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An drei Wochenenden im April fand bei stets herrlichem Wetter der diesjährige Truppmannlehrgang, die Grundausbildung der Feuerwehr, an den drei Standorten Medlingen, Haunsheim und Gundelfingen statt. 19 Teilnehmer wurden ausgebildet.
Das erste Wochenende stand ganz im Zeichen der Grundtätigkeiten. Der sichere Umgang mit Schläuchen, Leitern, Leinen und auch Handfeuerlöschern wurde geübt. Am zweiten Wochenende ging es darum, diese erlernten Fertigkeiten im Zusammenhang anzuwenden, um einen kompletten Löschangriff vom Hydranten oder vom offenen Gewässer aufzubauen. Das mittlerweile größte Einsatzgebiet der Feuerwehren wurde am letzten Wochenende beackert – die umfangreichen Tätigkeiten der Technischen Hilfeleistung (THL). An mehreren Stationen übten die angehenden Feuerwehrleute das Absichern und Ausleuchten von Unfallstellen, den Umgang mit hydraulischen Rettungsgeräten an verunfallten Fahrzeugen sowie die Verwendung von Kettensägen, Trennschleifern und Tauchpumpen.
Die schriftliche Prüfung meisterten alle Teilnehmer erfolgreich. Als gerade die praktische Prüfung in Form einer Einsatzübung beginnen sollte, kam ein Einsatz für die Feuerwehr Gundelfingen dazwischen, der für eine Unterbrechung von einer Stunde sorgte. In dieser Zeit konnten Fragen zur abgelegten schriftlichen Prüfung ausführlich geklärt werden. In der etwas verspäteten Abschlußübung waren alle Ausbildungsinhalte vertreten. In einer verrauchten Hütte wurde noch eine Person vermutet. Die angehenden Feuerwehrleute nahmen einen Löschangriff von verschiedenen Seiten vor, durchsuchten vom Hochdrucklüfter unterstützt das Gebäude und retteten die vermißte Person. Die Hilfe mit technischem Gerät kam überraschend in den Einsatz, als ein Schaulustiger (die Puppe Jonathan, ein erprobter und genügsamer Verletztendarsteller) von einem herabstürzenden Ast eingeklemmt wurde. Schnell war die Elektrokettensäge einsatzbereit gemacht, mit der der Ast getrennt und Jonathan somit befreit werden konnte.
Kreisbrandmeister Kleiber bedankte sich in seiner Zusammenfassung am Ende des Lehrgangs bei allen Teilnehmern für ihr Engagement in der Feuerwehr. Sein besonderer Dank ging außerdem an die Ausbilder, die an den drei Wochenenden nicht unwesentlich Zeit für die Weiterbildung ihrer zukünftigen Kameraden investierten.
Einige Eindrücke vom Lehrgang finden Sie hier: Ausbildung.
[Bild nicht gefunden]Für 10 Uhr an diesem praktischen Brückentag war eine Räumungsübung der Bächinger Grundschule angesetzt. Die Feuerwehrleute verteilten sich auf die vier Klassen und beobachteten aufmerksam den Ablauf der Räumung. Trotz der Ankündigung der Übung lagen die genaue Uhrzeit und der Ausbruchsort des gedachten Feuers solange im Dunkeln, bis es plötzlich in einem Klassenzimmer hieß: „Bei Euch brennt es!“. Auf das Räumungssignal hin verließen die Klassen geordnet das Gebäude und begaben sich zum Sammelplatz. Kurz darauf traf das LF 8/6 am Einsatzort ein. Als Zeitansatz für das Eintreffen des ersten Fahrzeugs wurden fünf Minuten nach Absetzen des Notrufes festgelegt, was eine gute aber noch realistische Zeit ist. Die Schulleiterin meldete nun dem Gruppenführer den genauen Brandort und daß alle Schüler vollzählig in Sicherheit waren. Nun fand noch die „Manöverkritik“ statt, in der die Übung nocheinmal besprochen wurde. Weiterhin hatten mehrere Mütter eine Brotzeit hergerichtet, das von uns dankend angenommen wurde. Bilder der Übung finden Sie hier.
Vom 14.11. bis 28.11. fand in Dillingen der Herbstlehrgang zum Atemschutzgeräteträger statt. Aus Bächingen nahmen zwei Feuerwehrmänner daran teil. Um Atemschutzgeräteträger werden zu können müssen die Feuerwehrleute mindestens 18 Jahre alt sein, die Grundausbildung mit Erfolg abgelegt haben und in einer arbeitsmedizinischen Untersuchung auf Tauglichkeit geprüft werden.
Der Dienst in der Atemschutztruppe ist anstrengend und verantwortungsvoll, aber auch interessant wie kaum eine andere Tätigkeit in der Feuerwehr. Atemschutzgeräteträger stehen meist „an vorderster Front“, sie kämpfen im brennenden Raum gegen die Flammen und retten Menschen in Not. Um einen guten Ausbildungsstand zu erreichen, sind für das Jahr 2009 mehrere Termine in Heißausbildungsanlagen geplant, wo der Rauch nicht aus Diskonebel besteht, sondern in denen ein echtes Feuer wütet.
Einige Bilder aus dem Lehrgang sind hier zu finden.
Eine Motorsäge hatte jeder der Teilnehmer schon mal in der Hand. Alle haben bereits damit gearbeitet, nicht wenige haben bereits Bäume gefällt, aber wie man es wirklich richtig und sicher macht lernten die sechs Feuerwehrleute erst von Forstwirtschaftsmeister Leonhard Kleinle (ganz rechts im Bild) im Rahmen eines zweitägigen Lehrganges. Am ersten Tag wurden die grundsätzlichen Vorschriften und Regelwerke vermittelt, sowie Gerätekunde und die Auswahl der richtigen Schutzausrüstung. Auch die vielen Möglichkeiten, einen Baum zu fällen wurden zunächst theoretisch an der Tafel gezeigt. Am zweiten Tag ging es in den Wald beim Pfannentalhaus. Dort bekamen die Lehrgangsteilnehmer zunächst die richtige Vorgehensweise vorgeführt. Anschließend wurden einige Bäume umgelegt, unter anderem auch ein ganz morscher, der wohl irgendwann auf den Parkplatz des Pfannentalhauses umgefallen wäre. Die am Ende erhaltenen Zeugnisse berechtigen den Inhaber, selbst mit der Motorsäge im Wald sein zugewiesenes Holz zu machen. Im Feuerwehrdienst gilt dieser Kurs als Grundvoraussetzung, um mit der Motorsäge im Einsatz arbeiten zu dürfen.






