Artikel-Schlagworte: „Katastrophenschutz“

In unserer Gegend gibt es sie verbreitet, in anderen Landesteilen hingegen sind sie Raritäten oder den jüngeren Lesern gar völlig unbekannt: Sirenen. Gerade sind sie wieder auf breiter Front in die Aufmerksamkeit gerückt, als die Notwendigkeit der funktionierenden Warnung der Bürger in einer gefährdeten Gegend beim diesjährigen katastrophalen Hochwasser im Ahrtal augenfällig wurde. Es wird nun schon länger mit verschiedenen Konzepten versucht, eine effektive Möglichkeit einzuführen, die Bürger zu warnen. Alle diese Ideen haben ihre Vor- und Nachteile. Radiodurchsagen funktionieren nur, wenn man das Radio auch eingeschaltet hat; Warn-Apps auf dem Mobiltelefon muß man erstens haben, zweitens muß das Telefon auch eingeschaltet sein und drittens über Netzversorgung verfügen. Die effektivste Methode, die unmittelbar und von privater Technik unabhängig eine breite Aufmerksamkeit erzeugen kann, ist allerdings oft nicht mehr in ausreichender Menge vorhanden. Das ist und bleibt einfach die Sirene. Während der „Warntag“ 2020 als Reinfall zu bewerten ist, gab es eine Zeit, in der eine effektive Warnung der Bürger bundesweit gegeben war: am 27.02.1963 löste der Warndienst des Zivilschutzes den ersten Sirenen-Probealarm seit dem Zweiten Weltkrieg aus. Und das mit, aus heutiger Zeit betrachtet, „Low-Tech“! Diesen Beitrag weiterlesen »

Einer unserer Feuerwehrmänner war über seinen Arbeitgeber einige Tage in Passau, um bei der Bekämpfung der Hochwasserlage und ihrer Hinterlassenschaften zu helfen. Wir freuen uns, hier seinen Bericht abdrucken zu dürfen.

Wasser geht zurückDas Hochwasser 2013 in Passau ist mit einem Pegelstand von 12,90 m das höchste Hochwasser, das die Stadt bisher erlebt hat. Ca. 800 Häuser sind betroffen, 5000 Menschen haben vieles verloren und der finanzielle Schaden ist noch nicht bekannt. Unzählige Helfer sind im Einsatz, so hat sich auch die Firma Ziegler entschlossen, eine Delegation der Werkfeuerwehr ins Katastrophengebiet zu schicken. Ausgestattet mit dem LF der WF, sechs kräftigen Tauchpumpen, Aggregat und einigen Schläuchen ging´s zu viert am Mittwoch Morgen um 6.00 Uhr los.

Mittwoch und Donnerstag, 05. – 06. Juni – Einsatz im Unteren Sand

PlanNach einigen Umleitungen wegen gesperrten Autobahnen und sehr präzisen Wegbeschreibungen zur Einsatzleitung „Des is gonz ainfoch! Do müssts a nua do nauf, voane links, wieda links und dann seid´s ihr da…“ (von wegen) kommen wir um ca. 12.00 Uhr auf der Feuerwache in Passau an und werden gleich eingeteilt. Unser Einsatzgebiet ist Unterer Sand, ein Teil der Altstadt direkt am Inn. Da der Inn sehr viel Schlamm führt, sind alle Keller mit Schlamm und Dreckwasser vollgelaufen. Interessant hierbei ist, dass fast alle Keller in den Häuserblöcken miteinander verbunden sind und man sich sehr schnell verirrt. Nachdem der erste Keller leergepumpt ist, stellen wir fest, dass es noch ein Geschoss nach unten geht… Das wird gleich ausgepumpt. 20.00 Uhr Feierabend – feuchtfröhliches Zusammensitzen – Feldbett. Diesen Beitrag weiterlesen »

Das nächste Jahrhundertereignis liegt hinter uns. Wieder um hundert Jahre gealtert. Hat noch jemand einen Überblick, wie viele Jahrhundertereignisse wir in den letzten 15 Jahren hatten? Man sollte im Umgang mit solchen Superlativen vorsichtig sein, sie stumpfen langsam ab. Beim diesjährigen Hochwasser nach dem verregnetsten Mai seit langem sind wir in der Gegend – gottlob – sehr gut weggekommen. Weiter donauabwärts sieht es dagegen ganz verheerend aus. Zehntausende Helfer sind noch immer rund um die Uhr im Einsatz und kämpfen gegen die Flut und ihre Hinterlassenschaften.

Am gestrigen Samstag erschien in der Donauzeitung auf der Titelseite ein größerer Artikel zum Hochwasser. Darin gibt es einen kleinen Infokasten, der über die Helferzahlen in den Schadensgebieten aufklärt. Was meinen Sie, welche Hilfsorganisation stellt das meiste Personal in diesen Einsätzen? Diesen Beitrag weiterlesen »

Am heutigen 15.11.2012 lagen große Teile der Landeshauptstadt mitten im morgendlichen Berufsverkehr auf einmal im Dunkeln. Der Strom war großflächig ausgefallen. Das ganze dauerte nur etwa 1,5 Stunden, dient aber als interessantes Anschauungsstück, wie sich ein Stromausfall in unserer hochtechnisierten Gesellschaft auswirkt:

  • Notbetrieb in Krankenhäusern
  • Straßenbeleuchtung und Ampeln fallen aus
  • Motorisierter Verkehr nimmt stark zu
  • Vollbesetzte U-Bahnen bleiben in unbeleuchteten Tunneln stehen
  • Besetzte Aufzüge bleiben hängen
  • Brand- und Einbruchmeldeanlagen lösen aus
  • Eine Flut von (meist sinnlosen) Notrufen geht bei Polizei und Feuerwehr ein
  • Möglichkeiten zur Information der Bevölkerung eingeschränkt
  • EDV-gestützte Systeme sind außer Betrieb, somit auch kein Einkauf und keine Bankgeschäfte möglich

Einige Berichte zu dem Geschehen finden Sie z.B. hier oder hier. Über die Folgen eines großflächigen, längerfristigen Ausfalls haben auch wir uns schon mehrfach Gedanken gemacht. Sie finden diese Einträge unter dem Stichwort „Stromausfall„. Lesenswert ist auch dieser Artikel, in dem aus einem Bericht der Technikfolgenabschätzung für den Bundestag zitiert wird. Unabhängig vom aktuellen Vorfall hat sich der Schreiber dieses Artikels mit der Verläßlichkeit der Stromversorgung insgesamt beschäftigt.

Eine gewisse Eigenvorsorge, nicht nur im Hinblick auf Stromausfälle, soll daher jedem angeraten sein. Hierzu hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz eine Broschüre herausgegeben.

Den Bericht des Ausschusses für Technikfolgenabschätzung der Bundesregierung finden Sie hier.

Manche Dinge sind für uns so normal, daß wir kaum je einen Gedanken daran verschwenden. Eine ständig verfügbare und zuverlässige Stromversorgung gehört in diese Kategorie. Was verbinden Sie mit dem Stichwort Stromausfall? Auch in Bächingen gab es das in den letzten Jahren immer wieder einmal. Ein Teil des Orts ist für einige Stunden dunkel. Zwar eine lästige Sache, allerdings nicht weiter tragisch. Aber einen so richtig langen und großflächigen Stromausfall gab es bei uns, soweit ich zurückdenken kann, nicht. Sie erinnern sich aber sicherlich noch an den Winter 2005, als im Münsterland für sieben Tage großflächig der Strom ausfiel, u.a. deshalb, weil Hochspannungsleitungen (mechanisch) zusammengebrochen waren. Betrachten wir doch einmal die Auswirkungen bei einer solchen Lage, speziell auch auf die Hilfsorganisationen.

Auswirkungen auf den einzelnen Haushalt

  • Zunächst Akkubetrieb, schließlich Ausfall medizinischer Geräte bei pflegebedürftigen Personen.
  • Ausfall von Wasser- und Abwasserversorgung.
  • Ausfall der Zentralheizung.
  • Kühlschrank und Gefriertruhe tauen auf, fast alle Elektrogeräte nutzlos.
  • Ausfall netzbetriebener Rundfunkgeräte.
  • Ausfall aller modernen Telefone und Telefonanlagen, die eine externe Stromversorgung benötigen.

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