Den sonnigen Morgen des 29. Mai hatte sich der Heizungsmonteur in der Gemeindehalle Bächingen wohl auch anders vorgestellt. Eigentlich sollte er nur ein defektes Wasserrohr schweißen. Dummerweise spritzte das glühende Metall in die Schaumstoffisolation der Rohre und setzte sie in Brand. Er versuchte noch das Feuer zu löschen, was ihm wegen der starken Rauchentwicklung aber nicht mehr gelang. Er fand den Ausgang nicht mehr und sackte an der Wand zusammen. Die samstägliche Schafkopfrunde in der angrenzenden Kegelbahn bemerkte von all diesen Vorgängen bislang nichts.

Verstärkung trifft einKurz nach 10 Uhr bemerkte ein Nachbar Rauchentwicklung an der Gemeindehalle und wählte den Notruf 112. Zunächst wurde die Jugendfeuerwehr Bächingen mit zwei Fahrzeugen an die Einsatzstelle entsandt. Die Erkundung vor Ort ergab, daß ein Kellerbrand vorlag, der bereits im Begriff war, über die Außenfassade auf das Dach überzugreifen und sich mindestens eine Person im Keller in Gefahr befand. Es war klar, daß mit dem vorhandenen Personal und Material dieser Einsatz nicht zu meistern war. Umgehend wurden die JF Niederstotzingen und die Drehleiter der Feuerwehr Lauingen an die Einsatzstelle nachalarmiert.

Der Einsatz wurde nun in zwei Abschnitte geteilt, Nord und Süd. Im Abschnitt Nord nahm die Bächinger Jugend den Kellerbrand in Angriff. Es galt, schnellstmöglich in den Keller zum vermißten Monteur vorzudringen. Weiterhin mußte außen verhindert werden, daß benachbarte Gebäudeteile Feuer fangen. Von der Feuerwehr Niederstotzingen wurde ein Überdruckbelüfter in Stellung gebracht, der dem vorgehenden Atemschutztupp gleich bessere Sicht verschaffte.

GeschafftIm Abschnitt Süd bereiteten die Niederstotzinger Jugendfeuerwehrleute die Wasserversorgung für den Außenangriff und die Einspeisung der Drehleiter vor. Ein Atemschutztrupp betrat über den Haupteingang die Halle, um in der Kegelbahn nach dem rechten zu sehen und ggf. dort aufgefundene Personen in Sicherheit zu bringen. Tatsächlich trafen sie hier auf die Schafkopfrunde, die sich gerade gewundert hatte, warum der Anstrich der Brandschutztüre zum Heizraum Blasen warf. Die Türe erfüllte ihren Zweck und hielt Rauch und Feuer zurück, so daß die Gäste ungefährdet geblieben waren und die rauchfreie Kegelbahn aus eigener Kraft verlassen konnten.

Draußen hatte die Besatzung der Drehleiter die Kühlung der Dachhaut übernommen. Der Kellerbrand war zwischenzeitlich gelöscht. Der Monteur war in einem Nebenraum bewußlos aufgefunden und ins Freie gebracht worden. Zwei heiße Gasflaschen wurden ebenfalls nach draußen gebracht und gekühlt. Für mehr Durchblick im dunklen Keller brachten die Bächinger die Scheinwerfer des Beleuchtungssatzes in Stellung. Bei der folgenden zweiten Kontrolle des Untergeschosses wurden durch die Atemschutztrupps keine weiteren Personen aufgefunden.

Wecken bereithalten!Damit war das Ziel erreicht und diese gemeinsame Einsatzübung beendet. Nach dem Zusammenräumen der Ausrüstungsteile durften die Jugendlichen noch einen Rundblick aus knapp 30 Meter Höhe über die Dächer Bächingens werfen. Nebenbei zeigte man im Keller die Anwendungsmöglichkeiten einer Wärmebildkamera, wie sie auf der Lauinger Drehleiter mitgeführt wird. Die nächste Station danach hieß Feuerwehrhaus. Dort brutzelten bereits Steaks und Würste auf dem Grill für das gemeinsame Mittagessen, das die Feuerwehrleute bei strahlendem Sonnenschein einnahmen. Bilder der Übung finden Sie hier: Ausbildung. Der Presseartikel ist bei der Donauzeitung abrufbar: „Gemeinsam Kellerbrand gelöscht“.

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