Artikel-Schlagworte: „Leitstelle“
Die Integrierten Leitstellen Bayerns machen Landkreisgrenzen irrelevant – Hilfe kommt immer dort her, wo sie am schnellsten zu holen ist. Das gilt überall in Bayern, sogar mit Österreich funktioniert die gegenseitige Hilfeleistung problemlos, wie man in der Lehrleitstelle Geretsried erfahren konnte. Werden österreichische Einheiten zu einem Einsatz in Deutschland gerufen, schalten sie vor dem Grenzübergang Sondersignal ein, und die Schranke geht hoch. Auf der Rückfahrt bleibt die Schranke erst mal zu – die Grenzer möchten ja auch wissen, was los war
Schnelle Hilfe ist die beste Hilfe. Das ist doch ein schöner Beweis für die europäische Zusammenarbeit. Also alles Friede, Freude, Eierkuchen? Mitnichten. Denn das, was zwischen Bayern und Österreich funktioniert, klappt bei uns mit Baden-Württemberg nicht. Und das ist immerhin ein deutsches Bundesland. Wie kann das sein? Was dahintersteckt, wissen wir auch nicht ganz genau. Fakt ist, daß unsere württembergischen Nachbarfeuerwehren bei der Alarmplanung für die ILS Augsburg damals gar nicht mehr vorgesehen waren. Vorher wurde bei den größten Alarmstufen immer auch unsere Nachbarfeuerwehr Sontheim mit alarmiert. Auf Nachfrage, warum das nicht mehr so sein sollte, hieß es, es komme dafür ja Hilfe aus angrenzenden bayerischen Landkreisen. Wer sich aber mal die Lage Bächingens auf der Landeskarte anschaut, stellt fest, daß andere bayerische Landkreise ganz schön weit weg sind. Wir sind das Ende der bayerischen Welt. Diesen Beitrag weiterlesen »
Am Freitag, 25.11.2011 wird die neue Leitstelle Donau-Iller (Standort Krumbach) offiziell eingeweiht. Vorab gab es aber anscheinend kürzlich einigen Wirbel um einen Zimmerbrand, wie dieser Zeitungsartikel darlegt. Gleich vorweg: die Leitstelle alarmiert genau das, was die vom Landkreis ausgearbeitete Planung für den gemeldeten Fall vorsieht. Auch bei uns gab es zum Betriebsbeginn der Leitstelle Augsburg ähnliche Fälle, wo sehr umfangreich alarmiert wurde. Zwischenzeitlich hat sich das eingespielt, was sicherlich auch im Bereich Donau-Iller geschehen wird. Also immer ruhig bleiben.
Wie im Artikel richtig dargestellt, werden nicht mehr wie früher Feuerwehren, sondern gezielt Einsatzmittel alarmiert – Personal, Wasser, Atemschutzgeräte, Sondergerät. Bei kleinen Feuerwehren mit z.B. nur einem Löschfahrzeug fällt das nicht sonderlich ins Gewicht, bei Alarm wird ausgerückt. Von einer großen Feuerwehr sollte aber nur das ausrücken, was auch laut Planung alarmiert wurde. Das kann sogar ein einzelnes Gerät sein, wie etwa die Wärmebildkamera. Diese muß natürlich mit einem Fahrzeug und einer Besatzung an die Einsatzstelle gebracht werden, aber das Ausrücken mehrerer Fahrzeuge ist in diesem Fall nicht gefordert. In diesem Zusammenhang müssen auch die Alarmierungskreise der größeren Feuerwehren darauf abgestimmt werden, damit die Alarmierung angepaßt erfolgen kann. Diesen Beitrag weiterlesen »
Manche Dinge sind für uns so normal, daß wir kaum je einen Gedanken daran verschwenden. Eine ständig verfügbare und zuverlässige Stromversorgung gehört in diese Kategorie. Was verbinden Sie mit dem Stichwort Stromausfall? Auch in Bächingen gab es das in den letzten Jahren immer wieder einmal. Ein Teil des Orts ist für einige Stunden dunkel. Zwar eine lästige Sache, allerdings nicht weiter tragisch. Aber einen so richtig langen und großflächigen Stromausfall gab es bei uns, soweit ich zurückdenken kann, nicht. Sie erinnern sich aber sicherlich noch an den Winter 2005, als im Münsterland für sieben Tage großflächig der Strom ausfiel, u.a. deshalb, weil Hochspannungsleitungen (mechanisch) zusammengebrochen waren. Betrachten wir doch einmal die Auswirkungen bei einer solchen Lage, speziell auch auf die Hilfsorganisationen.
Auswirkungen auf den einzelnen Haushalt
- Zunächst Akkubetrieb, schließlich Ausfall medizinischer Geräte bei pflegebedürftigen Personen.
- Ausfall von Wasser- und Abwasserversorgung.
- Ausfall der Zentralheizung.
- Kühlschrank und Gefriertruhe tauen auf, fast alle Elektrogeräte nutzlos.
- Ausfall netzbetriebener Rundfunkgeräte.
- Ausfall aller modernen Telefone und Telefonanlagen, die eine externe Stromversorgung benötigen.
Auswirkungen auf das öffentliche Leben Diesen Beitrag weiterlesen »
Eine Person kippt um – keine Atmung mehr, Kreislaufstillstand. Der Notrufer schildert der Leitstelle die Situation. Der Disponent legt sofort einen Nofalleinsatz an, Stichwort “Laufende Reanimation” und löst die Alarmierung aus. Im betreffenden Ort wird die Feuerwehr über Sirene oder Meldempfänger alarmiert. Was soll das denn, muß die Feuerwehr jetzt auch noch Rettungsdienstarbeit machen oder hat sich da jemand bei der Alarmierungsplanung vertippt?
Weder noch. Das Retten von Leben ist bekanntlich auch die vornehmste Aufgabe der Feuerwehren; dabei muß es schließlich nicht immer brennen oder um ein am Baum kaltverformtes Auto gehen. Die Alarmierung der örtlichen Feuerwehr erfolgt nur bei zwei Stichwörtern, das eine ist die genannte Reanimation, das andere “spritzende Blutung”, und auch nur dann, wenn der Einsatz der Feuerwehr einen Zeitvorteil gegenüber dem nächsten Rettungsdienstfahrzeug verspricht. Denn bei diesen beiden Notfällen sinkt mit jeder Minute ohne Versorgung die Überlebenswahrscheinlichkeit des Patienten rapide, bis sie nach spätestens 10-13 Minuten bei 0 % angekommen ist. Ob nun der Rettungsdienst, die Helfer der Feuerwehr oder eine Privatperson mit der Wiederbelebung beginnen oder einen Druckverband anlegen, ist unwesentlich. Dem Patienten muß so schnell wie möglich geholfen werden, egal durch wen, jede Minute zählt. Folgerichtig schreibt die Alarmierungsbekanntmachung auch vor, daß das nächste geeignete Rettungsmittel – das kann eben auch die Feuerwehr sein – einzusetzen ist.
Das bedeutet für uns als Feuerwehr, daß bei einem solchen Fall das Erstfahrzeug mit den ersten zwei bis drei eintreffenden Leuten besetzt, und unverzüglich, ohne auf weitere zu warten, die Einsatzstelle angefahren wird.
Eine Person kippt um - keine Atmung mehr, Kreislaufstillstand. Der Notrufer schildert der Leitstelle die Situation. Der Disponent legt sofort einen Nofalleinsatz an, Stichwort "Laufende Reanimation" und löst die Alarmierung aus. In dem betreffenden Ort wird die Feuerwehr über Sirene oder Meldempfänger alarmiert. Was soll das denn, muß die Feuerwehr jetzt auch noch Rettungsdienstarbeit machen oder hat sich da jemand veralarmiert? Eine Person kippt um - keine Atmung mehr, Kreislaufstillstand. Der Notrufer schildert der Leitstelle die Situation. Der Disponent legt sofort einen Nofalleinsatz an, Stichwort "Laufende Reanimation" und löst die Alarmierung aus. In dem betreffenden Ort wird die Feuerwehr über Sirene oder Meldempfänger alarmiert. Was soll das denn, muß die Feuerwehr jetzt auch noch Rettungsdienstarbeit machen oder hat sich da jemand veralarmiert?
Tage, die irgendwelchen Dingen gewidmet sind, gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Da gibt es Tage, die dem Meer, der Ziviljustiz, der Parke, der Logopädie, der Patientenrechte, des dreibeinigen Goldhamsters usw. usf. gewidmet sind.
Zweifellos alles unheimlich wichtige und erinnernswerte Sachen. Am 11. Februar 2011 aber ist einmal ein wirklich sinnvoller Erinnerungstag, und zwar der “Europäische Tag des Notrufs 112″. Denn bei Umfragen wußte die Mehrheit der Befragten nicht, daß man mit dem Notruf 112 europaweit bei der nächsten Einsatzzentrale herauskommt. Knapp 3/4 der Bürger kennen den Notruf demnach überhaupt nicht!
Grund genug, die Werbetrommel für den europaweiten Notruf weiterhin mit Nachdruck zu rühren. Die 112 kann im Notfall Leben retten, es kann nicht sein, daß diese Nummer unbekannt bleibt.
Flugblatt zum Notruf auf Schwäbisch
Europäische Kommission: Information Notruf 112
Presseveröffentlichung zum Notruf
Lernspiel für Kinder zum Notruf 112
Notruf in Bächingen: Merkblatt
Artikel zum Brandschutz auf unserer Internetseite



