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Um kurz nach 20 Uhr ging beim Kommandanten telefonisch die Mitteilung ein, dass ein sehr großer Ast den Fahrradweg an der Brenz blockiere und eine Gefährdung für Radler und Fußgänger darstelle. Nach der ersten Begehung der “Unfallstelle” war gleich klar, hier können wir heute nichts mehr großes leisten. Der besagte Ast misst ca. 20cm Durchmesser und blockierte auf ca. 3-4m Höhe den gesamten Radweg, was eigentlich unproblematisch war. Das Problem war, dass der Ast halb abgerissen in ca. 5-7m Höhe unter mechanischer Spannung am Baum hing. Nach Rücksprache mit dem Bürgermeister, dem Gundelfinger Kommandant und dem Gundelfinger Bauhof hatten wir beschlossen, dass der Ast am Sonntagabend ca. 21 Uhr, nicht mehr entfernt werden kann. Hier muß ein Forstarbeiter mit dem entsprechenden Gerät ran.
Somit sperrten wir den Radweg von Bächinger Seite, der Bauhof Gundelfingen aus seiner Richtung. Entfernt werden soll der Ast dann bei Tageslicht am nächsten Morgen. Gegen 22 Uhr konnten wir den Einsatz wieder beenden.
Berichtstext zum Einsatz
Bei den letzten Wetterkapriolen kam es wieder zu zahlreichen Unwettereinsätzen der Feuerwehren, unter anderem mußten auch unzählige Keller ausgepumpt werden. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, daß nicht alle Feuerwehreinsätze kostenlos sind, ja genauer gesagt, kostenlos sind eigentlich die wenigsten. Dieses Thema haben auch die Zeitungen in letzter Zeit aufgegriffen, wie man z.B. hier: Keller voll Wasser oder auch da: Blaulicht und Rechnung lesen kann.
Im Bayerischen Feuerwehgesetz, Art. 28 können Sie nachlesen, welche Einsätze kostenpflichtig sind. Zahlungspflichtig ist immer derjenige, der entweder die Gefahr verschuldet hat, die zum Einsatz führte, oder der im weitesten Sinne durch den Feuerwehreinsatz begünstigt wurde. Zwei Beispiele zur Verdeutlichung:
- Der vollgelaufene Keller ist zunächst das alleinige Problem des Hausbesitzers. Es liegt in seinem Verantwortungsbereich, das Wasser entweder erst garnicht hereinzulassen oder es eben wieder hinauszubefördern. Ruft er die Feuerwehr zur Unterstützung, so ist dieser Einsatz für ihn kostenpflichtig, da die Feuerwehr nur zu seinen Gunsten tätig wird. Kommen dringendere Einsätze dazwischen, werden diese bevorzugt bearbeitet.
Anders hingegen sieht es aus, wenn das Wasser z.B. die Heizöltanks aufschwemmt und die Freisetzung von Öl droht. Dieser Einsatz ist nicht kostenpflichtig, da eine Gefahr für die Allgemeinheit abgewendet werden muß, was eine grundsätzliche Aufgabe der Feuerwehr ist. - Diesen Beitrag weiterlesen »
Allerhand Sonderausrüstung führen die für Verkehrsunfälle ausgerüsteten Feuerwehrfahrzeuge mit sich: Hydraulische Rettungsschere, Spreizer und Zylinder, Hebekissen, Unterbaumaterial… Die Vielfalt an Ausrüstung speziell für diese Einsatzart mag bei vielen kleinen Feuerwehren die Frage aufwerfen, was man denn selbst überhaupt machen könne, ohne über diese Ausrüstung zu verfügen. Und hier liegt der Denkfehler. Auch eine kleine Feuerwehr hat Verbandmaterial zur Erstversorgung, Geräteschaften zur Verkehrsabsicherung und auch Unterbaumaterial in Form von z.B. Schläuchen und Schlauchbrücken. Sichern gegen Umkippen kann ebenfalls mit einfachen Mitteln geschehen, man nehme einen Zurrgurt und Steckleiterteile.
Möglichkeiten, die Einsatzstelle für die anfahrende Feuerwehr mit Rettungssatz so herzurichten, daß diese unverzüglich mit der Personenrettung beginnen kann, gibt es viele. Man muß sie nur kennen. Es ist wie bei der Personenrettung aus Höhen und Tiefen; auch kleinere Feuerwehren können ohne besondere Zusatzausstattung wirkungsvolle Erstmaßnahmen ergreifen. Zu diesem Zweck hatten wir ein schrottreifes Auto besorgt, das in mehreren Übungen für FF und JF herhalten sollte.
Morgens gegen 4 Uhr wurde die Feuerwehr Bächingen zu einem Einsatz “Wasser im Keller” alarmiert. Bei der Ankunft an der Einsatzstelle im Schwalbenweg hatten die Bewohner das Wasser bereits größtenteils selbst abgepumpt. Das Wasser drückte aber weiterhin aus den Abläufen im Keller heraus, weil es sich irgendwo staute.
Die Ursache wurde dann in einem Kontrollschacht auf dem Gelände entdeckt, wo aus einem unbekannten Grund Kies und Sand den Ablauf des Schmelzwassers verhinderten. Nach dem Entfernen einiger Kübel Kies lief das aufgestaute Wasser ab. Den Bewohnern wurde empfohlen, später am Tag eine Kanalreinigungsfirma hinzuzuziehen, um das restliche Material absaugen zu lassen.
Kurz vor 11 Uhr rief die Sirene die Bächinger Feuerwehrleute zum zehnten Einsatz dieses Jahres. Es ging in die Ringstraße, wo der Besitzer einer Industriehalle eine Umweltverschmutzung durch seinen ehemaligen Pächter entdeckt hatte. Die Verschmutzungen waren augenscheinlich schon älter, weswegen von Feuerwehrseite keine Sofortmaßnahmen mehr zu ergreifen waren. Wasserwirtschaftsamt und Landratsamt wurden hinzugezogen, ebenso ermittelt die Polizei in dem Fall. Näheres finden Sie bei unseren Einsätzen.




