Artikel-Schlagworte: „Funk“
Hier einige Anmerkungen zu…
- Bin gespannt, ob die Technik landesweit bis 2013 steht und mit den anderen Ländern vernetzt ist. Es ist eine Sache, einen kleinen Netzabschnitt wie München aufzubauen und ans Bundesnetz anzubinden, aber ein ganzes Flächenland zu integrieren stellt schon eine Herausforderung dar (man bedenke die ganzen Bürgerinitiativen, die gegen jedwede Art von Sendemasten sind).
- Das ist nix neues, die Netzversorgung müßte enorm verdichtet werden, um eine sichere Alarmierbarkeit mit den Meldempfängern in Gürtelhöhe und in Gebäuden zu erreichen. Fraglich, ob das Geld dafür da ist.
- Das ist ein subjektiver Eindruck im Vergleich mit dem jetzigen analogen Funk. Müßte man mal wirklich messen.
- Hier war die Diskussion, wie man die dynamische Gruppenbildung gestaltet und wer sie organisiert. Das reine Vorgeben einer Gesprächsgruppe, mit der Anweisung an den Gerätebediener, dahin umzuschalten, wird von uns als schwierig angesehen. Das mag im Laborbetrieb funktionieren, aber nicht im Einsatzfall.
- Keine Neuigkeiten in dieser Sache, das war bereits länger so angedacht. Es bringt im Vergleich mit dem bisherigen 2m-Band keine merklichen Vorteile. Anders sieht es aus, wenn die digitalen FuGs eine “Repeater-” Funktion verwenden können, die eine automatische Weiterleitung des Gespräches von Gerät zu Gerät ermöglicht. So wären u.U. auch größere Betonkeller etwas entschärft.
- Die verbindliche Einführung von sechs bundesweiten Feuerwehrkanälen ist eine gute Sache. Nur so funktionierts. So ist dann eine einheitliche Organisationsstruktur im Großeinsatz machbar. Hoffen wir, daß Bayern nicht wieder irgendwelche Sondereinschränkungen erläßt wie im 2m-Band.
- Einige Feuerwehren haben sich in den letzten Jahren unnötige Investitionssperren auferlegt, weil sie befürchteten, ihre analogen FuG nach der blitzartigen Einführung des digitalen Funks wegschmeißen zu müssen. Dieser Punkt belegt, daß das nicht stimmt. Während die Bedenkenträger sich bereits jahrelang mit ihren alten Krücken rumärgern, sind die Feuerwehren, die in den letzten Jahren bedarfsgerecht aktuelle Funktechnik beschafft haben (so auch wir), gut versorgt.
- EADS (vormals AEG-Telefunken) stellte Ende 2008 seine Geräteserien Teledux 9-80 BOS (4m) und Teledux 9-160 BOS (2m) ein, weil wegen dem nahenden Digitalfunk eine weitere Entwicklung und Fertigung als nicht mehr wirtschaftlich erachtet wurde (Forenbeitrag). Im Mai 2010 kam heraus, daß EADS die Fertigung der abgekündigten Geräte ab Herbst 2010 wieder aufnimmt (Forenbeitrag).
- GCD Funksysteme (vormals Grundig) legte mit seinen MT-118 im Jahr 2005 sogar Neuentwicklungen für die BOS-Anwendung im 4m- und 2m-Band auf.
- Die Firma Radiodata gab heute bekannt, daß sie gegen Herbst 2010 zu den ebenfalls eingestellten Motorola-Geräten FuG 8b-1, 8c sowie FuG 9b, 9c kompatible Geräte in Eigenfertigung anbieten wird (Forenbeitrag). Motorola (vormals Bosch Geschäftsbereich Funktechnik) stellte nämlich die Fertigung der analogen Mobilgeräteserien 2009 endgültig (?) ein.
| Jaja, Totgesagte leben länger! Auch bei den aktuellen Handfunkgeräten im 2m-Band FuG 11b tut sich immer wieder mal was, siehe letzte Seite dieses Dokuments. Auch für schmälere Geldbeutel ist was passendes (zugelassenes!) dabei. Die Ankündigung des bald kommenden Digitalfunks über die letzten zehn Jahre verhinderte aber oftmals die bedarfsgerechte Ersatzbeschaffung von Funktechnik, so daß heute noch etliche uralte, schlecht gewartete und unzuverlässige Handfunkgeräte im Einsatzdienst stehen. Meines Erachtens nach fast schon grob fahrlässig, allemal im Atemschutzdienst. |
Wie im analogen BOS-Funk gibt es auch im digitalen Funk verschiedene Betriebsarten und Leistungsmerkmale. In diesem Artikel werden die Grundlagen erklärt.
Analoge Kanäle = digitale Gruppen
Bisher trat der Nutzer einem Funknetz bei, indem er den örtlichen Kanal einstellte. Im digitalen BOS-Funk gibt es das so nicht mehr, da ja die Verwaltung der Frequenzen normalerweise vom System erledigt wird; es werden keine tatsächlich vorhandenen Kanäle mehr eingestellt, sondern Gesprächsgruppen.
Gruppenverwaltung
Es gibt Gruppen, die auf den Geräten fest vorhanden sind, die sog. statischen Gruppen. Weiterhin gibt es die sog. dynamischen Gruppen, die von einer autorisierten Stelle im Betrieb gebildet und den Geräten zugewiesen werden können. Diesen Beitrag weiterlesen »
In den folgenden Artikeln zum zukünftigen Digitalfunk der BOS werden die Grundlagen des Systems erkärt. Quellen: Kohlhammer, Rotes Heft Digitalfunk.
Frequenzbereich
Genutzt wird ein Teil des 70cm-Bandes, und zwar 380 – 385 MHz im Unterband sowie 390 – 395 MHz im Oberband. Der Bandabstand beträgt damit 10 MHz und der Kanalabstand 25 kHz. Es ergeben sich also genau 200 Kanäle mit Unter- und Oberbandfrequenz. Aus diesem gemeinsamen Topf müssen die Frequenzen für alle Anwendungsfälle kommen. Die Frequenzen werden vom System verwaltet, der Anwender hat anders als bisher keinen direkten Einfluß darauf.
Funkversorgungsgüte
Die Versorgungsgüte wird nicht überall gleich hoch sein. Vielmehr wird in den meisten Gebieten nur ein Fahrzeugfunkgerät zuverlässig funktionieren. Von der “Gruppe Anforderungen an das Netz” (GAN) wurden folgende Kategorien definiert: Diesen Beitrag weiterlesen »
Vom 13. – 14.11.2009 fand in Syrgenstein ein außerplanmäßiger Sprechfunkerlehrgang statt, bei dem die Feuerwehr Bächingen mit fünf Teilnehmern der JF vertreten war. Der Lehrgang findet normalerweise einmal im Jahr statt, da diesmal die Nachfrage aber weit größer als das Angebot war, wurde kurzerhand ein zweiter Lehrgang im Bachtal angeboten. 34 Feuerwehrleute wurden an verschiedensten Funkgeräten ausgebildet. Im Grundlagenunterricht erläuterten die Ausbilder die physikalischen und technischen Hintergründe, die der Funktechnik zugrunde liegen. Einen Überblick über die meist vorhandenen Geräte wurde bei der Gerätekunde gegeben, die üblichen Redewendungen im Funkbetrieb waren Gegenstand zweier eigener Stunden.
Am zweiten Tag ging es an die Anwendung des Gelernten. Zunächst wurde die Gesprächsabwicklung in Kleingruppen mit Handsprechfunkgeräten durchgeführt, danach ging es in den Fahrzeugen ans Eingemachte. Die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) hatte eigens ihren Einsatzleitwagen vor Ort, mit dem die gedachten Szenarien koordiniert wurden. Jede Gruppe hatte einen Auftrag bekommen, zu dem einige Stichworte vermerkt waren. Es galt, aus dieser Grundlage vernünftige Funkgespräche zu machen, was auch recht gut klappte. Da es auf dem Betriebskanal schnell voll wird wenn acht Fahrzeuge ihre Einsätze bearbeiten, wurde der Kanal des Katastrophenschutzes mit eingebunden und einige Fahrzeuge dorthin umgeschaltet. So konnte auch gleich die Vorgehensweise beim Kanalwechsel geübt werden.
Die abschließende Prüfung meisterten alle Teilnehmer mit Erfolg. Wer rastet, der rostet. Das trifft auch auf die Funkerei zu. Wer nicht funkt, kommt aus der Übung. Nur wer sich regelmäßig damit beschäftigt, entwickelt seine Kenntnisse weiter und kann sie sicher einsetzen – auch nachts um drei, wenn es sein muß.





