Artikel-Schlagworte: „Geschichte“

Gerätehaus im Winter 2010Ja, es hat bisher noch etwas gefehlt bei der Vorstellung unserer Feuerwehr. Und zwar das Gerätehaus. Die Seite ist ab sofort bei der Technik einsehbar. Sie behandelt die Baugeschichte des Gebäudes, seit die Feuerwehr 1971 in der Medlinger Straße aus dem baufälligen Schuppen neben dem Lagerhaus in ihr neues Gerätehaus gegenüber zog. In diesem Zusammenhang dürfen wir auch noch einmal auf die Geschichte hinweisen. Wir wünschen eine interessante Lektüre.

Funkverzeichnis Lkr. DLG, etwa 1978Heute ist mir beim Aufräumen das links abgebildete Heftlein in die Hände gefallen. Es dürfte etwa um 1978 datieren und führt alle Feuerwehrfahrzeuge auf, die im Landkreis Dillingen damals ein eingebautes Sprechfunkgerät hatten. Heute ist es eine Selbstverständlichkeit, daß jedes Feuerwehrfahrzeug über Funk erreichbar ist. Damals war das noch die Ausnahme. Wenn man sich die Ortsnamen so durchliest, stellt man fest, daß hauptsächlich die größeren Feuerwehren vertreten sind. Eines sticht dabei besonders heraus: das Bächinger TSF als kleinstes genanntes Löschfahrzeug! Auch bei den Handfunkgeräten werden die Bächinger schon genannt.

Man kann es sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie es vor der flächendeckenden Einführung der Funkgeräte bei der Feuerwehr war. Alarmiert wurde damals wie heute über die Sirene. Die Feuerwehrleute eilten von ihrer Arbeit zum Gerätehaus und schalteten den Funkempfänger ein. Den gab es seit der Landkreis auf Funkalarmierung umgestellt hatte, etwa 1975. Mit ihm konnte man den Betriebskanal des Landkreises empfangen und die Alarmmeldung der Polizei hören. So wußte man, wo der Einsatz stattfand. Die Möglichkeit einer Rückmeldung hatte nur die Feuerwehr, die ein Telefon in ihrem Gerätehaus ihr Eigen nennen konnte. Das ist in Bächingen bis heute nicht der Fall. War die Feuerwehr dann (ohne Funk) auf dem Weg zur Einsatzstelle, gab es keine Möglichkeit der Verständigung mehr. Wenn die Örtlichkeit zunächst falsch gemeldet wurde, begann die große Sucherei.

Das alles zeigt, daß die damalige Feuerwehrführung die Zeichen der Zeit erkannt und richtig gehandelt hatte. Das TSF wurde 1971 angeschafft, noch ohne Funkausrüstung. 1976 kaufte die Feuerwehr Bächingen dann zwei Handfunkgeräte FuG 10 für den Funkverkehr an der Einsatzstelle, 1977 kam das Fahrzeugfunkgerät FuG 7b im TSF hinzu, womit es erstmals landkreisweit erreichbar war. Die Steigerung des Einsatzwertes war beachtlich, konnte man doch jetzt die Feuerwehr auch unterwegs erreichen und aktuelle Meldungen und Aufträge weitergeben. Andererseits mußte man sehr viel Geld hinlegen, um eine BOS-Funkausrüstung zu bekommen: 3896,76 DM für beide Handfunkgeräte mit Zubehör, und um die 9000 DM für die Fahrzeugfunkanlage. Zum Vergleich, das ganze TSF kostete 1971 etwa 17.000 DM.

Einige interessante Schriftstücke aus dieser Zeit finden Sie hier:

Feuerwehr Bächingen in der Schloßremise

Feuerwehr Bächingen in der Schloßremise

Es gibt neue Einzelheiten zur Feuerwehrgeschichte in und um Bächingen. Akten im Staatsarchiv Augsburg belegen die gemeinsame Anschaffung einer Feuerspritze zum 08.01.1728 durch die Gemeinden Sontheim, Brenz, Bächingen und Bergenweiler. So darf angenommen werden, daß es bereits zu dieser Zeit ein mehr oder weniger organisiertes Feuerlöschwesen in den Gemeinden gegeben hat.

Die Spritze kostete damals 350 Gulden und wurde bei einer Gießerei Gottlieb Korn in Ulm gefertigt. Nach dem württembergischen System rotierte der Standort der Spritze halbjährlich zwischen den Gemeinden. 1761 hatte Sontheim nach mehreren Bränden im Ortsgebiet Zweifel an der Sinnhaftigkeit des abwechselnden Standortes und kaufte eine eigene Feuervernichtungsmaschine, wie es damals hieß.

Zur Geschichte der Feuerwehr Bächingen: Geschichte.

Abordnung zum Volkstrauertag

Abordnung am Volkstrauertag

Am heutigen Volkstrauertag gedachte man wieder deutschlandweit den Kriegsopfern aller Völker, so auch in Bächingen. Es gibt kaum eine Familie, die keine Gefallenen oder Vermißten unter ihren Angehörigen hat. Nach dem Gottesdienst mit Herrn Pfarrer Bienk versammelten sich die Besucher am Kriegerdenkmal bei der Kirche, wo Musik- und Gesangverein Bächingen nachdenkliche Stücke zu Gehör brachten und Bürgermeister Grandel in seiner Rede den Opfern gedachte. Eine Abordnung der Feuerwehr legte für die Gemeinde Bächingen und den VdK zwei Kränze am Ehrenmal nieder.

Auch in den Reihen der Feuerwehr gab es natürlich viele Männer, die in den Weltkriegen ihr Leben verloren. Aber nicht nur Soldaten im Kampf in der Fremde, sondern auch viele Zivilisten in der Heimat fielen dem Krieg zum Opfer. Als der Krieg 1945 nach Bächingen kam, wurde der damalige Kommandant der Feuerwehr in seiner Arbeitsmaschine durch einen Tieffliegerangriff tödlich verwundet. Auch mehrere landwirtschaftliche Fuhrwerke gerieten in dieser Zeit aus der Luft unter Beschuß, was immer wieder verwundete und tote Zivilisten zur Folge hatte. Zu einem Jagdbomberangriff kam es im April 1945, als im Ort verschanzte Einheiten der SS die anrückenden US-Streitkräfte unter Beschuß nahmen. In der Folge wurden große Teile des Dorfs durch die Kampfhandlungen zerstört (Geschichte der Feuerwehr).

Den Frieden zu erhalten ist die wichtigste Aufgabe der Politik, Krieg ist ihre Bankrotterklärung.

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