstelle Richtung Obermedlingen und nicht Richtung Sontheim läge; das kommt zuweilen vor, wenn der Notrufer nicht ortskundig ist. An der Einsatzstelle fanden die jungen Feuerwehrleute dann ein rauchendes, auf der Seite liegendes Fahrzeug vor, in dem eine Person eingeschlossen in den Gurten hing. Diesen Beitrag weiterlesen »

Schwierige LageAllerhand Sonderausrüstung führen die für Verkehrsunfälle ausgerüsteten Feuerwehrfahrzeuge mit sich: Hydraulische Rettungsschere, Spreizer und Zylinder, Hebekissen, Unterbaumaterial… Die Vielfalt an Ausrüstung speziell für diese Einsatzart mag bei vielen kleinen Feuerwehren die Frage aufwerfen, was man denn selbst überhaupt machen könne, ohne über diese Ausrüstung zu verfügen. Und hier liegt der Denkfehler. Auch eine kleine Feuerwehr hat Verbandmaterial zur Erstversorgung, Geräteschaften zur Verkehrsabsicherung und auch Unterbaumaterial in Form von z.B. Schläuchen und Schlauchbrücken. Sichern gegen Umkippen kann ebenfalls mit einfachen Mitteln geschehen, man nehme einen Zurrgurt und Steckleiterteile.

Möglichkeiten, die Einsatzstelle für die anfahrende Feuerwehr mit Rettungssatz so herzurichten, daß diese unverzüglich mit der Personenrettung beginnen kann, gibt es viele. Man muß sie nur kennen. Es ist wie bei der Personenrettung aus Höhen und Tiefen; auch kleinere Feuerwehren können ohne besondere Zusatzausstattung wirkungsvolle Erstmaßnahmen ergreifen. Zu diesem Zweck hatten wir ein schrottreifes Auto besorgt, das in mehreren Übungen für FF und JF herhalten sollte.

Die Übungsbilder finden Sie hier: FF, JF.

EinweisungAm Samstag, 25.06.2011, zeigten unsere Jugendfeuerwehrleute bei einer Einsatzübung, was sie in den bisherigen Übungen gelernt hatten. Ausgangslage war der Brand eines landwirtschaftlichen Gerätes in seiner Maschinenhalle im eng bebauten Ortsgebiet. Nach dem Eintreffen verschafften sich die beiden Gruppenführer zunächst einen Überblick und entschieden dann über das Vorgehen. Da der Verbleib einer Person ungeklärt war, mußte schnellstmöglich ein Atemschutztrupp in die Halle vorgehen.

Die Arbeiten mußten nun Hand in Hand gehen, um einen schnellstmöglichen Einsatzablauf zu erreichen. Während ein Trupp die Straße beidseitig sperrte, baute die Besatzung des LF 8/6 die Wasserversorgung für den Atemschutzeinsatz auf. Die TSF-Besatzung erhielt den Auftrag, von der Nordseite auf beide Dachflächen einen Löschangriff vorzutragen, weil das gedachte Feuer an einer Stelle gerade durchbrach. Zwischenzeitlich hatte der Atemschutztrupp die vermißte Person entdeckt und ins Freie gebracht. Bald schon war der erste Löscherfolg sichtbar, dank der guten und schnellen Arbeit der jungen Feuerwehrleute konnte auch die Halle größtenteils gerettet werden. Zum Schluß kamen auch die Unterrichtseinheiten über Leitern und Leinen noch zu Ehren, als für eine überhitzte Gasflasche ein provisorischer Behälter zur Kühlung aufzubauen war. Bilder der Übung finden Sie hier: Ausbildung.

Insgesamt gesehen eine schöne kleine Einsatzübung, die von unseren jungen Feuerwehrleuten gut gemeistert wurde. Eine fundierte Ausbildung bereits in der Jugendfeuerwehr ist wichtig, denn der örtliche Brandschutz liegt zukünftig in deren Händen.

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