Artikel-Schlagworte: „Kohlenmonoxid“

Als die Alarmierung gegen 8 Uhr an diesem Freitag einging, lautete die Meldung auf „Kaminbrand, Rauch im Gebäude“, weswegen außer der Feuerwehr Bächingen die benachbarten Feuerwehren aus Obermedlingen und Gundelfingen alarmiert wurden. Am Einsatzort stellte sich schnell heraus, daß es weder einen Kaminbrand, noch eine Verrauchung gab. Der Kaminofen im Wohnzimmer brannte normal, die Abgase wurden ordnungsgemäß abgezogen. Die Bewohnerin habe beim Auflegen neuer Holzbriketts am Morgen lautes Knacksen und eine starke Erwärmung im Abgasrohr bemerkt.
Der Kamin wurde in allen Räumen auch mit der Wärmebildkamera kontrolliert und im Dachboden über die Reinigungsöffnung Einblick genommen. Es gab keine Anzeichen für eine Gefahr oder Fehlfunktion. Messungen auf Kohlenmonoxid im Gebäude waren negativ. Da kein Schadensfall vorlag, fuhren die Feuerwehren gegen 8:30 Uhr wieder zurück an ihre Standorte.

Nachdem gerade die Gerichtsverhandlung stattfindet zu dem tragischen Unfall mit Kohlenmonoxid (CO), der im Januar 2017 geschah, bekommt das über die menschlichen Sinne nicht wahrnehmbare giftige Gas eine breite mediale Aufmerksamkeit. Das ist kein Fehler, denn immer wieder führt es zu schweren Vergiftungs- und Todesfällen. Auch wir weisen seit Jahren auf die Gefahren dieses Gases hin, zuletzt mit zwei ausführlichen Fachartikeln. Es ist derzeit mehr als angebracht, auf diese wieder zu verweisen, weil das Thema ständig aktuell bleiben wird.

Eine Erkennung des Gases ist über spezielle Meß- und Warngeräte, wie sie manche Feuerwehren und mittlerweile oft der Rettungsdienst mitführen, möglich. Für Gebäude gibt es heute CO-Melder, die ähnlich wie Rauchmelder aussehen. Einen Schutz bei erfolgter starker CO-Freisetzung bieten nur Atemschutzgeräte, die einen eigenen Luftvorrat mitführen (Preßluftatmer) oder Brandfluchthauben, die einen dafür geeigneten Filter haben. Normale ABEK2-P3 Kombifilter, wie sie die Feuerwehr bevorratet, können das Kohlenmonoxid nicht aufhalten.

Symbol: Giftig; Quelle: Wikipedia.

Regelmäßig kommt es zu Kohlenmonoxidvergiftungen durch den Betrieb von Holzkohlegrills in Innenräumen. Eine weitverbreitete Meinung lautete bisher, daß hierbei hauptsächlich deshalb Gefahr bestünde, weil keine ausreichende Sauerstoffzufuhr zum Grill möglich wäre und deshalb das Kohlenmonoxid entstehe. Bei guter Belüftung sei dies nicht der Fall.
Das entspricht aber nicht den Tatsachen. Versuche zeigten, daß Kohlenmonoxid beim Holzkohlegrill immer in potentiell gefährlichen Mengen entsteht.

Ein neuer Artikel im Brennpunkt nimmt sich dieses Themas an.

Symbol: Giftig; Quelle: Wikipedia.

Immer wieder geschehen teilweise tödliche Unfälle im Umgang mit Kohlegrills, wenn sich Kohlenmonoxid (CO) in Räumen sammelt und zu schleichenden Vergiftungen führt. Als erster Teil einer kleinen Artikelserie zum Thema Kohlenmonoxid erschien heute im Brennpunkt der grundlegende Artikel, der die Umstände der Bildung dieses giftigen Gases  und seine Wirkung auf die Sauerstoffversorgung des menschlichen Körpers darstellt.

Sie finden ihn hier: Brennpunkt – CO.

In einem früheren Artikel informierten wir zur Bildung von gifitgem Kohlenmonoxid aus Holzpellets. In dieser Sache liefen in der Zwischenzeit einige Forschungsarbeiten, deren Ergebnisse nun vorliegen.

 

 

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