Artikel-Schlagworte: „Jugend“

EinweisungAm Samstag, 25.06.2011, zeigten unsere Jugendfeuerwehrleute bei einer Einsatzübung, was sie in den bisherigen Übungen gelernt hatten. Ausgangslage war der Brand eines landwirtschaftlichen Gerätes in seiner Maschinenhalle im eng bebauten Ortsgebiet. Nach dem Eintreffen verschafften sich die beiden Gruppenführer zunächst einen Überblick und entschieden dann über das Vorgehen. Da der Verbleib einer Person ungeklärt war, mußte schnellstmöglich ein Atemschutztrupp in die Halle vorgehen.

Die Arbeiten mußten nun Hand in Hand gehen, um einen schnellstmöglichen Einsatzablauf zu erreichen. Während ein Trupp die Straße beidseitig sperrte, baute die Besatzung des LF 8/6 die Wasserversorgung für den Atemschutzeinsatz auf. Die TSF-Besatzung erhielt den Auftrag, von der Nordseite auf beide Dachflächen einen Löschangriff vorzutragen, weil das gedachte Feuer an einer Stelle gerade durchbrach. Zwischenzeitlich hatte der Atemschutztrupp die vermißte Person entdeckt und ins Freie gebracht. Bald schon war der erste Löscherfolg sichtbar, dank der guten und schnellen Arbeit der jungen Feuerwehrleute konnte auch die Halle größtenteils gerettet werden. Zum Schluß kamen auch die Unterrichtseinheiten über Leitern und Leinen noch zu Ehren, als für eine überhitzte Gasflasche ein provisorischer Behälter zur Kühlung aufzubauen war. Bilder der Übung finden Sie hier: Ausbildung.

Insgesamt gesehen eine schöne kleine Einsatzübung, die von unseren jungen Feuerwehrleuten gut gemeistert wurde. Eine fundierte Ausbildung bereits in der Jugendfeuerwehr ist wichtig, denn der örtliche Brandschutz liegt zukünftig in deren Händen.

Heute ist der Artikel zum Truppmannlehrgang 2011 in der Donauzeitung erschienen. Seit der Umgestaltung des Internetauftrittes zum Jahresbeginn sucht man solche Artikel dort leider vergeblich und in der Druckausgabe ist der Inhalt doch sehr zusammengestrichen. Daher gibt es ihn hier im Original zum Ausdrucken und überm Bett aufhängen ;-)

Artikel Truppmannlehrgang 2011

FeuerlöscherAn drei Wochenenden im April fand bei stets herrlichem Wetter der diesjährige Truppmannlehrgang, die Grundausbildung der Feuerwehr, an den drei Standorten Medlingen, Haunsheim und Gundelfingen statt. 19 Teilnehmer wurden ausgebildet.

Das erste Wochenende stand ganz im Zeichen der Grundtätigkeiten. Der sichere Umgang mit Schläuchen, Leitern, Leinen und auch Handfeuerlöschern wurde geübt. Am zweiten Wochenende ging es darum, diese erlernten Fertigkeiten im Zusammenhang anzuwenden, um einen kompletten Löschangriff vom Hydranten oder vom offenen Gewässer aufzubauen. Das mittlerweile größte Einsatzgebiet der Feuerwehren wurde am letzten Wochenende beackert – die umfangreichen Tätigkeiten der Technischen Hilfeleistung (THL). An mehreren Stationen übten die angehenden Feuerwehrleute das Absichern und Ausleuchten von Unfallstellen, den Umgang mit hydraulischen Rettungsgeräten an verunfallten Fahrzeugen sowie die Verwendung von Kettensägen, Trennschleifern und Tauchpumpen.

Die fünf Teilnehmer der Bächinger Feuerwehr.

Die fünf Teilnehmer der Bächinger Feuerwehr.

Die schriftliche Prüfung meisterten alle Teilnehmer erfolgreich. Als gerade die praktische Prüfung in Form einer Einsatzübung beginnen sollte, kam ein Einsatz für die Feuerwehr Gundelfingen dazwischen, der für eine Unterbrechung von einer Stunde sorgte. In dieser Zeit konnten Fragen zur abgelegten schriftlichen Prüfung ausführlich geklärt werden. In der etwas verspäteten Abschlußübung waren alle Ausbildungsinhalte vertreten. In einer verrauchten Hütte wurde noch eine Person vermutet. Die angehenden Feuerwehrleute nahmen einen Löschangriff von verschiedenen Seiten vor, durchsuchten vom Hochdrucklüfter unterstützt das Gebäude und retteten die vermißte Person. Die Hilfe mit technischem Gerät kam überraschend in den Einsatz, als ein Schaulustiger (die Puppe Jonathan, ein erprobter und genügsamer Verletztendarsteller) von einem herabstürzenden Ast eingeklemmt wurde. Schnell war die Elektrokettensäge einsatzbereit gemacht, mit der der Ast getrennt und Jonathan somit befreit werden konnte.

Kreisbrandmeister Kleiber bedankte sich in seiner Zusammenfassung am Ende des Lehrgangs bei allen Teilnehmern für ihr Engagement in der Feuerwehr. Sein besonderer Dank ging außerdem an die Ausbilder, die an den drei Wochenenden nicht unwesentlich Zeit für die Weiterbildung ihrer zukünftigen Kameraden investierten.

Einige Eindrücke vom Lehrgang finden Sie hier: Ausbildung.

Jeder kennt sie, die Bekleidung der Jugendfeuerwehr, denn sie ist bundesweit einheitlich: eine blaue Hose und eine blaue Jacke mit orangem Schulterbereich. Komplettiert wird die persönliche Schutzausrüstung der JF durch die üblichen feuerwehrtauglichen Sicherheitsstiefel, einen Jugendhelm und Arbeitshandschuhe. Diese Standardausstattung wird auch bei uns seit Gründung der Jugendfeuerwehr 2004 verwendet.

Allerdings: die Ausrüstung ist nur für gutes Wetter gedacht. Bei Hose und Jacke handelt es sich um einen leichten, einlagigen Baumwollstoff, wie er auch für handelsübliche Arbeitskleidung verwendet wird. Das bedeutet, die Teile sind weder wind- noch wasserabweisend, und im Winter warmhalten können sie auch nicht. Aus diesem Grund wird aus der sonst eigentlich einheitlich gekleideten Jugendfeuerwehr eine im wahrsten Sinne des Wortes bunte Truppe, wenn ein Termin bei schlechterem oder einfach etwas kühlerem Wetter ansteht. Dann nämlich werden die Privatkittel angezogen.

2010 beschlossen wir deshalb, für unsere Jugend Allwetterjacken anzuschaffen. Die Feuerwehrausrüster bieten dafür verschiedene Varianten einer vom Erscheinungsbild bundesweit einheitlichen Funktionsjacke an, den Jugendfeuerwehr-Parka. Er ist mit einer Nässesperre ausgestattet, die zuverlässig gegen Regen und Wind schützt, aber den Feuchtigkeitstransport von innen nach außen nicht beeinträchtigt. Außerdem gibt es ein herausnehmbares Futter, wodurch die Jacke schnell von einer warmen Winter- in eine leichte Regenjacke verwandelt werden kann. Nach umfangreicher Sichtung der für uns in Frage kommenden Muster haben wir uns für dieses Modell entschieden. Wichtig waren uns dabei

  • gute Material- und Verarbeitungsqualität,
  • eine herausnehmbare Innenjacke, nicht nur eine Weste;
    denn mit einer Weste sind im Winter die Ärmel nicht gefüttert.
  • Einen robusten, nicht zu feingliedrigen Reißverschluß,
  • und eine tiefenverstellbare Funkgerätetasche, damit auch unsere FuG 10 noch reinpassen.

Im ersten Schritt haben wir 14 Jacken angeschafft. So kann unsere Jugend nun auch bei Wind und Wetter einheitlich auftreten und muß nicht befürchten, sich die nächstbeste Erkältung einzufangen.

Zwischenlager räumenAm 08.01.2011 kümmerte sich die Jugendfeuerwehr wie jedes Jahr um den Abtransport der alten Christbäume. Durch einen kurzfristigen Engpaß bei den Sammelfahrzeugen hatten wir dieses Jahr nur ein großes Gespann in Betrieb. Eine zweite Gruppe sammelte mit einem kleineren Anhänger und legte die Bäume am Zwischenlagerplatz ab, wo sie dann vom Traktor abgeholt wurden. Insgesamt sammelte die Jugend diesmal etwa 140 Bäume ein, etwas weniger als letztes Jahr. Nachdem um 14:30 Uhr die letzte Fuhre abgeladen war, hatte die Küchentruppe im Gerätehaus Spaghetti als Mittagessen vorbereitet. Bilder der Aktion finden Sie hier.

Die Jugendfeuerwehr bedankt sich ganz herzlich für die kleine “Entsorgungsprämie” der Bäume.

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