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Der alte Handfeuermelder am RathausIm Zuge des aktuellen Rathausumbaus wurde der letzte verbliebene Handfeuermelder abgebaut. Es gibt nun in Bächingen keine Möglichkeit mehr, Sirenen per öffentlichem Druckknopfmelder auszulösen. Um diesen Schritt verstehen zu können, blicken wir in die Technikgeschichte der Alarmierung zurück.

Zum Zeitpunkt des Einbaus der Sirene Anfang der sechziger Jahre wurde diese nur über die Handauslösung in Funktion gesetzt. Man entdeckte ein Feuer im Ortsgebiet, drückte den Knopf und die elektromechanische Sirenensteuerung schaltete den Elektromotor der Sirene in vorbestimmten Intervallen ein und aus. Die Feuerwehrleute in Hörweite nahmen den Alarm wahr und eilten ins Feuerwehrhaus, wo der Mitteiler seine Feuermeldung mündlich an sie weitergab.

Ab der Mitte der siebziger Jahre verbreitete sich in den Landkreisen die Funkalarmierung, d.h. Funkempfänger an den Sirenensteuerungen empfangen einen ausgesendeten Alarm und lösen die Sirenenalarmierung aus. Diese Funkalarmierung erfolgte im ländlichen Bayern über Jahrzehnte durch die örtlichen Polizeidirektionen, bei denen ein telefonischer Notruf einging. Die Feuerwehren erfuhren dann über Funk den Grund des Alarms. Diesen Beitrag weiterlesen »

Um 10 Uhr am Dienstag alarmierte die Leistelle Augsburg die Feuerwehren Ober- und Untermedlingen sowie Bächingen zu einer unklaren Rauchentwicklung aus einem Waldstück nördlich der Bundesstraße B 16, Abzweigung zur B 492 Medlingen. Durch das „Zielgebiet“ verläuft die Gemarkungsgrenze Medlingen / Gundelfingen. Bei der Anfahrt der Feuerwehren und der Polizeistreife stand allerdings die gemeldete Rauchsäule nicht mehr am Himmel, so daß die Einsatzstelle zunächst gesucht werden mußte. Auf dem Gelände eines bewaldeten Privatanwesens wurde schließlich ein größerer, bereits weitgehend heruntergebrannter Holzhaufen entdeckt.

Weitere Einzelheiten finden Sie bei unseren Einsätzen.

In den letzten Wochen kam es zum Brand einer ins Dach integrierten Solarthermieanlage im Landkreis. Wie die zuständige Kriminalpolizei Dillingen verlautete, war der Brand am späten Nachmittag von der Anlage ausgegangen und hatte auf die Dachkonstruktion übergegriffen. Dieser Fall reiht sich damit in eine immer länger werdende Liste von Bränden gleicher Art ein, die erst in den letzten Jahren vermehrt auftreten. Als Gemeinsamkeiten in den Schadensfällen finden sich meist:

  • eine Indachanlage in Holzrahmenkonstruktion,
  • Ausbruch war am Nachmittag eines sonnigen Tages,
  • es wurde wenig Warmwasser abgenommen, z.B. weil die Bewohner verreist waren,
  • daher war der Pufferspeicher komplett aufgeladen.

Wie sind diese Schäden zu erklären? Damit man das Problem begreifen kann, muß man die Grundlagen der Funktion der Anlage kennen. Im Gegensatz zu Photovoltaikanlagen, die aus Sonnenlicht elektrischen Strom gewinnen, erzeugt die Solarthermieanlage aus Sonnenlicht Warmwasser. Grob vereinfacht wird Wasser in Rohren durch einen schwarzen Kasten gepumpt, durch dessen Glasfläche die Sonne einstrahlt und das Wasser erhitzt. Weil die Anlagen meistens dann Warmwasser liefern, wenn es nur wenig gebraucht wird, ist ein Pufferspeicher unverzichtbarer Bestandteil der Installation. Über einen Wärmetauscher gibt das von der Sonne erhitzte Wasser seine Wärme an das Wasser im Pufferspeicher ab, das dadurch immer weiter erhitzt wird. Diesen Beitrag weiterlesen »

Die Feuerwehr wird an Einsätzen immer wieder mit der Polizei zu tun haben, ist es doch deren Aufgabe, den Unfallhergang bzw. die Brandursache aufzuklären. Dazu ist eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen notwendig, bei der es hilft, wenn man sich gegenseitig kennt und ein bißchen weiß, wie der jeweils andere arbeitet.

Innenhof der ehem. KaserneAm Samstag, 18.06.2016, besuchten die Jugendfeuerwehren Bächingen und Peterswörth die Polizeiinspektion Dillingen und konnten einmal hinter die Kulissen blicken. Wo wir gerade bei Kulissen sind, die können sich sehen lassen. Das „Heim“ der PI Dillingen ist nämlich eine ehemalige Reiterkaserne, die in den letzten Jahren grundlegend renoviert wurde. Auf dem ehemaligen Appellplatz stehen heute die Einsatzfahrzeuge, deren Motoren mehr Pferde haben als die ganze ehemalige Kavallerieabteilung. Der Innenhof im früheren Offiziersquartier ist ein mit Bäumen beschatteter Garten, in dem die Vögel zwitschern und man vom Straßenlärm kaum mehr was mitbekommt. Diesen Beitrag weiterlesen »

TBS ÜberlastungWie die Stuttgarter Zeitung in ihrem Artikel „Knoten in der Leitung“ vom 16. Mai 2016 berichtet, rumort es unter den Hilfsorganisationen in Baden-Württemberg, insbesondere im Grenzgebiet zu Bayern. Der Kommandant der FFW Giengen a.d. Brenz führt die Problematik der Ländergrenzen überschreitenden Funkverbindung an, denn „die Bayern haben schon Digitalfunk„. Seitdem verstünden sich die Feuerwehren dies- und jenseits der Landesgrenze nicht mehr. Ja, solche Probleme gab es auch schon, beispielsweise an diesem gemeinsamen Großeinsatz, wo einige Feuerwehren (entgegen der damals gültigen Vorgabe) bereits digital an der Einsatzstelle funkten. Um solcherlei zu vermeiden, sollen im Landkreis Dillingen die grenznahen Feuerwehren pro Fahrzeug mindestens zwei analoge Handfunkgeräte mitführen. Überörtlich eingeplante und Führungsfahrzeuge werden ihre analoge Funkausrüstung weiterhin behalten, um auch als Schnittstelle in beiden Welten fungieren zu können. Feuerwehren weiter im Landkreisinneren, die nur „Bayern“ um sich herum haben, bauten teilweise ihre analoge Funktechnik schon aus den Fahrzeugen aus, wir an der Grenze behalten sie dagegen komplett.

Situation im Ländle
Antennenanlage einer BasisstationIn Baden-Württemberg steht das digitale Funknetz bereits seit Jahren flächendeckend zur Verfügung, früher als in Bayern. Seither erfreuen sich die Landespolizei und einige Bundeseinrichtungen quasi als Alleinnutzer seiner ungeteilten Kapazitäten und die restlichen Hilfsorganisationen schauen mit dem Ofenrohr ins Gebirge, bzw. in den Schwarzwald. Diesen Beitrag weiterlesen »