Artikel-Schlagworte: „Notruf“
Eine im wahrsten Sinne des Wortes coole Winterübung fand am Morgen des 04.02.2012 an einem Gebäude der Bächinger Grundschule statt. Die Umgebungstemperaturen lagen um die -15°C, aber es war trocken und die Sonne scheinte. Ziel war es dabei, Erfahrungen auch bei Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt zu sammeln, denn es brennt ja schließlich nicht nur im Sommer. Nachdem am vergangenen Montag absehbar war, daß die Woche gutes kaltes Winterwetter bringen würde, bereiteten wir so heimlich wie es uns möglich war eine heiß-kalte Einsatzübung vor.
Ausgangslage
Als Ausgangslage für die Übung wurde angenommen, daß zwei Arbeiter auf dem Flachdach des Gebäudes einen zugefrorenen Ablauf mit dem Gasbrenner auftauen wollten. Bei dieser Tätigkeit gab es ein Mißgeschick, bei dem der Gasschlauch ab- und die Dachisolierung anbrannte. Einer der Arbeiter stürzte vor Schreck unglücklich und konnte sich nicht selbständig aus dem Gefahrenbereich begeben. Sein Kollege eilte zum nächsten Telefon, wählte den Notruf 112 und bat um Hilfe.
Ein Nachbar sah in einem Raum unter der brennenden Dachfläche eine starke Verrauchung und wollte, hilfsbereit wie er war, mit einem Feuerlöscher von unten gegen den Dachdurchbrand vorgehen. Nachdem er im Rauch verschwunden war, hörte man nichts mehr von ihm. Diesen Beitrag weiterlesen »
Eine Person kippt um – keine Atmung mehr, Kreislaufstillstand. Der Notrufer schildert der Leitstelle die Situation. Der Disponent legt sofort einen Nofalleinsatz an, Stichwort “Laufende Reanimation” und löst die Alarmierung aus. Im betreffenden Ort wird die Feuerwehr über Sirene oder Meldempfänger alarmiert. Was soll das denn, muß die Feuerwehr jetzt auch noch Rettungsdienstarbeit machen oder hat sich da jemand bei der Alarmierungsplanung vertippt?
Weder noch. Das Retten von Leben ist bekanntlich auch die vornehmste Aufgabe der Feuerwehren; dabei muß es schließlich nicht immer brennen oder um ein am Baum kaltverformtes Auto gehen. Die Alarmierung der örtlichen Feuerwehr erfolgt nur bei zwei Stichwörtern, das eine ist die genannte Reanimation, das andere “spritzende Blutung”, und auch nur dann, wenn der Einsatz der Feuerwehr einen Zeitvorteil gegenüber dem nächsten Rettungsdienstfahrzeug verspricht. Denn bei diesen beiden Notfällen sinkt mit jeder Minute ohne Versorgung die Überlebenswahrscheinlichkeit des Patienten rapide, bis sie nach spätestens 10-13 Minuten bei 0 % angekommen ist. Ob nun der Rettungsdienst, die Helfer der Feuerwehr oder eine Privatperson mit der Wiederbelebung beginnen oder einen Druckverband anlegen, ist unwesentlich. Dem Patienten muß so schnell wie möglich geholfen werden, egal durch wen, jede Minute zählt. Folgerichtig schreibt die Alarmierungsbekanntmachung auch vor, daß das nächste geeignete Rettungsmittel – das kann eben auch die Feuerwehr sein – einzusetzen ist.
Das bedeutet für uns als Feuerwehr, daß bei einem solchen Fall das Erstfahrzeug mit den ersten zwei bis drei eintreffenden Leuten besetzt, und unverzüglich, ohne auf weitere zu warten, die Einsatzstelle angefahren wird.
Eine Person kippt um - keine Atmung mehr, Kreislaufstillstand. Der Notrufer schildert der Leitstelle die Situation. Der Disponent legt sofort einen Nofalleinsatz an, Stichwort "Laufende Reanimation" und löst die Alarmierung aus. In dem betreffenden Ort wird die Feuerwehr über Sirene oder Meldempfänger alarmiert. Was soll das denn, muß die Feuerwehr jetzt auch noch Rettungsdienstarbeit machen oder hat sich da jemand veralarmiert? Eine Person kippt um - keine Atmung mehr, Kreislaufstillstand. Der Notrufer schildert der Leitstelle die Situation. Der Disponent legt sofort einen Nofalleinsatz an, Stichwort "Laufende Reanimation" und löst die Alarmierung aus. In dem betreffenden Ort wird die Feuerwehr über Sirene oder Meldempfänger alarmiert. Was soll das denn, muß die Feuerwehr jetzt auch noch Rettungsdienstarbeit machen oder hat sich da jemand veralarmiert?
Tage, die irgendwelchen Dingen gewidmet sind, gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Da gibt es Tage, die dem Meer, der Ziviljustiz, der Parke, der Logopädie, der Patientenrechte, des dreibeinigen Goldhamsters usw. usf. gewidmet sind.
Zweifellos alles unheimlich wichtige und erinnernswerte Sachen. Am 11. Februar 2011 aber ist einmal ein wirklich sinnvoller Erinnerungstag, und zwar der “Europäische Tag des Notrufs 112″. Denn bei Umfragen wußte die Mehrheit der Befragten nicht, daß man mit dem Notruf 112 europaweit bei der nächsten Einsatzzentrale herauskommt. Knapp 3/4 der Bürger kennen den Notruf demnach überhaupt nicht!
Grund genug, die Werbetrommel für den europaweiten Notruf weiterhin mit Nachdruck zu rühren. Die 112 kann im Notfall Leben retten, es kann nicht sein, daß diese Nummer unbekannt bleibt.
Flugblatt zum Notruf auf Schwäbisch
Europäische Kommission: Information Notruf 112
Presseveröffentlichung zum Notruf
Lernspiel für Kinder zum Notruf 112
Notruf in Bächingen: Merkblatt
Artikel zum Brandschutz auf unserer Internetseite
Vor einiger Zeit wurde uns ein trauriges Beispiel für einen schiefgegangenen Notruf bekannt:
Eines Tages brach in der Küche von Frau B. ein Feuer aus. Da sie es nicht mehr selbständig löschen konnte, rief sie verzweifelt bei Ihrem Enkel, Herrn F., an. Der Inhalt des Telefonats lautete in etwa „Bua, bei mir brennts!“. Dann legte sie auf.
Herr F. hatte jetzt ein Problem. Da Frau B. ihren Namen nicht genannt und er zwei Großmütter im gleichen Ort hatte, wußte er nicht wo es brennt. Beide wohnten etwas außerhalb. Er setzte sich in sein Auto und fuhr schnellstens zu Frau M., seiner zweiten Großmutter. Als er dort angekommen war und keinen Brand vorfand, sah er am gegenüberliegenden Ende des Ortes eine Rauchsäule aufsteigen. Es brannte also tatsächlich bei seiner anderen Großmutter, Frau B.! Nun wählte er den Notruf 112 und alarmierte die Feuerwehr.
Beim Eintreffen der Feuerwehr an der Einsatzstelle befand sich das Erdgeschoß des Hauses bereits in Vollbrand. Frau B. wurde im Zuge der Löschmaßnahmen leblos in einem kleinen Zimmer entdeckt. Alle Wiederbelebungsversuche verliefen erfolglos.
Wenn es bei Ihnen brennt oder ein medizinischer Notfall vorliegt, verschwenden Sie keine Zeit und rufen Sie diese Nummer an:
112
Diese Punkte sollte der Notruf enthalten:
- Wer ruft an?
- Was ist passiert?
- Wo ist es passiert?
- Wieviele Verletzte / Betroffene?
- Warten auf Rückfragen, nicht auflegen!
Merken Sie sich vor allem den letzten Punkt: Nicht auflegen, bevor es die Leitstelle tut! Der Disponent fragt sie gezielt nach den genannten Punkten ab, damit die richtige Hilfe schnellstmöglich bei Ihnen ankommt.
Die Versicherer haben im Rahmen ihrer Präventionsarbeit ein Spiel für Kinder bis etwa 10 Jahre entwickelt, welches das Erkennen von Notsituationen und das richtige Verhalten beim Notruf 112 einüben soll.
Zitat Hersteller:
“Mit dem interaktiven Online-Spiel lernen Kinder, Notfallsituationen richtig einzuschätzen, den Kontakt zur Feuerwehr herzustellen und ruhig auf die Anweisungen zu reagieren. Bei diesen verantwortungsvollen Aufgaben helfen die bereits bekannten und beliebten “Ampelinis - Drei für Sicherheit”. Die Kinder haben damit die Möglichkeit, in vertrauter Umgebung mit Freunden und den Eltern am Computer spielerisch den Ernstfall zu proben.”
Zu erreichen ist das Spiel (das auch der Kommandant bereits gespielt hat – auch wenn er etwas älter als 10 Jahre ist) hier: www.ampelini.de/112/ oder über unsere Links.



