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Die Flammen lodern an bis zu sieben Brandstellen. Macht hoch die Tür!Zwischen 400 und 600 Grad herrschen unter der Decke, 150 bis 250 Grad in Hüfthöhe. Jeder Liter Löschwasser verwandelt sich in 5000 Liter Wasserdampf, der die Sichtscheibe der Atemschutzmaske blitzartig beschlagen läßt und in großen weißen Dampffahnen aus den Abluftöffnungen quillt. In dieser lebensfeindlichen Umwelt schicken sich Feuerwehrleute an, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Unsere Atemschutzgeräteträger haben am Freitag und Samstag (23. und 24.09.) die Gelegenheit des Brandausbildungscontainers der EnBW genutzt, der an diesen Tagen in Gundelfingen Station machte. Zwei Szenarien wurden pro Übungseinheit dargestellt:

Beim Kellerbrand geht es vom Dach des Containers aus über eine brennende Wendeltreppe nach unten. Dort wartet ein brennender Gasanschluß darauf, abgedreht zu werden. Seitlich an der Wand abgestelltes Material befindet sich bereits im Vollbrand. Die Atemschützer löschen zunächst die Umgebung und kämpfen sich zum Gasanschluß vor. In Absprache schirmt der Truppmann mit dem Strahlrohr die züngelnden Flammen ab, so daß der Truppführer die Ventile absperren kann.
Als zweite Lage geht es um den Brand in einer 20 kV-Stromverteilerstation. Der gedachte Strom wird erst abgestellt, vorher geht aus Sicherheitsgründen niemand in das Gebäude. Der Hauptbrand ist gut sichtbar und wird gleich bekämpft. Ganz heimlich, still und leise brennt es auf einmal neben dem Trupp. Jetzt heißt es richtig reagieren. Der Hauptbrand kann kurz warten, aber nicht die Flammen unmittelbar neben den beiden Feuerwehrleuten.

Der Ausbilder am Stellpult sieht durch ein kleines Fenster in den Übungsraum. Er reagiert auf die Maßnahmen des übenden Atemschutztrupps und kann gezielt kleine Gemeinheiten Anreize einspielen, um einen Lerneffekt zu erzeugen. Die gute Zusammenarbeit des Trupps steht besonders im Blickfeld. Wichtig ist es immer seinen Rückweg im Auge zu behalten, nicht daß man vom Feuer unversehens eingeschlossen wird. Auch ist es wenig ratsam, aufrecht stehend im Raum zu löschen. Eine Flammenfront an der Decke kann äußerst unangenehm werden.

Hier finden Sie einige Bilder der Übung. Die Donauzeitung hat ebenfalls darüber berichtet: Bericht und Bildergalerie.

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Gleich geht’s los!

Gleich geht’s los!

Nein, kein dummer Spruch, denn um 13 Uhr hatten vier Bächinger Feuerwehrmänner eine heiße Verabredung – und zwar mit dem Brandübungscontainer Neu-Ulm. Zunächst gab es einen Unterricht, bei dem besonders auf die Eigenheiten und Erscheinungsformen des Brandrauches eingegangen wurde. In der Übungsanlage wurde eine realitätsnahe Heißausbildung bei Temperaturen geboten, die für einen ungeschützten Menschen unerträglich sind. Es wurden zwei Durchgänge durch die Anlage gemacht, zunächst lautete der Auftrag Brandbekämpfung, nach einer Verschnaufpause dann Personenrettung. Die körperlichen Belastungen während eines solchen Einsatzes sind brutal, aber genau darauf müssen die Atemschutzgeräteträger vorbereitet sein. Deshalb sind diese Übungen so wichtig, die man in dieser Form nur in der Übungsanlage trainieren kann. Wir werden auch weiterhin unsere Geräteträger zur Heißausbildung schicken. Einige Bilder finden Sie hier.

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