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Am 22.07.2010 gegen 18:11 Uhr ging Sirenenalarm für die Feuerwehr Bächingen ein. Gemeldet wurde ein Verkehrsunfall “Motorrad gegen Hindernis” in der Einhößstraße in Bächingen. Näheres war nicht bekannt. Wir rückten mit zwei vollbesetzten Fahrzeugen zum Einsatz aus. Am Unfallort stellte sich die Lage dann gleich etwas entspannter dar. Der gestürzte Mopedfahrer war ansprechbar und ruhig. Wir sperrten die Einhößstraße beidseitig für den Verkehr und hielten die enge Straße für den Rettungsdienst frei. Nach der Unfallaufnahme durch die Polizei rückten wir wieder ins Gerätehaus ein. Näheres zu diesem Einsatz finden Sie hier: VU Moped.

In diesem Zusammenhang möchte ich einmal für eine ausreichende Schutzkleidung beim Moped- und Motorradfahren werben. Ich bin selber auch schon in kurzer Hose und im T-Shirt Motorrad gefahren. Glaubt mir: des is nix. Das Verletzungsrisiko ist im Falle eines Sturzes zu hoch (eigene Erfahrung des Verfassers).

Ausgebrannter Pkw

Nur eine kurze Pause zum Ausruhen ließ der zweite Einsatz den Feuerwehren Obermedlingen und Bächingen am Samstag. Gegen 19:15 Uhr wurde die FFW Obermedlingen zu einem brennenden Pkw alarmiert. Die FFW Bächingen wurde nachgefordert, weil anfangs noch nicht klar war, ob das mitgeführte Löschwasser ausreichte. Es stellte sich heraus, daß es reichte, und so übernahmen wir die Verkehrsabsperrung der Bergstraße und die Ausleuchtung der Einsatzstelle zur Unfallaufnahme durch die Polizei. Gegen 21:30 Uhr war Einsatzende. Einen ausführlichen Bericht finden Sie bei unseren Einsätzen, den Presseartikel bei der Donauzeitung.

Verunfallter Pkw

Verunfallter Pkw

Die heutige komplexe Fahrzeugtechnik macht die Personenrettung aus Unfallfahrzeugen mitunter schwierig. Hier ein Seitenaufprallschutz, der das Entfernen der Türe unmöglich macht, da ein unsichtbar eingebautes pyrotechnisches Gurtstraffersystem, das einem bei Beschädigung um die Ohren fliegen kann. Niemand kann die konstruktiven Eigenheiten aller Fahrzeuge auf unseren Straßen kennen.
Eine Rettungskarte kann Ihr Leben retten, wenn sie von Ihnen im Fahrzeug mitgeführt wird. In ihr sind die bevorzugten Stellen der Karosserie eingezeichnet, an denen die Feuerwehr ansetzen kann damit die Befreiung der eingeklemmten Personen schnellstmöglich von Statten geht.

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u14_vu_519:30 Uhr in Bächingen. Es regnet, die Fahrbahnoberfläche spiegelt im Scheinwerferlicht der Autos. Eine Fahrradfahrerin ist auf der Umgehung aus Sontheimer Richtung unterwegs. Sie trägt eine schwarze Regenjacke. Eine Autofahrerin nähert sich aus der selben Richtung und sieht das Fahrrad zu spät. Trotz des sofort eingeleiteten Ausweichmanövers kommt es zur Berührung, die Fahrradfahrerin wird vom Fahrrad in den Graben geworfen, wo sie bewußtlos liegenbleibt. Die Autofahrerin kommt beim Ausweichen ebenfalls von der Straße ab und rutscht 15 m weiter in den Graben. Durch den Aufprall und die auslösenden Airbags ist die Fahrerin ziemlich benommen.

“Alarm für die Feuerwehr Bächingen, VU, Pkw im Graben. Umgehung Bächingen zwischen Kreisel und Seehofstraße” kommt die Nachricht über Funk, der Auftakt zu einer kleinen aber gemeinen Einsatzübung. Beide Einsatzfahrzeuge fahren vollbesetzt die Unfallstelle an. Die Straße wird abgesperrt, die Gruppenführer sondieren die Lage. Eine Person im Pkw eingeschlossen, nicht eingeklemmt. Sie ist benommen aber ansprechbar, als der Angriffstrupp mit Verbandmaterial ins Auto kommt. Die Platzwunde am Kopf wird verbunden. Draußen wird zunächst der Brandschutz sichergestellt und für Licht gesorgt. Bisher hat niemand die Fahrradfahrerin im Graben entdeckt, obwohl das verbeulte Fahrrad herumliegt. Dann murmelt die Autofahrerin etwas von “wo ist denn der Fahrradfahrer?”. Daraufhin wird sofort die Einsatzstelle großräumig abgesucht und die Fahrradfahrerin im Graben gefunden. Der Rettungsdienst hat einen Hubschrauber für die Fahrradfahrerin angefordert, hört man von der Leitstelle. Ein weiterer Auftrag folgt sogleich: Landeplatz erkunden und ausleuchten. Da das Beleuchtungsmaterial aber schon im Einsatz ist, wird eine weitere Feuerwehr nachalarmiert. Zur ersten Ausleuchtung wird das TSF mit den Fahrzeugscheinwerfern abgestellt. Neben der naheliegenden Biogasanlage gibt es genügend Platz. Ein Traktor mit Licht hilft bei der Beleuchtung. Schließlich ist der gedachte Übungshubschrauber gelandet und die Verletzten versorgt – Übungsende für 20 regennasse Feuerwehrleute.

Nach der Ankunft im Gerätehaus gab es eine Übungsnachbesprechung, bei der alle positiven und negativen Punkte der Übung besprochen wurden. So gibt es bei jeder Einsatzübung – speziell wenn man ins kalte Wasser geworfen wird – etwas zu lernen.