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Zum Einsatz fertig!Der Grundlehrgang des Feuerwehrhandwerks lief in diesem Frühjahr von März bis April. An den drei Standorten Echenbrunn, Peterswörth und Gundelfingen fand die technische Ausbildung für die Feuerwehrtätigkeiten statt, in Bächingen trafen sich die Teilnehmer donnerstags zur Sprechfunkausbildung.

Das erste Wochenende in Echenbrunn behandelte die grundlegenden Themen und Tätigkeiten bei der Feuerwehr. Rechtsgrundlagen und Organisation einer Feuerwehr, Fahrzeugkunde, der Umgang mit Lösch- und Rettungsgerät sowie den tragbaren Leitern standen auf dem Lehrplan.

In Peterswörth ging es um den Löscheinsatz. Das Wissen, warum und wie etwas brennt, ist für die Aufgabe der Feuerwehr unverzichtbar, wenn sie wirkungsvoll löschen will. So gab es vorbereitende Unterrichte, anschließend wurde die Praxis der verschiedenen Löschaufbauten ausgiebig geübt.

Am letzten Wochenende stand alles im Zeichen des anderen großen Aufgabenbereichs der Feuerwehr, und zwar der technischen Hilfe. Dem Kennenlernen der mechanischen Rettungsgeräte folgte deren Einsatz an verschiedenen Objekten. Zum Abschluß folgte die schriftliche Prüfung und eine gemeinsame Einsatzübung, bei der die in den Wochen zuvor vermittelten Inhalte angewandt werden mußten. Alle Teilnehmer meisterten die Aufgaben erfolgreich und konnten in die jeweiligen Feuerwehren als frisch ausgebildete Feuerwehrleute entlassen werden. Somit ist der Grundstein für die weitere, hoffentlich lange und erfolgreiche Laufbahn gelegt.

EInige Bilder der Ausbildung finden Sie hier: Grundlehrgang.

Die bayerischen Feuerwehrschulen haben mit der „Feuerwehr-Lernbar“ ein neues Angebot eröffnet, über welches Zugriff auf umfangreiche Ausbildungsmaterialien besteht. Neben den Unterlagen gibt es ein Lexikon und eine Mediathek. Anschauen lohnt sich!

Am Freitag, 29.06.2018, stellte sich eine Gruppe der Bächinger Feuerwehr der Leistungsprüfung Löscheinsatz. Wie in Bächingen traditionell, erfolgte der Aufbau von der Brenz aus; eine Variante, welche die Prüfer zunehmend weniger sehen. Das heutige Wasserleitungsnetz bietet da ja doch viele Erleichterungen, aber wenn es um große Wassermengen geht, sind selbst Stadtfeuerwehren gezwungen, Saugschläuche anzufassen…

Nach der Auslosung der Funktionen und der Abnahme der für die einzelnen Aufgaben geforderten Knoten begann die Zeitmessung für die vorgegebene Übungsaufgabe. Die Saugleitung mußte gekuppelt und zu Wasser gebracht, die Schlauchverbindung zum Verteiler hergestellt werden. Anschließend gingen die drei Trupps gegen ihr Übungsziel vor, die in der Entfernung aufgestellten Kübel auf ihren Sockeln. Die Trupps warfen mit gezieltem Wasserstrahl alle Kübel in der geforderten Zeit von ihrem sicheren Stand in die Wiese, so daß die Übung innerhalb der Sollzeit erfolgreich beendet war. Einige wenige Fehlerpunkte mußten die Prüfer zwar verteilen, aber erwartungsgemäß ereigneten sich keine größeren Schnitzer, so daß allen Teilnehmern ihr jeweiliges Leistungsabzeichen ausgehändigt werden konnte. Anschließend gab es ein gemeinsames Vesper vom Grill für alle.

Wir gratulieren allen Teilnehmern zu ihrem Erfolg!

Eine Leistungsprüfung ist eine gute Gelegenheit, als eingeschworene Truppe zusammenzuwachsen. Es war über die Übungen der letzten Wochen sehr schön zu beobachten, wie die Löschgruppe aus einzelnen Personen zu einem aufeinander abgestimmten Ganzen wurde, bei dem ein Rädchen perfekt ins andere greift, um das gesetzte Ziel rechtzeitig zu erreichen; ein Ziel, das durch Einzelleistungen  – und seien sie noch so glanzvoll – unerreichbar wäre.

Einige Bilder des Abends:

Am Samstag, 23.06.2018 führten wir wie vor vier Jahren schon einmal wieder eine Gesamtübung im und am Brandübungscontainer Schwaben in Neu-Ulm durch. Diese hochwertige Übungsgelegenheit bietet einem die seltene Möglichkeit, einen heißen Atemschutzeinsatz und alle ihn außen vorbereitenden und unterstützenden Aufgaben im Zusammehnang zu üben. In der dritten Übung ging es um die Königsdisziplin für eine kleine Feuerwehr: das ersteintreffende Fahrzeug hat keinen Atemschutz und kann nicht direkt eingreifen. Bis das Fahrzeug der gedachten Nachbarfeuerwehr vor Ort ist, baut die Mannschaft deshalb alles so auf, daß die Atemschützer nur noch ihre Angriffsleitung aufnehmen müssen und loslegen können. Herausforderungen waren für alle geboten, von der Jugendfeuerwehr bis zu den Atemschutzgeräteträgern.
Einige Bilder des Übungstages finden Sie hier:

 

Dampfdreschen in Bächingen um 1910Weil dem Kommandanten auch die geschichtlich-technische Allgemeinbildung der Jugendfeuerwehr am Herzen liegt, hatte er für Herbst und Winter 2017 / 2018 eine kleine Unterrichtsreihe zu mechanischen Antrieben vorbereitet. Dabei wird der Bogen geschlagen vom Beginn der Mechanisierung mit Wind- und Wassermühlen über die Dampfmaschine bis zu den heutigen Verbrennungsmotoren. Der erste Unterricht dazu befaßte sich hauptsächlich mit der Dampfmaschine, deren Bedeutung für die Entwicklung der heutigen Industriegesellschaft praktisch nicht überschätzt werden kann. Sie ermöglichte überhaupt erst das Entstehen von Fabriken, weil sie von Wind und Wasser unabhängige mechanische Antriebskraft zur Verfügung stellen konnte, später auch Elektrizität. Auf Räder und Schienen gesetzt, entstand die Eisenbahn, die wiederum wie keine andere Erfindung eine bis dahin unbekannte Mobilität für die Bürger sowie schnellen, grenzüberschreitenden Warentransport ermöglichte und auf diese Weise zum Aufstieg der Industriegesellschaft im 19. Jahrhundert beitrug.

Da zu vermuten war, daß die heutigen Jugendlichen und auch die jungen Erwachsenen kaum noch eine Dampfmaschine aus eigener Anschauung kennen, brachte der Kommandant eine Modelldampfmaschine zum Unterricht mit. Diese wurde dann angefeuert und trieb wie beim Original verschiedene Arbeitsmaschinen an. Die Funktion und die Zusammenhänge zwischen Feuer, Wasser, Dampf und Bewegung konnten so am Modell entdeckt werden. Als Vertiefung des Themas durfte dann jeder noch eine eigene Dampfmaschine bauen, genauer gesagt, einen Holzbausatz „Luftmotor“, der wie eine Dampfmaschine funktioniert. Befestigt man einen aufgeblasenen Luftballon am Einlaßstutzen oder bläst selbst hinein, setzt sich die Maschine in Bewegung. Der Bau der Maschinen ist Ende Dezember noch im Gange.

Im neuen Jahr wird sich die Jugendfeuerwehr dann mit den bei der Feuerwehr unverzichtbaren Verbrennungsmotoren beschäftigen, welche zusammen mit der Erfindung des Automobils zum Wohlstand unserer Gesellschaft maßgeblich beigetragen haben.

Einige Bilder dazu finden Sie hier: Antriebe – Dampfmaschine.