Am 13.03.2020 hat die Feuerwehrführung auf Empfehlung der Kreisbrandinspektion beschlossen, den Übungs- und Unterrichtsbetrieb von Feuerwehr und Jugendfeuerwehr bis auf Widerruf auszusetzen. Geplante Termine finden vorerst nicht statt. Einsätze werden selbstverständlich weiterhin abgearbeitet. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Verbreitung des Virus‘ einzudämmen und die Feuerwehr als gemeindliche Einrichtung der Gefahrenabwehr einsatzfähig zu halten.

Allgemeine Informationen
Den Stamm der Coronaviren gibt es schon länger. Die aktuell auftretende Infektion entstand aber aus einer neuen Variante, daher rührt der Name „neuartiges Coronavirus“. Soweit man weiß, trat diese Krankheit erstmals im November oder Dezember 2019 in China auf. Problematisch hat sich die verhältnismäßig lange Inkubationszeit von bis zu zwei Wochen erwiesen, in der Patienten ansteckend sein können, aber selbst noch keine Symptome zeigen. Von China aus konnte sich das Virus so zunächst unbemerkt über den internationalen Reiseverkehr, insbesondere den Flugverkehr, auf praktisch alle Kontinente ausbreiten.

Krankheitsverlauf und Versorgungsproblematik
Soweit bisher bekannt, verläuft die Krankheit bei etwa 80 % der Infizierten eher mild, teilweise sogar so wenig ausgeprägt, daß sie unter den immer im Frühjahr umlaufenden grippalen Infekten gar nicht als solche bemerkt wird. Die 20 % schwereren Krankheitsverläufe können hingegen Maßnahmen von Bettruhe über die Notwendigkeit der externen Beatmung bis zur wochenlangen intensivmedizinischen Versorgung erfordern. Problematisch ist hier das wellenartige Auftreten der Patienten, das die vorhandenen medizinischen Einrichtungen regelrecht überschwemmen kann. Aus diesem Grund wurden nun Maßnahmen mit dem Ziel beschlossen, die Ausbreitung zu bremsen, um diese Wellen abzumildern.

Empfehlungen – Hände waschen!
Die Empfehlungen des Robert Koch Instituts, des Bundesfeuerwehrarztes, der Kreisfeuerwehrärztin und der Kreisbrandinspektion werden unten angehängt. Besonders zu empfehlen ist regelmäßiges, gründliches Händewaschen. Die teilweise beobachtete Hysterie um Desinfektionsmittel ist ein zweischneidiges Schwert und kann zu einer Scheinsicherheit führen. Nicht alle Desinfektionsmittel wirken ausreichend gegen Viren, sie entfetten aber bei häufiger Anwendung die Haut und erleichtern so das Eindringen des Erregers über die Haut. Bei häufigem Händewaschen und besonders bei häufigem Desinfizieren sollte nach dem Abtrocknen eine rückfettende Hautcreme angewendet werden, um die natürliche Schutzfunktion der Haut zu erhalten.

Weiterführende Informationen

.

Am 13.03.2020 fanden zwei voneinander unabhängige Rettungseinsätze in Bächingen statt, zu denen auch die Feuerwehr alarmiert wurde.

Einsatz 2/2020, Alarmzeit 12:28 Uhr
Neben dem Rettungsdienst wurden auch die Bächinger und Obermedlinger Feuerwehr mit dem Stichwort „Kreislaufstillstand / Reanimation“ zu einem Einsatz in Bächingen alarmiert. Rettungsdienstlich ausgebildete Bächinger Feuerwehrleute begaben sich schnellstmöglich per Privat-Pkw an die Einsatzstelle und führten die bereits von Verwandten eingeleiteten lebenserhaltenden Maßnahmen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes fort. Der Patient konnte erfolgreich wiederbelebt werden und wurde zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus Günzburg verbracht.

Einsatz 3/2020, Alarmzeit 19:35 Uhr
Bei der zweiten Alarmierung an diesem Freitag handelte es um eine eilige Tragehilfe. Der im Moment nicht gehfähige Patient wurde aus seiner mißlichen Situation befreit und mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert.

Wir haben uns vor einiger Zeit an dieser Stelle mit der baulichen Ausführung und ggf. den Mängeln von Brandwänden befaßt und kamen zum Ergebnis, daß viele als Brandwand bezeichneten Wände die Vorgaben überhaupt nicht erfüllen; insbesondere, wenn diese nicht über Dach geführt sind.

In der Ausgabe 4/2019 greift auch die Zeitschrift „Schadenprisma“ der öffentlichen Versicherer das Thema auf, nachdem man dort festgestellt hat, daß vermehrt Brandwände vom Feuer überlaufen werden. Bemängelt wird darin die verbreitete Praxis, Brandwände unter Dach enden zu lassen und Hohlräume mit Mineralwolle auszustopfen. Leider ist Mineralwolle nicht dauerhaft formbeständig, sie verformt sich schon ohne Brandeinwirkung über die Jahre und schrumpft erst recht unter genügender Hitzeeinwirkung rasch zusammen. Der Weg für die Ausbreitung eines Feuers ist damit frei. Insbesondere bei Gewerbebauten, die noch nicht der Industriebaurichtlinie unterliegen, ereignen sich derartige Schadensausweitungen über Brandabschnitte hinweg, während dies bei über Dach geführten Brandwänden wirksam verhindert wird.

Weiterführende Literatur

 

Bild v.l.n.r.: KBI Tratzmiller, 1. Vors. Bunk, Kdt. Moosdiele, neuer 1. Vors. Schaufelberger, Carmen Rommel, KBM Kleiber, Ralf Lindenmayer, neue 2. Vors. Nusser, Bgm. Grandel.

Bild v.l.n.r.: KBI Tratzmiller, 1. Vors. Bunk, Kdt. Moosdiele, neuer 1. Vors. Schaufelberger, Carmen Rommel, KBM Kleiber, Ralf Lindenmayer, neue 2. Vors. Nusser, Bgm. Grandel.

(lk) Zur 36. Generalversammlung des Feuerwehrvereins und der Freiwilligen Feuerwehr Bächingen konnte der 1. Vorsitzende Tobias Bunk neben Bürgermeister Roland Grandel viele aktive Feuerwehrfrauen und –männer, sowie die Jugendfeuerwehr begrüßen.

In seinem Bericht über das Vereinsjahr 2019 ließ er die zurückliegenden Ereignisse, besonders den Tag der offenen Tür im Rahmen der groß angelegten Aktionswoche des Feuerwehrverbandes im September, gedanklich Revue passieren. Für 25 Jahre fördernde Mitgliedschaft im Feuerwehrverein konnte Vorsitzender Tobias Bunk Carmen Rommel sowie Walter Unseld gratulieren.

Zur aktiven Wehr berichtete Kommandant Michael Moosdiele über die sechs Einsätze des vergangenen Jahres. Neben Personalstärke und der Tagesalarmierbarkeit waren auch verschiedene Übungen und Lehrgänge vor Ort, im Landkreis und auf der Feuerwehrschule Thema seines Berichtes. Diesen Beitrag weiterlesen »

Gleich in der Neujahrsnacht um 0:12 Uhr rief der Alarm die Feuerwehrleute in den Blumenweg, wo eine Hecke Feuer gefangen hatte. Die Anwohner konnten das Feuer mit eigenen Mitteln weitestgehend ablöschen. Seitens der Feuerwehr waren einige kleinere Nachlöscharbeiten im losen, dürren Pflanzenmaterial zu erledigen.