Artikel-Schlagworte: „LF 8/6“

Das Brandobjekt der vorangehenden Nacht wurde bei Tageslicht noch einmal kontrolliert. Der Hackschnitzelhaufen in der Garage qualmte wieder und wurde mittels B-Rohr aus der Ferne bearbeitet, bis die qualmenden Stellen auf- und auseinandergerissen waren. Der Dachvorsprung vor dem Eingang zum Wohngebäude wurde von losen Dachziegeln befreit, um diese Unfallgefahr auszuschließen. Der wahrscheinliche Brandausbruchsbereich in der Garage blieb bis auf das erneute Einwässern der Hackschnitzel an den Rändern des Haufens unangetastet.

Nach den Erfahrungen beim Großbrand vor einem Jahr werden nun einige Erkenntnisse daraus umgesetzt. Eine davon ist es, daß die fahrzeugeigene Heizung unseres Löschgruppenfahrzeuges nicht in der Lage ist, die Kabine ausreichend zu beheizen. Diese Heizung ist ursprünglich nämlich für eine zwei- oder dreisitzige Kabine gedacht und nicht für den dreifachen Rauminhalt, wie ihn die Doppelkabine eines Löschfahrzeugs aufweist. Bei diversen Wintereinsätzen der letzten Jahre bibberte die Besatzung teilweise mehrere Stunden ohne genügende Aufwärmmöglichkeit. Aus diesem Grund geht das LF 8/6 am 22.01.2018 in die Werkstatt und erhält eine umgangssprachlich sog. „Standheizung“, genauer eine Luftheizung, die im Grunde einen mit Kraftstoff betriebenen Heizlüfter darstellt, welcher direkt die Kabinenluft beheizt. Wir rechnen bis Mittwoch oder Donnerstag mit der Rückkehr an den Standort.

Da hängt einer im HangLeicht überrascht war der Kommandant, als am Montag eine Einladung des THW Heidenheim zu einer größeren Einsatzübung bei ihm einging, die am Samstag stattfinden sollte. Die mitgeteilte Übungsannahme versprach eine interessante und fordernde Aufgabe in unbekanntem und teilweis schwierigem Gelände zu werden, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Eine sofortige Umfrage bei den Feuerwehrleuten brachte sieben Teilnehmer, so daß unser LF 8/6 für diese Übung zugesagt werden konnte.

Um 17 Uhr trafen sich alle beteiligten Einheiten auf dem Gelände des THW-Ortsverbandes Heidenheim in den Seewiesen. Dort lief bereits die Feldüche des Verpflegungszuges und versorgte alle Helfer vorab mit Getränken und frischer Grillware. Als die Alarmierung einging, rückten die Einsatzfahrzeuge des THW, der Feuerwehren Heidenheim und Bächingen, der Höhlenrettung und der Rettungshundestaffel als Kolonne Richtung Schadensort, dem Bolheimer Steinbruch, aus. Teilweise leicht verdutzte Passanten betrachteten die Vorbeifahrt der vielen Einsatzfahrzeuge mit Sondersignal. Am Einsatzort eingetroffen, brannte ein Holzhaufen in der einzigen Zufahrt des Steinbruchs, der zuerst gelöscht und geräumt werden mußte. Das erledigten die Bächinger Feuerwehrleute mit „schaufelkräftiger“ Unterstützung der THW-Helfer. Nachdem der Weg frei war, wurden Erkundungstrupps in das unübersichtliche Gelände entstandt, nach deren Nachforschungen zum Schadensereignis bald mit zehn Verletzten bzw. Vermißten zu rechnen war. Diesen Beitrag weiterlesen »

17E06-BR-Heuhaufen_06Gegen 11:15 Uhr ging beim Stv. Kdt. die Mitteilung ein, daß die im Januar auf den Flächen um das Brandobjekt abgelagerten Heuhaufen wieder brennen würden. Eine Überprüfung durch die Kommandanten bestätigte diese Meldung. Die starke weiße Rauchentwicklung zog in westliche Richtungen ab. Weil es so nicht bleiben konnte, wurde die Leitstelle informiert, daß nach dem Mittagessen eine kleine Besatzung die Brandbekämpfung übernehmen werde. Weiterhin informiert wurde der Kdt. der FFW Obermedlingen, falls ein zweites wasserführendes Fahrzeug benötigt würde. Eine kleine Mannschaft dort war deshalb mittags abrufbar, wurde aber letztendlich nicht benötigt. Der Betreiber des Hofs wurde mit einem Traktor mit Frontlader hinzugebeten, um den Haufen umzubetten.
Um 13 Uhr fuhr das LF 8/6 hinaus und unternahm mit einem D-Rohr und Seifenkartusche das Ablöschen der von Traktor und Misthaken freigelegten Glutnester. Der Tankinhalt konnte mit dem kleinen Strahlrohr sehr effektiv und sparsam eingesetzt werden.

Einige Bilder des Einsatzes finden Sie hier: Brand Heuhaufen.

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Logistik-Lkw

Während es bis in die neunziger Jahre noch verbreitet die klassische Aufteilung in wasserführende (Tanklöschfahrzeuge) und nicht wasserführende (Löschgruppen- und Tragkraftspritzenfahrzeuge) Löschfahrzeuge gab, ist ein eingebauter Wassertank bei einem heutigen Löschfahrzeug der Normalfall. Es beginnt beim TSF-W mit mindestens 500 l und führt über das LF 10/6 mit mindestens 600 l meist bis zum LF 20/16 mit mindestens 1600 l. Die schnelle Verfügbarkeit von Löschwasser für den ersten Schlag bei einem Brandeinsatz ist zweifellos ein Vorteil. Aber: wenn der Brand über die Größe eines Pkw hinausgeht, besonders bei Gebäudebränden, ist eine stabile Wasserversorgung aus Hydranten oder offenen Gewässern unverzichtbar. Und hier kommen die ins Spiel, die von den großen Löschfahrzeugkapitänen oft zu Unrecht etwas belächelt werden – die kleineren, älteren Tragkraftspritzen- aber auch die neueren Logistikfahrzeuge. Sie sind die „Rückraumwusler“, deren Rolle hier einmal betrachtet werden soll. Diesen Beitrag weiterlesen »

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