Artikel-Schlagworte: „Notruf“

Bis man den Wohnungsbrand über eine „App“ vom Smart­phone aus löschen kann, werden Sie uns wohl brauchen.

Man ist es gemeinhin gewohnt, daß einem die Feuerwehr zu jeder Tages- und Nachtzeit zu Hilfe kommt, wenn man den Notruf wählt. Doch diese Leistung ist in vielen ländlichen Gegenden tagsüber immer schwerer aufrechtzuerhalten, so auch bei uns. Wie kommt das?

BF und FF
In Städten über 100.000 Einwohner gibt es Berufsfeuerwehren, in Bayern sind das sieben Stück. Die meisten anderen Feuerwehren sind Freiwillige Feuerwehren, d.h. deren Mitglieder leisten diesen Dienst ehrenamtlich, neben ihrem Beruf. Damit das System funktioniert, und die örtliche Feuerwehr etwa 10 Minuten nach Alarm an der Einsatzstelle eintrifft, müssen mehrere Gegebenheiten gewährleistet sein.
Die Mitglieder der Einsatzmannschaft müssen…
l.) ihre Arbeitsstelle im Ort oder der näheren Umgebung haben,
2.) diese Arbeitsstelle im Notfall verlassen können,
3.) die Alarmierung der Mitglieder muß sichergestellt sein.

Leider ist es heute so, daß es nicht mehr die Anzahl Arbeitsstellen im Ort oder im nächsten Umkreis gibt, wie es früher der Fall war. Die Wege für die Feuerwehrleute verlängern sich somit, teilweise so extrem, daß eine Anfahrt im Alarmfall sinnlos, weil zu lang ist. Die Zahl derer, die ihren Arbeitsplatz auch verlassen können, nimmt in der heutigen hochspezialisierten und auf größtmögliche Effektivität getrimmten Arbeitswelt ebenfalls stetig ab. Bei der Alarmierung stellt sich das Problem, daß die Sirene eigentlich nur innerorts (und selbst dort nicht überall) hörbar ist, und tagsüber sowieso fast niemand erreicht wird weil alle beim Arbeiten außerorts sind. Die Crux mit der Alarmierung haben wir schon einmal in einem Artikel aufgegriffen.

Der Personalstand der Bächinger Feuerwehr ist dieses Jahr nach einer jahrelangen Durststrecke erstmals wieder mit gut zu bewerten. Auch der Ausbildungsstand der meist jungen und motivierten Feuerwehrleute ist gut. Problematisch ist aber, daß die allermeisten davon tagsüber außerorts ihrer Arbeit nachgehen und nicht auf die Schnelle verfügbar sind.

Deshalb brauchen wir Sie als Feuerwehrmann bzw. Feuerwehrfrau. Genaugenommen brauchen nicht wir, sondern Ihre Gemeinde, d.h. Ihre Nachbarn, Ihre Verwandschaft, Ihre Freunde, vielleicht auch Ihr Haustier eine ausreichende Anzahl Feuerwehrleute, die im Notfall schnell und kompetent eingreifen und die Gefahr abwenden können. Denn letzten Endes kommt es immer auf diejenigen Menschen an, die mit dem Strahlrohr oder der Rettungsschere in der Hand den Kampf mit dem Unglück aufnehmen.

Ob Mann oder (Haus-)Frau – helfen Sie uns, damit wir in der Lage sind, im Notfall Ihnen zu helfen.

Arbeiten Sie bei der Feuerwehr mit!

Wir freuen uns auf Sie.

Brennende GasflascheEine im wahrsten Sinne des Wortes coole Winterübung fand am Morgen des 04.02.2012 an einem Gebäude der Bächinger Grundschule statt. Die Umgebungstemperaturen lagen um die -15°C, aber es war trocken und die Sonne schien. Ziel war es dabei, Erfahrungen auch bei Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt zu sammeln, denn es brennt ja schließlich nicht nur im Sommer. Nachdem am vergangenen Montag absehbar war, daß die Woche gutes kaltes Winterwetter bringen würde, bereiteten wir so heimlich wie es uns möglich war eine heiß-kalte Einsatzübung vor.

Ausgangslage
Als Ausgangslage für die Übung wurde angenommen, daß zwei Arbeiter auf dem Flachdach des Gebäudes einen zugefrorenen Ablauf mit dem Gasbrenner auftauen wollten. Bei dieser Tätigkeit gab es ein Mißgeschick, bei dem der Gasschlauch ab- und die Dachisolierung anbrannte. Einer der Arbeiter stürzte vor Schreck unglücklich und konnte sich nicht selbständig aus dem Gefahrenbereich begeben. Sein Kollege eilte zum nächsten Telefon, wählte den Notruf 112 und bat um Hilfe.
Ein Nachbar sah in einem Raum unter der brennenden Dachfläche eine starke Verrauchung und wollte, hilfsbereit wie er war, mit einem Feuerlöscher von unten gegen den Dachdurchbrand vorgehen. Nachdem er im Rauch verschwunden war, hörte man nichts mehr von ihm. Diesen Beitrag weiterlesen »

Eine Person kippt um – keine Atmung mehr, Kreislaufstillstand. Der Notrufer schildert der Leitstelle die Situation. Der Disponent legt sofort einen Nofalleinsatz an, Stichwort „Laufende Reanimation“ und löst die Alarmierung aus. Im betreffenden Ort wird die Feuerwehr über Sirene oder Meldempfänger alarmiert. Was soll das denn, muß die Feuerwehr jetzt auch noch Rettungsdienstarbeit machen oder hat sich da jemand bei der Alarmierungsplanung vertippt?

Weder noch. Das Retten von Leben ist bekanntlich auch die vornehmste Aufgabe der Feuerwehren; dabei muß es schließlich nicht immer brennen oder um ein am Baum kaltverformtes Auto gehen. Die Alarmierung der örtlichen Feuerwehr erfolgt nur bei zwei Stichwörtern, das eine ist die genannte Reanimation, das andere „spritzende Blutung“, und auch nur dann, wenn der Einsatz der Feuerwehr einen Zeitvorteil gegenüber dem nächsten Rettungsdienstfahrzeug verspricht. Denn bei diesen beiden Notfällen sinkt mit jeder Minute ohne Versorgung die Überlebenswahrscheinlichkeit des Patienten rapide, bis sie nach spätestens 10-13 Minuten bei 0 % angekommen ist. Ob nun der Rettungsdienst, die Helfer der Feuerwehr oder eine Privatperson mit der Wiederbelebung beginnen oder einen Druckverband anlegen, ist unwesentlich. Dem Patienten muß so schnell wie möglich geholfen werden, egal durch wen, jede Minute zählt. Folgerichtig schreibt die Alarmierungsbekanntmachung auch vor, daß das nächste geeignete Rettungsmittel – das kann eben auch die Feuerwehr sein – einzusetzen ist.

Das bedeutet für uns als Feuerwehr, daß bei einem solchen Fall das Erstfahrzeug mit den ersten zwei bis drei eintreffenden Leuten besetzt, und unverzüglich, ohne auf weitere zu warten, die Einsatzstelle angefahren wird.

Eine Person kippt um - keine Atmung mehr, Kreislaufstillstand. Der Notrufer schildert der Leitstelle die Situation. Der Disponent legt sofort einen Nofalleinsatz an, Stichwort "Laufende Reanimation" und löst die Alarmierung aus. In dem betreffenden Ort wird die Feuerwehr über Sirene oder Meldempfänger alarmiert. Was soll das denn, muß die Feuerwehr jetzt auch noch Rettungsdienstarbeit machen oder hat sich da jemand veralarmiert?

Eine Person kippt um - keine Atmung mehr, Kreislaufstillstand. Der Notrufer schildert der Leitstelle die Situation. Der Disponent legt sofort einen Nofalleinsatz an, Stichwort "Laufende Reanimation" und löst die Alarmierung aus. In dem betreffenden Ort wird die Feuerwehr über Sirene oder Meldempfänger alarmiert. Was soll das denn, muß die Feuerwehr jetzt auch noch Rettungsdienstarbeit machen oder hat sich da jemand veralarmiert?

Die Versicherer haben im Rahmen ihrer Präventionsarbeit ein Spiel für Kinder bis etwa 10 Jahre entwickelt, welches das Erkennen von Notsituationen und das richtige Verhalten beim Notruf 112 einüben soll.

Zitat Hersteller:
„Mit dem interaktiven Online-Spiel lernen Kinder, Notfallsituationen richtig einzuschätzen, den Kontakt zur Feuerwehr herzustellen und ruhig auf die Anweisungen zu reagieren. Bei diesen verantwortungsvollen Aufgaben helfen die bereits bekannten und beliebten „Ampelinis –  Drei für Sicherheit“. Die Kinder haben damit die Möglichkeit, in vertrauter Umgebung mit Freunden und den Eltern am Computer spielerisch den Ernstfall zu proben.“

Zu erreichen ist das Spiel (das auch der Kommandant bereits gespielt hat – auch wenn er etwas älter als 10 Jahre ist) hier: www.ampelini.de/112/ oder über unsere Links.

Was Sie über den Notruf wissen müssen und warum in Bächingen die Notruf-Uhren andersherum gehen, erfahren Sie in einem neuen Artikel unserer Infoseite „Brennpunkt“. Wir haben auch ein Merkblatt zum Ausdrucken und Aufhängen für Sie zusammengestellt.

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