Vor einigen Tagen erschien in der Augsburger Allgemeinen und ihren Lokalteilen der ganzseitige Artikel „Weißes Gift – PFC-Rückstände stellen Gemeinden vor Probleme„. Es ging dabei um Schaumlöschmittel der Feuerwehr, deren Rückstände zu einer anhaltenden chemischen Belastung des Bodens führten. Diese Problematik betrifft großteils Flugplatzgelände, im Artikel besonders erwähnt, die ehemaligen Militärflugplätze auf dem Lechfeld und an der Donau. Was hat es nun damit auf sich? Sind alle Schaumlöschmittel umweltgefährlich?

Der Knackpunkt: per- und polyfluorierte Chemikalien.
Es gibt eine Vielzahl an Schaumlöschmitteln für die verschiedensten Anwendungen. Die am weitesten verbreitete Art ist (noch) das synthetische Mehrbereichsschaummittel, wie auch wir es verwenden (bzw. meistens spazierenfahren). Besondere Einsatzzwecke erfordern aber besondere Löschmittel. Für Brände großer Mengen von Flüssigkeiten, wie in Raffinerien und eben auch auf Flugplätzen, wurden jahrzehntelang AFFF- / A3F-Schaummittel eingesetzt. Ausgeschrieben ergibt die englische Abkürzung „aqueous film forming foam“, es handelt sich somit um einen wasserfilmbildenden Schaum. Dieser Wasserfilm eilt dem Schaum auf der Oberfläche des brennenden Stoffs voraus und verhindert dadurch den Sauerstoffzutritt. Diese Eigenschaft führt zu einer besonders guten Löschwirkung bei großen Flüssigkeitsbränden. Um diese zu erreichen, wurden in der Vergangenheit flourierte Chemikalien beigesetzt, insbesondere die seit 2006 verbotene Perfluoroctansulfonsäure (PFOS), die in der Natur nicht abgebaut werden können, wie man heute weiß. Besonders dort, wo diese Schäume oft eingesetzt wurden – auch übungshalber – finden sich deshalb hohe Konzentrationen dieser Stoffe.

Die meisten Schaumlöschmittel kamen bisher und kommen auch heute noch ohne flourierte Bestandteile aus. Sie sind mittlerweile sogar vollständig biologisch abbaubar. Die wenigsten Freiwilligen Feuerwehren benötigen wirklich AFFF-Schaumlöschmittel. Auch bei uns ging vor einigen Jahren seitens eines Wasserversorgers eine Anfrage ein, ob wir in der Vergangenheit solche Schaumlöschmittel verwendet haben, was natürlich nicht der Fall war.

Seite des Bay. Landesamts für Umwelt zum Thema.

Am Samstag gegen 13:07 Uhr wurden die Feuerwehren Ober- und Untermedlingen, Gundelfingen und Bächingen zu einem ausgelösten Brandalarm nach Obermedlingen gerufen. Nach längerer Suche stellte sich die Situation als wahrscheinliche Fehlfunktion der Anlage heraus.

Der Gemeinderat hat die neue Kostensatzung für die Inanspruchnahme der Feuerwehr Bächingen beschlossen, die am 01.08.2020 in Kraft trat und somit die vorherige von 2001 ersetzte. Sie ist zu finden bei unseren Downloads / Rechtsthemen.

Kostensatzung vom 01.08.2020.

Nein, die Bahnlinie Sontheim – Bächingen – Gundelfingen [guck hier und hier] wurde nicht wiedereröffnet und wer da schnauft, ist demnach keine Dampflok. Es sind die Bächinger Atemschutzgeräteträger. Was soll das denn, ist denen langweilig? Nein, ganz sicher nicht. Sie leisten ihre jährlich vorgeschriebene Belastungsübung ab, die normalerweise in der Atemschutzübungsanlage Dillingen durchgeführt wird. Das ist wegen den derzeitigen Anti-Corona-Maßnahmen nicht erlaubt, die Übung ist aber vorgeschrieben, um die Einsatzberechtigung der Atemschützer zu erhalten. Also drehen unsere Leute in der Morgenfrische des Hochsommers schwungvolle Fahrradrunden mit schwerem Atemschutz. Gut Schnauf!

Blick ins SuchgebietBereits am Freitag morgen hatte im Nachbarort eine großangelegte Personensuche nach einem seit Donnerstag vermißten 30-Jährigen begonnen. Dabei war eine große Suchmannschaft zu Lande, zu Wasser und in der Luft unterwegs, auch in Bächingen. Die Hunde fanden abends zwei Endpunkte ihrer Fährten, einen auf Bächinger und einen auf Gundelfinger Flur. Am Samstag erging auf Anforderung der Polizei gegen 10:20 Uhr Alarm für die anliegenden Feuerwehren Bächingen und Gundelfingen sowie die DLRG Dillingen und die Drohnenflieger des BRK-Kreisverbandes Augsburg. Es ging nun insbesondere darum, die Umgebung der von den Hunden verwiesenen Endpunkte der Fährten intensiv abzusuchen. Gegen 14 Uhr waren schließlich sämtliche Suchgebiete mit negativem Ergebnis kontrolliert worden. 

Weitere Einzelheiten erfahren Sie bei unseren Einsätzen.

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