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Stehempfang vor dem ZeltDa wunderten sich Anwohner und Fußballer am Freitag und Samstag nicht schlecht, als zwischen Feuerwehrhaus und Sportplatz drei Zelte fast schon wie Pilze aus dem Boden schossen. Stromkabel wurden verzogen, Kühlschränke mit Sackkarren verfahren und eingeräumt. Am Samstag nachmittag erschienen dann die beiden Musiker von pickup, die sich gleich auf der Bühne einrichteten, und eine Truppe des THW Heidenheim, die eine mobile Küchenzeile für die Verpflegung der Gäste installierte. Was war da bloß los, was feiert die Feuerwehr denn in geschlossener Veranstaltung?

Anlaß der aktuellen Feierlichkeit war, man würde es nicht gleich vermuten, der Großbrand des landwirtschaftlichen Anwesens im Januar 2017, bei dem die Umgebungsfeuerwehren beiderseits der Landesgrenze über 18 Stunden bei teilweise -17 °C im Wintereinsatz standen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Da hängt einer im HangLeicht überrascht war der Kommandant, als am Montag eine Einladung des THW Heidenheim zu einer größeren Einsatzübung bei ihm einging, die am Samstag stattfinden sollte. Die mitgeteilte Übungsannahme versprach eine interessante und fordernde Aufgabe in unbekanntem und teilweis schwierigem Gelände zu werden, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Eine sofortige Umfrage bei den Feuerwehrleuten brachte sieben Teilnehmer, so daß unser LF 8/6 für diese Übung zugesagt werden konnte.

Um 17 Uhr trafen sich alle beteiligten Einheiten auf dem Gelände des THW-Ortsverbandes Heidenheim in den Seewiesen. Dort lief bereits die Feldüche des Verpflegungszuges und versorgte alle Helfer vorab mit Getränken und frischer Grillware. Als die Alarmierung einging, rückten die Einsatzfahrzeuge des THW, der Feuerwehren Heidenheim und Bächingen, der Höhlenrettung und der Rettungshundestaffel als Kolonne Richtung Schadensort, dem Bolheimer Steinbruch, aus. Teilweise leicht verdutzte Passanten betrachteten die Vorbeifahrt der vielen Einsatzfahrzeuge mit Sondersignal. Am Einsatzort eingetroffen, brannte ein Holzhaufen in der einzigen Zufahrt des Steinbruchs, der zuerst gelöscht und geräumt werden mußte. Das erledigten die Bächinger Feuerwehrleute mit „schaufelkräftiger“ Unterstützung der THW-Helfer. Nachdem der Weg frei war, wurden Erkundungstrupps in das unübersichtliche Gelände entstandt, nach deren Nachforschungen zum Schadensereignis bald mit zehn Verletzten bzw. Vermißten zu rechnen war. Diesen Beitrag weiterlesen »

Der Kreisfeuerwehrverband Heidenheim veranstaltete Ende Oktober 2015 erstmalig ein „Technikseminar“ in Sontheim, bei dem besonders die für die Feuerwehren wertvollen Möglichkeiten der örtlichen Betriebe vorgestellt wurden. Da Sontheim a.d. Brenz trotz Landesgrenze mit Bächingen zusammengebaut ist und die Gemeinden ein gemeinsames Gewerbegebiet haben, betrifft das auch uns in erster Linie. Was im oben angegebenen Zeitungsartikel etwas zu kurz kommt, stellen wir hier für den Feuerwehranwender ausführlicher vor.

Reinigung von mit fettigen und öligen Stoffen verschmutzten Oberflächen
OberflächenreinigerEin Einsatzbeispiel aus der Umgebung. Vor einigen Jahren lief eine größere Menge heißes Palmöl aus seinem Transportfahrzeug aus und verteilte sich weitläufig auf den Straßen. Die örtliche Feuerwehr war stundenlang im Großeinsatz, aber letztlich mit der Situation – Heißwasser herstellen, Hochdruckreiniger damit beschicken, gelöstes Fett absaugen – überfordert. Hier könnte man z.B. auf Spezialgeräte der Sontheimer Firma Eisenring zurückgreifen. Der Oberflächenreiniger kann in Verbindung mit einem Saugwagen die Verschmutzungen mit heißem Wasser unter Hochdruck ablösen und das gelöste Material gleich aufnehmen.

Kanalinspektionsfahrzeug
KanalinspektionMit der in diesem Fahrzeug eingebauten Technik ist es möglich, Rohrleitungen per Kamerawagen optisch zu inspizieren und bei festgestellten Schäden eine genaue Ortung der Schadenstelle für die spätere Reparatur vorzunehmen. Die Positionsbestimmung des im Rohrnetz fahrenden Kamerawagens erfolgt dabei über Funkortung an der Oberfläche. Hiermit wären auch Hohlräume kontrollierbar, in die sich beispielsweise Tiere verirrt haben, oder, wie es ab und an vorkommt, die Quelle wassergefährdender Schadstoffe festzustellen.

Saugbagger
Saugbagger im EinsatzDie mit Abstand beeinduckendsten Möglichkeiten für die Feuerwehr bietet aber der Saugbagger. Dabei handelt es sich vereinfacht gesagt um einen großen Naß- und Trockensauger auf einem 32 t. Vierachserfahrgestell. Er kann z.B. Leitungsschächte freilegen, ohne daß die Gefahr der Beschädigung von Leitungen besteht wie bei den klassischen Baggerarbeiten.

Für die Feuerwehren bieten sich dadurch vielfältige Einsatzmöglichkeiten:

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Von der Feuerwehr Sontheim wurde der Kommandant am 06.11.2012 gegen 19 Uhr telefonisch über eine ausgedehnte Dieselspur informiert, die sich auf den Gemeindegebieten von Bächingen, Sontheim und Heidenheim sowie auf der Autobahn A 8  befände. Auf württembergischer Seite liefen bereits mehrere Einsätze deswegen.
Auf Bächinger Gebiet fand sich ebenfalls eine weit verteilte Spur, bei der aber nur zwei größere Lachen Diesel abgebunden werden mußten, so daß ein kleiner Personaleinsatz ausreichte.

Näheres lesen Sie hier: Einsatz Ölspur.

Dekon-StelleDer Begriff „Dorffeuerwehr“ ist ein Reizwort, weil es meist etwas herablassend benutzt wird: „Was braucht oosr Dorffeuerwehr soo a grooaß Auudo?„, „Laß die Dorffeuerwehr wurschtla, mir bauat getrennt auf“ oder „Was erwartsch von ra Dorffeuerwehr?„.
Das ist die zentrale Frage oder nicht? Was kann man von einer Dorffeuerwehr erwarten, was muß sie können? Bis vor zehn Jahren definierte sich das Können einer kleineren Feuerwehr meist über die Leistungsprüfung Löscheinsatz. Aber mit „vier Saugschleich“ ist es schon lange nicht mehr getan. Brände sind schon lange nicht mehr das Hauptgeschäft. Will man die Frage also beantworten, muß man die Aufgabenstellung betrachten, die im Einsatz auf die Feuerwehr zukommen kann. Diese bemißt sich nach den in der Umgebung vorhandenen Gefahren, und da gibt es oft mehr als man denkt.

An stetigen Gefahren im eigenen Ort haben sich in den letzten Jahren einige schwere Verkehrsunfälle im Gedächtnis eingebrannt. Das früher eher stiefmütterlich behandelte Thema („wir haben doch keine großen Straßen…“) wurde daraufhin in größerem Umfang ins Ausbildungsprogramm genommen, um mit unseren Mitteln bestmögliche Vorarbeit leisten zu können. Es ist nämlich bei weitem nicht so, daß eine Dorffeuerwehr in einem solchen Fall nichts machen kann.

Mit Schule und Kindergarten im Ortsgebiet ergibt sich als weiteres Betätigungsfeld im Rahmen der Vorbeugung die Brandschutzerziehung bzw. die Sensibilisierung der Lehrer und Erzieher auf die örtlichen Gegebenheiten.

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