Heute ist der „Europäische Aktionstag der Notrufnummer 112“.

Wer Hilfe braucht, ruft im Regelfall die 112. Aber was verbirgt sich hinter dieser Nummer? Die meisten wissen, dass man hiermit direkt zur Feuerwehr bzw. zum Rettungsdienst gelangt. Was aber laut einer europäischen Statistik nur 17 Prozent in Deutschland wissen:
Die Notrufnummer 112 ist in ganz Europa rund um die Uhr gebührenfrei aus allen Telefonnetzen erreichbar. Ob aus dem Festnetz oder mobil.

Deshalb gibt es seit nun mehreren Jahren gibt es in ganz Europa diesen Aktionstag am 11. Februar, also am 11.2. Mit diesem Tag soll allgemein die Telefonnummer 112 bekannt gemacht werden. Hier erreicht man rund um die Uhr und in ganz Europa einen kompetenten und meist auch Englisch sprechenden Ansprechpartner, der im Normalfall eine schnelle und effektive Hilfe vermittelt.

Bei uns in Bayern erreicht man bei der Wahl der 112 eine von 26 sogenannten „Integrierten Leitstellen (ILS)“. Diese koordinieren in ihrem Leitstellenbereich die Feuerwehr- und Rettungseinsätze. Ausnahmen gibt es bei Grenzgebieten wie bei uns in Bächingen. Hier ist für die bayerische Seite die ILS in Augsburg zuständig. Wählt man aber aus dem Festnetz die 112, landet man in der württembergischen ILS, da wir an das württembergische Telefonnetz angeschlossen sind. Mobil hängt es davon ab, an welchem Sendemast sich das Mobiltelefon einwählt. Sehen kann man dies allerdings nicht. Aber kein Grund zur Panik. Auch die Helfer in Aalen (ILS Ostwürttemberg) sind kompetent und freundlich. Sie werden Ihnen ebenso helfen und/oder sie an die zuständige ILS in Augsburg weiterleiten.

Wann sollte ich die 112 wählen

Vorrangig gilt die 112 für Brände, Unfälle mit Verletzten und lebensbedrohliche medizinische Notfälle. Neben der 112 gibt es, aber nur in Deutschland, noch die Notrufnummer 110. Hier erreichen Sie die nächstgelegene Einsatzzentrale der Polizei. Wer nun in der Aufregung die Nummer verwechselt, hat keine Probleme zu befürchten. Die Polizei und die ILS können ihre eingehenden Notrufe auf die jeweils andere Dienststelle weiterleiten. Für nicht lebensbedrohliche medizinische Notfälle gilt bundesweit noch die Nummer 116117. Hier erreicht man den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Die „alte“ Rettungsdienst-Nummer 19222 gibt es zwar noch einige Zeit, allerdings landet dieser Anruf auch bei der ILS. Nach einer Übergangszeit wird diese nur noch für Organisationen von Krankentransporten verwendet und wird in der ILS er nach den 112-Notrufen behandelt.

Was passiert, wenn ich aus Versehen die 112 wähle

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei warnen vor dem strafrechtlichen Missbrauch der 112, denn bei „Spaß-Anrufen“ kann möglicherweise ein Wirklicher Einsatz oder Notfall nur verzögert bearbeitet werden und womöglich Menschenleben kosten. Deshalb ist es seit ein paar Jahren nicht mehr möglich, mit einem Mobiltelefon OHNE SIM-Karte einen Notruf abzusetzen. Im Übrigen erkennt die ILS auch sogenannte „unterdrückte“ Anrufer, bei der die eigene Nummer nicht übermittelt wird, um so auch den Anrufer ermitteln zu können, sollte er plötzlich nicht mehr sprechen können.
Wähle sie nun versehentlich den Notruf, raten wir: Nicht einfach auflegen! Denn so wird vom Disponent ein Notfall angenommen und ein Notfalleinsatz eingeleitet. Hier gilt: einfach dran bleiben und sich beim Disponenten erklären und/oder entschuldigen. Es gibt nichts zu befürchten!

Wir hoffen, dass Sie diese Nummer nicht brauchen werden und wünschen einen schönen Tag.

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