Die Einsatzchronik der Feuerwehr seit 1876 finden sie hier.

Übersicht

18.10.2019 – Ölspur außerorts

„Ölspur 10 m lang, 2 m breit, Seehofstraße“ – so lautete der Text auf dem Alarmfax für den Einsatz am 18. Oktober 2019 um 16 Uhr. Schon bei der Anfahrt zum Einsatzort bemerkten wir an der Einmündung Seehofstraße und Ringstraße erste Spuren von ausgelaufenem Betriebsmittel. Kurz nach dem ehemaligen Gasthof Seehof befand sich ein größerer verschmutzter Bereich auf der Straße. Wir sicherten die Stelle mit Fahrzeug und Leitkegeln ab und richteten zusätzlich eine Verkehrsregelung ein, da die Einsatzstelle direkt hinter der unübersichtlichen Kurve lag. Mit Bindemittel wurde anschließend der verschmutzte Bereich bearbeitet. Es stellte sich heraus, daß es sich bei der Verunreinigung um Diesel oder Heizöl handelte.

Nach Beseitigen des Bindemittels und nach Absprache mit der Polizei wurde die Stelle wieder für den Verkehr freigegeben. In Richtung Bundesstraße hatte die Polizeistreife keine weiteren Verschmutzungen mehr festgestellt. In Richtung Bächingen aber war fast durchgehend eine dünne Ölspur zu erkennen. Diese war aber zu fein, um mit Bindemittel etwas ausrichten zu können. Die Dieselspur zog sich nach weiterer Erkundung über die Ringstraße über den Kreisverkehr weiter bis ins benachbarte Sontheim. Per Telefon wurde dann der Kommandant der Feuerwehr Sontheim informiert, daß sich noch größere verunreinigte Flächen am Gehsteig vor einer Firma und in der Einmündung Gundelfinger Straße und Am Meilenstein (beides Sontheim) befanden.

Schließlich befestigten wir „Ölspur“-Warnschilder in der Ringstraße kurz nach dem Kreisverkehr und nach der eigentlichen Einsatzstelle in Fahrtrichtung Bächingen.

09.09.2019 – Baum auf Weidezaun, Büffel auf Freigang

Durch eine Streife wurden wir während der montäglichen Übung um Unterstützung gebeten. Nördlich des Bächinger Kellers sei ein Baum auf einen Viehzaun gefallen, woraufhin die dort normalerweise eingestellten Wasserbüffel ihre neue Freiheit genossen hätten und auf der Straße nach Gundelfingen herumgelaufen seien. Der Besitzer der Tiere sei bereits auf der Anfahrt. Die genaue Einsatzstelle war zunächst unklar und etwas schwierig mit größeren Fahrzeugen zu erreichen, weshalb Fußtrupps zur Erkundung abgesetzt wurden. Das TSF mit MZA konnte sich vom Gundelfinger Stauwehr brenzaufwärts bis zum Ort des Geschehens durchschlagen und machte zunächst einmal ausreichend Licht. Vom LF 8/6 wurden fußläufig Motorsäge und Zubehör gebracht. Es war an einer großen Weide ein starker Ast abgerissen und auf den Zaun gefallen. Der Ast wurde kleingesägt und entfernt.

Weil anfangs unklar war, wieviele Tiere es dort gab und ob sie alle wieder im Gehege waren, wurde eine Wärmebildkamera angefordert. Die Feuerwehr Gundelfingen übte gerade selber im Stadtgebiet, hatte die Anforderung mitgehört und bot an, die Kamera zu bringen. Kurz vor ihrem Eintreffen teilte der Besitzer mit, seine vier Tiere seien vollzählig auf der Wiese, somit konnten die Gundelfinger Kameraden wieder umdrehen.

Das TSF in Verbindung mit dem Anhänger hatte sich in diesem Einsatz wieder einmal als äußerst wertvoll gezeigt. Es konnte auch enge zugewachsene Wege befahren.

28.07.2019 – Großbrand einer Schreinerei in Sontheim

Um etwa 2:40 Uhr an diesem Sonntag alarmierten die Leitstellen Aalen und Augsburg nach verschiedenen Notrufen unabhängig voneinander zu einem offenen Dachstuhlbrand in einem Sontheimer Gewerbebetrieb im gemeinsamen Gewerbegebiet Sontheim/Bächingen direkt an der Landesgrenze. Bereits vom Feuerwehrhaus aus war der glutrot aufsteigende Rauchpilz über dem südwestlichen Ort weithin zu sehen. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehren stand das Gebäude einer Schreinerei bereits in Vollbrand, das Dach war eingestürzt. Eine direkt dort angebaute Motorradwerkstatt teilte sich denselben Dachstuhl, leider jedoch mit nicht über das Dach hinausragender Brandwand. Der Dachstuhl dort stand zwar noch, aber das Feuer hatte bereits Wege über die Brandwand gefunden bzw. geschaffen. Da der Dachstuhl von außen noch geschlossen und von innen nicht auf die Schnelle zugänglich war, konnte kein Löschwasser direkt eingebracht werden. Er brach unter der Brandeinwirkung bald zusammen; eine bekannte und gefürchtete Eigenheit von Dachstühlen, die mittels Nagelplattenbinder zusammengehalten werden. Deren Lebensdauer bis zum Einsturz beträgt im Brandfall erfahrungsgemäß nur etwa 20 Minuten. Folglich wird in solchen Objekten aus Eigenschutz kein Innenangriff mehr unternommen.

Etwa 170 Feuerwehrleute, zusätzlich Personal von Rettungsdienst, THW und Polizei waren an der Einsatzstelle beschäftigt. Beteiligt waren die Feuerwehren Sontheim, Bergenweiler, Bächingen, Gundelfingen, Ober- und Untermedlingen, Niederstotzingen, Giengen und Heidenheim sowie die Einsatzleitwagen der Landkreise Heidenheim und Dillingen (UG-ÖEL). Die Einsatzleitung bildete zwei Einsatzabschnitte, die jeweils unter Nutzung der örtlichen Hydranten bis zu deren Auslastung sowie mit je einer langen Schlauchstrecke von der Brenz aus mit Wasser versorgt wurden. Anfangs wurde der Löschangriff über handgeführte Strahlrohre unter Atemschutz und über die beiden Drehleitern vorgetragen. Später, nach zusätzlich eingerichteter ergiebiger Wasserversorgung von der Brenz, kamen hauptsächlich weitreichende Werfer zum Einsatz, die den Personal- und Atemluftbedarf reduzierten.

Wegen des vorliegenden Westwindes wurde eine Menge Brandrauch über und teilweise in das Bächinger Ortsgebiet getragen. Messungen mit dem dafür ausgerüsteten ABC-Erkunder des Landkreises Heidenheim ergaben jedoch außerhalb des direkten Umfeldes am Brandort keine gefährlichen Konzentrationen von bedenklichen Brandprodukten. Die Anwohner wurden wegen des Brandgeruchs per Warnsystem und Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Das LF 8/6 der Feuerwehr Bächingen führte von östlicher Seite Löscharbeiten aus. Das TSF mit Anhänger verlegte zwei Schlauchstrecken, davon eine von einem Hydranten in der Westendstraße. In Zusammenarbeit mit der Untermedlinger Feuerwehr, die an der Brenz die Wassernentnahme durchführte, und dem Gundelfinger Versorgungs-Lkw mit Schlauchmaterial wurde die ergiebige Schlauchstrecke aufgebaut und mit Kraftstoffversorgungsfahrten in Betrieb gehalten. Diese Leitung versorgte anfangs das LF 8/6, später dann den Wasserwerfer des Gundelfinger TLF 16/24.

Gegen 6:30 Uhr konnte der östliche Einsatzabschnitt mit den bayerischen Feuerwehren aufgelöst werden. Gegen 8 Uhr war die Feuerwehr Bächingen dann wieder eingerückt. Weitere Wartungs- und Aufrüstarbeiten werden in der kommenden Woche folgen (müssen). Die örtlich zuständige Feuerwehr Sontheim war noch nach der Mittagszeit an der Einsatzstelle mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Presseartikel der Heidenheimer Zeitung mit Bildern.

19.06.2019 – Brand in Wertstoffunternehmen

Gegen 4:40 Uhr wurden die Feuerwehren Sontheim, Bergenweiler und Giengen zu einem Brand in der Industriestraße in Sontheim alarmiert. Wie sich bei der Anfahrt herausstellte, handelte es sich aber um das Bächinger Gelände eines in Sontheim ansässigen Wertstoffbetriebes, bei dem es in den letzten Jahren immer wieder einmal gebrannt hatte. Die bereits anfahrenden Feuerwehren leiteten den Löschangriff ein und ließen über die Leitstellen die Bächinger und Gundelfinger Feuerwehr nachalarmieren. Der Alarm ging gegen 4:52 Uhr ein.

Der Einsatz entwickelte sich nach dem mittlerweile bekannten und erprobten Muster. Das brennende Material wurde durch Sontheimer und Gundelfinger Trupps in der Halle grob abgelöscht, vom Radlader herausgeholt, auf einer Freifläche ausgebracht und durch uns vollends abgelöscht. Wegen des flatterhaften Windes, der den unangenehmen Geruch in verschiedene Richtungen blies, wurden die Anwohner per Warn-App NINA und KATWARN sowie im Bächinger Ortsgebiet durch Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen. Gegen 10 Uhr hatten die Feuerwehren wieder Einsatzbereitschaft hergestellt. Die Bächinger Feuerwehr war mit 13 Feuerwehrleuten und allen Fahrzeugen im Einsatz.

17.02.2019 – Fehlalarm in Medlingen

Am heutigen Sonntag morgen wurden wir um 7:38 zu einem Brand 3 nach Obermedlingen alarmiert. Bereits auf der Anfahrt wurde durch die Medlinger Kollegen gemeldet, dass sich kein Rauch im gemeldeten Bereich feststellen lies und es sich um einen Fehlalarm handelt. Somit konnten wir direkt wieder ins Gerätehaus einrücken.

11.01.2019 – Ölspur im Ortsgebiet

Ein unbekannter Verkehrsteilnehmer hatte quer durchs Ortsgebiet eine kleine Ölspur gelegt. Überwiegend handelte es sich um einige wenige Tropfen, die durch den feuchten Straßenbelag wie eine größere Spur aussahen. Entsprechend gingen wohl Anrufe bei der Polizei ein, welche dann die Feuerwehr alarmieren ließ. Eine Gruppe rückte daraufhin mit dem LF 8/6 aus und band die stärksten Stellen im Kreuzungsbereich Seehof-, Linden-, Sontheimer und Gundelfinger Straße mit Ölbinder ab. Nach einer halben Stunde war Einsatzende.

05.12.2018 – Erneuter Brand in Wertstoffunternehmen

Die Alarmierung der bayerischen Feuerwehren erfolgte um 2:30 Uhr mit der falschen Straßenangabe „Blumenweg“. Da allerdings der Firmenname als Stichwort fiel und der Feuerschein in dieser Richtung am Nachthimmel stand, war die Richtung sofort klar. Unklar war allerdings noch, auf welcher Seite der Landesgrenze es tatsächlich brannte. Beim Eintreffen des Bächinger LF 8/6 trafen wir die Feuerwehren Sontheim und Bergenweiler an, die bereits Schlauchleitungen verlegten. Im Sontheimer Mannschaftswagen (MTW) war die Einsatzleitung eingerichtet. Die Leitstelle Aalen war offenbar durch einen anderen Anrufer einige Minuten vorher informiert worden, daher der zeitliche Versatz. Das kommt bei uns im Grenzgebiet öfter vor.

In Brand stand eine große Fläche zerkleinerten Holzmaterials, welches bergeweise auf dem Gelände östlich der Günzburger Straße gelagert war. Es brannten sozusagen die Holzberge um die völlig ausgebrannte Schreddermaschine herum. Die fast zeitgleich eingetroffenen Löschgruppenfahrzeuge (LF) von Bächingen und Obermedlingen unternahmen vom letzten Hydranten an der Südwestseite einen Löschangriff, um die vom nördlichen Wind getriebene und mit teilweise starkem Funkenflug einhergehende weitere Ausbreitung des Feuers zu unterbinden. Nach dem Eintreffen der Giengener Drehleiter wurde diese dort platziert und vom Medlinger LF gespeist. Das Bächinger Fahrzeug wechselte in den Hof zum Ablöschen der per Radlader herausgebrachten Holzschnitzel. Im Hof waren nun die Feuerwehr Sontheim mit ihrem LF 16/12, die Drehleiter und das HLF 20/16 von Gundelfingen im Einsatz, um die Flammen der Holzberge niederzuschlagen. Die Reichweite und Löschkraft der beiden Drehleitern leistete hier unverzichtbare Hilfe und sorgte für eine recht schnelle Beruhigung und Eindämmung. Im benachbarten Gebäude, dessen Fenster bereits gesprungen waren, lagerten große Mengen loses Papier und Pappe. Das Übergreifen auf dieses weitere Lager konnte verhindert werden.

Zu diesem Zeitpunkt konnten angesichts der eingetretenen Beruhigung das in Bereitstellung gehaltene Tanklöschfahrzeug (TLF) von Gundelfingen, das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) Untermedlingen sowie die Drehleiter Giengen die Heimfahrt antreten. Die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) wurde bereits zuvor auf der Anfahrt abbestellt, da die Lage, anders als zunächst alarmiert, keinen so großen Einsatzleitaufwand erforderte. Die beiden Führungsfahrzeuge MTW Sontheim und Einsatzleitwagen (ELW) Gundelfingen hatten sich nebeneinander hingestellt und führten den Einsatz in gegenseitiger Absprache. Für die vorsichtshalber durchzuführenden Schadstoffmessungen mit schließlich negativem Befund wurde der ABC-Erkunder der Feuerwehr Dillingen und für die möglicherweise notwendige Versorgung mit neuen Atemluftflaschen auch der GW-A angefordert. Das Bächinger TSF mit Anhänger kümmerte sich um die beidseitige Absperrung der Straße und die Versorgung der eingesetzten Einheiten mit Verpflegung.

Die brandbetroffenen Oberflächen der Holzberge wurden nun mit dem Bagger abgetragen und mit den Radladern zum Ablöschplatz verbracht, wo Bächinger und Obermedlinger Trupps die Nachlöscharbeiten erledigten. Dank des günstigen Windes konnte man dort problemlos ohne Atemschutz arbeiten. Im Verlauf der Abräumarbeiten an den Holzbergen verstärkte sich die Rauchentwicklung in einem benachbarten Haufen noch nicht zerkleinerten Bauholzes derart, daß gegen diesen Haufen ein weiterer, starker Löschangriff mit dem erneuten Aufbau der Gundelfinger Drehleiter (Standort nun Günzburger Straße) geführt werden mußte. Mit dem bevorzugten Ausräumen dieses Haufens und durch den Wassereinsatz von unten und oben konnte ein weiterer Aufbrand verhindert werden. Nachdem dieser „Problemhaufen“ und die obere Schicht der Holzberge abgetragen waren, konnte das Feuer als gelöscht gemeldet werden. Die Maßnahmen an der Einsatzstelle zogen sich bis 7:30 Uhr hin, die Arbeiten zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft mit dem Putzen der Ausrüstung und Schläuche endeten in Bächingen gegen 9:30 Uhr.

Presseberichte von BS-Aktuell, Donauzeitung und Heidenheimer Zeitung.

10.10.2018 – Brand in Wertstoffunternehmen

Kurz nach fünf Uhr wurde die Bächinger Feuerwehr an diesem Mittwoch zu dem Brand einer losen Schüttung von diversen Abfällen in einer Lagerhalle nachalarmiert, die zu einem ansässigen Wertstoffunternehmen gehörte. Die Einsatzstelle wurde mit beiden vollbesetzten Fahrzeugen inklusive des Mehrzweckanhängers angefahren. Die Feuerwehren Sontheim und Bergenweiler waren zusammen mit der Drehleiter aus Giengen bereits im Einsatz, um ein Übergreifen des Brandes auf ein nahegelegenes Holzlager zu verhindern. Nachdem diese Gefahr gebannt war, wurde das brennende Material mittels Greifbagger und Radladern aus der Halle und auf einen Ablageplatz gebracht, auf welchem es dann von den Bächinger Atemschutztrupps vollends abgelöscht wurde. Im Einsatzverlauf wurde zwecks Atemluftversorgung der Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz der Feuerwehr Heidenheim sowie der ABC-Erkunder der Feuerwehr Dillingen zur Schadstoffmessung in den anliegenden Wohngebieten beiderseits der Landesgrenze hinzugezogen. Die Messungen nach den bei einem solchen Brand zu erwartenden Schadstoffen lieferten keine bedenklichen Konzentrationen. Das Hauptgeschehen war gegen 8:30 Uhr beendet und die Feuerwehren packten zusammen. Nachdem Fahrzeug und Gerät gereinigt und wieder einsatzbereit gemacht waren, endete der Einsatz gegen 10 Uhr.

Das Einsatzgeschehen fand durch die anfangs geschalteten Radiodurchsagen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, überregionale Aufmerksamkeit. Einige Presseberichte:

23.09.2018 – Baum auf der Medlinger Straße

Durch den starken Wind an diesem Abend hatte der Wurzelstock eines größeren Busches an der Medlinger Straße nachgegeben und war mit zwei etwa 15 cm starken Ästen auf  die Fahrbahn gekippt. Diese war zu etwa 3/4 ihrer Breite dadurch versperrt. Die Meldung ging beim Kommandanten privat ein. Das Verkehrshindernis wurde kurzerhand von einer kleinen Mannschaft mit der Motorsäge entfernt.

17.08.2018 – Lange Ölspur durch Bächingen und Sontheim

Ein Fahrzeug der Gemeinde Bächingen hatte gegen 13 Uhr einen unbemerkten Verlust von Hydrauliköl und zog während der ganzen Fahrstrecke durch Bächingen und Sontheim eine kilometerlange Ölspur. In Rücksprache mit der Polizei wurde angesichts der Länge der Spur eine Fachfirma mit der Beseitigung beauftragt. Die Reinigung erfolgte zwischen 15 und 16 Uhr. Die Feuerwehren der beiden Gemeinden sorgten während dieser Arbeiten für die Absicherung der langsam wandernden Arbeitsstelle.

09.08.2018 – Entfernung eines Wespennestes

Entfernung eines größeren, schlecht zugänglichen Wespennestes im Dachspitz, aus dem heraus gegen die Bewohner „Angriffe geflogen“ worden waren.

08.08.2018 – Schwerer VU, Motorrad gegen Traktor

Am Mittwoch gegen 16:10 Uhr ereignete sich südwestlich Bächingen in einer fast rechtwinklig abknickenden Kurve auf der Günzburger Straße / Kreisstraße DLG 34 ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein Motorradfahrer, von Richtung Günzburg kommend, frontal in einen entgegenkommenden Traktor auf der Gegenspur hineinfuhr. Der Motorradfahrer wurde schwer verletzt. Die Bächinger Feuerwehr wurde gegen 16:53 Uhr hinzualarmiert, da die gefährlich in der Kurve liegende Unfallstelle zur Unfallaufnahme abgesichert werden mußte. Zudem bestand der Verdacht, daß Betriebsstoffe des Motorrades auslaufen könnten. Gegen 19 Uhr, nach dem Abtransport der Unfallfahrzeuge, war Einsatzende.

28.07.2018 – Absicherung eines Hochzeitszuges

Auch erfreuliche Ereignisse erfordern zuweilen Aufmerksamkeit und Hilfe der Feuerwehr, in diesem Fall ein Hochzeitszug mit Musikkapelle vom Amselweg über die Gundelfinger und Lindenstraße bis zur Kirche. Der Umzug mußte gegen den Verkehr auf diesen Straßen abgesichert werden. Das LF 8/6 fuhr als Sicherungsfahrzeug hinterher, voraus waren vier „Radmelder“ unterwegs, die einmündende Straßen rechtzeitig vor dem Hochzeitszug absperrten.

Es gab keine berichtenswerten Vorkommnisse, die Veranstaltung verlief wie geplant.

25.03.2018 – Kontrolle und Nachlöscharbeiten am Dachstuhlbrand

Kontrolle des Brandobjektes von der Nacht bei Tageslicht. Der Hackschnitzelhaufen in der Garage qualmte wieder und wurde mittels B-Rohr aus der Ferne bearbeitet, bis die qualmenden Stellen auf- und auseinandergerissen waren. Der Dachvorsprung vor dem Eingang zum Wohngebäude wurde von losen Dachziegeln befreit, um diese Unfallgefahr auszuschließen. Der wahrscheinliche Brandausbruchsbereich in der Garage blieb bis auf das erneute Einwässern der Hackschnitzel an den Rändern des Haufens unangetastet.

24.03.2018 – Dachstuhlbrand Sontheimer Straße

Um 21:40 Uhr am Samstag, 24.03.2018, alarmierte die Leitstelle Augsburg die Feuerwehren Bächingen, Obermedlingen und Gundelfingen zu einem offenen Dachstuhlbrand in der Sontheimer Straße in Bächingen. Mehrere Anrufer hatten den Brand bereits gemeldet und der Nachthimmel im Süden des Feuerwehrhauses war deutlich sichtbar rot gefärbt, so daß die Meldung sofort bestätigt werden konnte.
In rascher Folge trafen als erste Fahrzeuge ab 21:46 Uhr das Bächinger LF 8/6, das Obermedlinger LF 10/6, sowie HLF 20/16, DLK 23-12 und der ELW aus Gundelfingen an der Brandstelle ein. Weitere Fahrzeuge der drei Feuerwehren befanden sich auf Anfahrt. Über den gesamten Einsatzverlauf waren es 13 Stück, sowie zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug, welche glücklicherweise nicht benötigt wurden.

Lage beim Eintreffen
Es handelte sich um einen renovierten ehemaligen Bauernhof. Im ans Wohnhaus direkt angebauten Ökonomiegebäude waren zwei Garagen eingebaut. Dessen Dachstuhl befand sich bereits im Vollbrand, ebenso eine der beiden Garagen. Reifen der in den Garagen abgestellten Fahrzeuge zerknallten mehrfach. Zwischen Ökonomie- und Wohngebäude befand sich eine Brandwand in der zum Zeitpunkt der Erbauung üblichen, nicht vollständig geschlossenen Art. Das Feuer hatte diese Wand bereits überlaufen und sich beginnend an der Firstpfette auf das Wohnhaus übertragen. Grauer Rauch trat dort unter den Dachplatten hervor. Laut erster Auskunft befand sich niemand mehr im Haus. Es befinde sich ein Solarstromspeicher im Dachgeschoß.

Maßnahmen
Die größte drohende Gefahr war zuerst die der Ausbreitung, und zwar sowohl auf das Wohnhaus, als auch auf den nahe angrenzenden Nachbarhof im Westen. Entsprechend nahmen die Besatzungen der beiden Löschfahrzeuge von Bächingen und Medlingen beidseitig des Anwesens mit Strahlrohren Aufstellung, um dem Übergreifen entgegenzuwirken. Der erste Bächinger Atemschutztrupp ging ins Dachgeschoß des Gebäudes vor und erkundete dort die Lage. Die Maßnahmen am offenen Dachstuhl zeigten schnell Wirkung und dämmten den Brand ein.
Schwieriger stellte sich die Lage im Wohnhaus dar. Der Atemschutztrupp meldete, daß der Dachspitz im fraglichen Bereich von innen auf die Schnelle nicht zugänglich sei und auch nicht gut eingesehen werden könne. Diese Löscharbeiten mußten von außen über die Drehleiter geschehen, die gerade im Hof in Stellung gegangen war. Als Gefahr für die Drehleiter wurde die Freileitung der Stromversorgung erkannt und der zuständige Versorger zur Abschaltung angefordert. Die Besatzung der Drehleiter kümmerte sich zuerst um den Schutz der Brandwand und schlug das Feuer dort gezielt nieder. Eine weitere Drehleiter von der anderen Gebäudeseite wurde als hilfreich erachtet und aus Giengen a.d. Brenz über die Leitstelle Ostalb (Aalen) nachalarmiert. Nachdem die Freileitung spannungslos geschaltet war, konnten die beiden Drehleitern näher ans Dach heranfahren und gezielt gegen den Schwelbrand im noch geschlossenen Dachspitz des Wohnhauses vorgehen. Der Brand im Ökonomieteil wurde von außen bekämpft.
Um 0:32 Uhr meldete die Einsatzleitung das offene Feuer als gelöscht und daß nun noch einige Glutnester am Dach und das qualmende Hackschnitzellager in einer Garage auszuräumen waren. Die Giengener Drehleiter rückte gegen 1 Uhr von der Einsatzstelle ab.

Hartnäckige Glutnester
Die Glutnester am Dach flammten nach zunächst erfolgreich geglaubter Bekämpfung wieder auf. Sie erwiesen sich als derart hartnäckig und schlecht zugänglich, daß äußerst umfangreiche Arbeiten sowohl von außen über die Drehleitern, als auch von innen an der Dach- und Deckendämmung notwendig wurden. Die Decke mußte weitläufig geöffnet und die Dämmung entnommen werden, um den auf mehreren Metern  glimmenden Balken für Löschmaßnahmen zugänglich zu machen. Hierfür wurde auch noch aus dem Bauhof Gerüstmaterial zugeführt, um von innen an die hohen Decken im Dachgeschoß heranzukommen.

Gegen 1:33 Uhr wurde die Gundelfinger Feuerwehr zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen Gundelfingen und Lauingen alarmiert und verließ bis auf die Drehleiter beschleunigt den Brandort.

Die Drehleiter setzte in den Hof westlich des Brandobjektes um. Ihre Maschinisten leisteten in enger Bebauung teilweise Zentimeterarbeit, um einerseits die Stromleitung, andererseits eine Betonmauer und ein überstehendes Dach hängen bzw. stehen zu lassen und es der Korbbesatzung zu ermöglichen, die Dachplatten der fraglichen Bereiche zu entfernen. Die Arbeiten zogen sich noch bis 5 Uhr hin (abzüglich einer Stunde Zeitumstellung), dann rückten die Feuerwehren ein.

Gegen 5:30 Uhr war das Bächinger LF 8/6 wieder mit Schläuchen voll bestückt und verfügte noch notdürftig über zwei einsatzbereite Atemschutzgeräte. Für das TSF blieb nur eine Minimalausstattung an Schläuchen übrig, weil etwa 25 Stück aller Größen auf dem Boden der Fahrzeughalle abtropften und vor sich hin müffelten.

Für den bereits dämmernden Sonntag wurde eine Kontrolle des Brandortes bei Tageslicht angesetzt. Die Polizei wird in den folgenden Tagen die Ursachenerforschung aufnehmen. Das Feuer ging allem Anschein nach von einer der Garagen aus und verbreitete sich rasant im ganzen Dachstuhl.

Unsere Gedanken sind bei der geschädigten Familie und ihren Angehörigen. Wir wünschen Ihnen viel Kraft und alles Gute.

Wir bedanken uns bei allen eingesetzten Blaulichtorganisationen für die tatkräftige und fachkundige Unterstützung. Insbesondere den Drehleitermaschinisten gilt unsere Hochachtung, die in engsten räumlichen Gegebenheiten ihre schweren Geräte sicher bewegten.


14.03.2018 – Pkw-Unfall und -Brand auf der B 492 südlich Obermedlingen

Am Mittwoch gegen 19:23 Uhr wurden die Feuerwehren aus Obermedlingen und Bächingen zu einen Verkehrsunfall mit brennendem Pkw alarmiert. Bereits auf der Anfahrt unseres LF 8/6 war erkennbar, daß die Unfallstelle sich auf der B492 befand. Beteiligt waren zwei Fahrzeuge, wobei eines, ein BMW, bereits in Vollbrand stand und das andere, ein Audi, mit Frontaufprallschaden von der Straße abgekommen war. Beide Fahrer konnten ihre Unfallwagen glücklicherweise selbständig und nur mit geringen Verletzungen verlassen. Die Medlinger Feuerwehr hatte mittlerweile begonnen den brennenden Pkw unter Atemschutz und mit Schaum zu löschen. Das vom Bächinger Löschfahrzeug mitgeführte Wasser wurde dem Medlinger Löschfahrzeug eingespeist, um das verbrauchte zu ersetzen. Parallel dazu richteten die Feuerwehren eine Vollsperrung der Bundesstraße mit Umleitung um die Unfallstelle ein und bauten Beleuchtungsmaterial auf.

Das nachrückende Bächinger TSF mit Mehrzweckanhänger wurde nach Absprache mit dem Einsatzleiter zur Unterstützung der Verkehrsabsicherung eingesetzt. Der u.a. mit Beleuchtungs- und Absicherungsmaterial beladene Anhänger konnte hier besonders gewinnbringend eingesetzt werden. Warnleuchten und Leitkegel sorgten für eine geordnete Ausleitung, die lichtstarke Metalldampflampe sorgte dafür, daß die auf der Straße stehenden Sperrposten der Feuerwehren in der Dunkelheit gut sichtbar waren.

Nach Befragungen der Unfallfahrer seitens der Polizei stellte sich heraus, daß ein Reh die Bundesstraße überqueren wollte und trotz Brems- und Ausweichmanöver des vorausfahrenden BMW überfahren wurde. Der nachfolgende Audi konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, fuhr auf, wurde abgewiesen und kam von der Straße ab. Der BMW geriet durch den Heckaufprall in Brand, wahrscheinlich, weil dadurch die dortige Batterie gegen die Karosserie kurzgeschlossen wurde. Das Reh konnte zunächst nirgendwo rund um den Einsatzort gefunden werden. Erst nachdem der Abschleppdienst das völlig ausgebrannte Auto auf seinen LKW hievte kam es zum Vorschein, es befand sich unter dem Fahrzeug.

Etwa 3,5 Stunden später, nachdem die Straße durch die Feuerwehren und den Mitarbeiter des Straßenbauamtes gereinigt, die beiden Fahrzeuge abtransportiert und sämtliches Absperrmaterial eingesammelt worden war, konnte die Bundesstraße wieder für den Verkehr freigegeben werden. Der verbrannte Straßenbelag wird in den nächsten Wochen ausgetauscht werden müssen.

31.01.2018 – Ölspur Blumenweg / Seehofstraße

Von Anwohnern wurde der Feuerwehr gegen 11:30 Uhr telefonisch eine Ölspur im Blumenweg und in der Seehofstraße gemeldet. Offensichtlich war in der Nacht vom 30. auf den 31.01. etwa auf Höhe Hausnummer 4 im Blumenweg ein Ölschlauch o.ä. geplatzt, worauf sich der gesamte Inhalt auf etwa 120 m Länge im Blumenweg und in der Seehofstraße Richtung Ortsausgang entleerte. Die Spur war dort etwa 20 cm breit. Die Tröpfelspur Richtung Seehof konnte noch weit verfolgt werden, sie endete etwa in der Gegend des Lachbrunnens. Der Verursacher blieb unbekannt. Die Spur wurde von zwei Feuerwehrmännern mit Bindemittel abgestreut und soweit noch möglich aufgenommen.

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