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Logistik-Lkw

Während es bis in die neunziger Jahre noch verbreitet die klassische Aufteilung in wasserführende (Tanklöschfahrzeuge) und nicht wasserführende (Löschgruppen- und Tragkraftspritzenfahrzeuge) Löschfahrzeuge gab, ist ein eingebauter Wassertank bei einem heutigen Löschfahrzeug der Normalfall. Es beginnt beim TSF-W mit mindestens 500 l und führt über das LF 10/6 mit mindestens 600 l meist bis zum LF 20/16 mit mindestens 1600 l. Die schnelle Verfügbarkeit von Löschwasser für den ersten Schlag bei einem Brandeinsatz ist zweifellos ein Vorteil. Aber: wenn der Brand über die Größe eines Pkw hinausgeht, besonders bei Gebäudebränden, ist eine stabile Wasserversorgung aus Hydranten oder offenen Gewässern unverzichtbar. Und hier kommen die ins Spiel, die von den großen Löschfahrzeugkapitänen oft zu Unrecht etwas belächelt werden – die kleineren, älteren Tragkraftspritzen- aber auch die neueren Logistikfahrzeuge. Sie sind die „Rückraumwusler“, deren Rolle hier einmal betrachtet werden soll.

Meist stehen sie nicht an prominenter Stelle an vorderster Front, sondern eher etwas im Hintergrund, sorgen für den Aufbau von Wasserentnahmestellen, Versorgungsleitungen, Verstärkerpumpen; sie bauen Beleuchtung auf, errichten wirksame Verkehrsabsperrungen, bringen Kraftstoff für Mann und Maschine, kurz, sie wuseln im Rückraum eines Einsatzes herum und sorgen dafür, daß vorne der Betrieb weiterlaufen kann. Die Erleichterung für die Besatzung eines Löschfahrzeugs, wenn sie ein tüchtiger „Wusler“ unterstützt, ist beachtlich, denn in der ersten Zeit prasseln weit mehr Aufgaben auf die Besatzung des ersten Löschfahrzeugs ein, als sie auf Anhieb bewältigen kann. Bestimmte Dinge müssen liegenbleiben, weil andere im Moment Vorrang haben.

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TSF mit MZA

Wir selbst sind in der glücklichen Lage, einen eigenen Rückraumwusler zu haben, unser TSF mit Anhänger. Es übernimmt eben solche oben genannten Aufgaben und sorgt, mit einer patenten Mannschaft besetzt, für eine spürbare Entlastung des Erstfahrzeugs. Als Beispiel möge hier ein Brandeinsatz in einem Gebäude dienen. Besonders wenn Atemschutztrupps zum Einsatz kommen, kann mit Unterstützung eines zweiten kleinen Fahrzeugs schneller wirksam eingegriffen werden. In einen verrauchten Bereich darf der Atemschutztrupp nämlich nur dann vorgehen, wenn die ständige Wasserabgabe für den Notfall gesichert ist. Mit einem 600 l fassenden Löschwassertank ist das praktisch nicht zu machen, da über 100 l nicht nutzbaren Wassers schon allein in den Schläuchen liegen. Eine zeitgleich aufgebaute Wasserentnahme des Zweitfahrzeugs und die Zuleitung zur Einsatzstelle helfen, den Zeitverzug bis zum Beginn der Einsatzmaßnahmen möglichst klein zu halten.

Der Rückraumwusler hat es somit in der Hand, einen Einsatz zu beschleunigen, oder, wenn er nicht auf Zack ist, ihn zu verzögern. Es hängt viel mehr von ihm ab, als man auf den ersten Blick denken könnte. Auch, wer kein Wasser oder modernste technische Beladung auf dem Fahrzeug hat, kann entscheidend zum Einsatzerfolg beitragen. Wenn ein guter Wusler fehlt, merkt man das sofort.

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