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Es ist soweit, die offiziellen Bilder der Hauptübung der Feuerwehr Sontheim bei der Firma Röhm sind da! Schauen Sie rein: Feuerwehr/Ausbildung.
Die Feuerwehr Sontheim hat einen Presseartikel zur Hauptübung bei der Firma Röhm am 17.10.2009 herausgegeben. Dieser ist bei unseren Downloads oder direkt hier abrufbar: Artikel Hauptübung Röhm 2009.
Nachtrag: Die ersten Bilder der Übung gibt es hier: Feuerwehr/Ausbildung.
Eine Großübung stand an diesem Samstag noch an, die jährliche Hauptübung der Feuerwehr Sontheim, diesmal bei der Firma Röhm. Die letzte Übung dieser Größenordnung fand dort vor ziemlich genau neun Jahren statt. Die Firma Röhm liegt auf der Landesgrenze Baden-Württemberg / Bayern und hat somit zwei zuständige Feuerwehren aus zwei Ländern.
Angenommen wurde für diese Übung ein Brand in der Härterei mit mehreren vermißten Personen. Zunächst wurden Feuerwehr Sontheim und die Abteilung Bergenweiler per Sirene alarmiert. Durch die Größe der Gebäude und den sich rasch ausdehnenden Brand reichten Personal und Material nicht aus. Nachgefordert wurden dann nach der Alarmplanung die Feuerwehren Giengen (DLK und TLF 16/25), Bächingen (LF 8/6 und TSF), Hermaringen (LF 8), Niederstotzingen (SW und VRW) und die Führungsgruppe Heidenheim. Auch das Rote Kreuz baute seine Infrastruktur auf und versorgte die realitätsnah geschminkten Verletzten. Die Polizei sperrte die Zufahrsstraßen ab.
Alle verfügbaren Atemschutztrupps gingen sofort auf die Suche in dem Gebäude. Von außen wurde die Wasserversorgung für die drei Einsatzabschnitte hergestellt, hunterte Meter B-Leitung führten von der nahen Brenz überall auf das Gelände. Von der Nordseite nahm die Drehleiter die Brandbekämpfung auf, Riegelstellungen wurden nach Süden und Westen installiert. In unserem Abschnitt kam noch Verstärkung in Form eines Betonmischers mit Gelenkarm, der von uns mit Wasser gespeist wurde. Mit seinem Gelenkarm konnte er das Wasser gezielt aus bis zu 20 m Höhe auf das Dach des Gebäudes bringen.
Ein unachtsamer Staplerfahrer war anscheinend vom Geschehen abgelenkt und sorgte noch für einen Gefahrgutunfall, der den Einsatz des Gefahrgutzuges Heidenheim erforderlich machte. So hatten die Übungsplaner noch mehrere Schikanen eingebaut, die aber in Zusammenarbeit der Feuerwehren bewältigt wurden.
Nach Übungsende folgte eine kurze Nachbesprechung in der Gemeindehalle Sontheim. Vertreter des Feuerwehrverbandes, der Gemeinde Sontheim und der Firma Röhm dankten allen Anwesenden für ihre Mitarbeit in den Hilfsorganisationen und hofften, daß ein solches Szenario stets Übung und nie Ernstfall wird. Im Anschluß gab es für alle Übungsteilnehmer Hammelbraten, Knöpfle und Sauerkraut.
Bilder der Übung werden hier veröffentlicht, sobald sie freigegeben wurden.
Ein besonderer Termin stand am 10.10. auf dem Dienstplan der Jugendfeuerwehr: Nachtübung. Da der Termin im Gemeindeblatt angekündigt war, hatten sich bereits mehrere interessierte Zuschauer am Objekt eingefunden. Um 20 Uhr wurde ein brennender Wertstoffbehälter an der Nordseite des Bauhofs gemeldet. Die beiden vollbesetzten Fahrzeuge rückten aus und fuhren über die Schloßstraße an. Beim Parkplatz des Dorfgemeinschaftshauses wurden die Gruppenführer eingewiesen, man sah bereits die rot lodernden Flammen aus dem Behälter. Das Feuer war gerade im Begriff, auf das Dach des Bauhofs überzugreifen. Eben war außerdem ein Gemeindearbeiter in die schon verrauchte Fahrzeughalle des Bauhofs gerannt, um seinen Unimog zu retten. Seither hat ihn niemand mehr gesehen.
Das LF 8/6 wurde sofort vorgeschickt, die Mannschaft des TSF baute schnellstens eine Wasserversorgung vom nächsten Hydranten in der Schloßstraße auf. Gute 100 m B-Leitung waren zu verlegen. Der erste Trupp ging ins Gebäude vor, um den Gemeindearbeiter zu suchen. Ein zweiter Trupp nahm mit einem C-Rohr die Brandbekämpfung am brennenden Behälter auf. Die Zeit, bis die Wasserversorgung über den Hydranten aufgebaut war, überbrückte der Maschinist des LF 8/6 mit dem 600 l fassenden eingebauten Löschwassertank. Innen war gerade eben der Arbeiter entdeckt worden. Er hatte im Rauch die Orientierung verloren und wurde benommen neben seinem Unimog aufgefunden. Man brachte ihn umgehend ins Freie, damit er rettungsdienstlich versorgt werden konnte.
In der Zwischenzeit war das TSF über die Gundelfinger Straße auf der Südseite des Bauhofs angekommen. Die Besatzung baute gerade von einem zweiten Hydranten eine Versorgung auf. Über die Tragkraftspritze des Fahrzeugs wurde ein provisorischer B-Werfer gespeist, der das noch nicht brennende Dach kühlen und verhindern sollte, daß es in Brand gerät. Als das geschafft war, bauten die verbliebenen Trupps des TSF noch die Beleuchtung auf dem LF 8/6 auf. Gegen 21:15 war schließlich Einsatzende. Dem Arbeiter ging es wieder besser, sein Unimog konnte ebenfalls gerettet werden.
Das war die letzte größere Außenübung für dieses Jahr. Die jungen Feuerwehrleute wurden diesmal mit ganz anderen Herausforderungen konfrontiert, denn nachts ist nichts wie am Tag. Überall ist es dunkel, das schummrige Licht der Straßenlampen reicht auch nicht besonders weit. Was man irgendwo unbedacht ablegt, verschwindet schnell in der Dunkelheit. Hier gab es mal die Gelegenheit unter echten Bedingungen zu üben, denn öfter als am Tage brennt es nachts. Die Chefs zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf der Übung und nach dem Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft setzten sich die Übungsteilnehmer im Unterrichtsraum des Gerätehauses zu einem kleinen alkoholfreien Umtrunk zusammen. Bilder der Übung finden Sie hier.
19:30 Uhr in Bächingen. Es regnet, die Fahrbahnoberfläche spiegelt im Scheinwerferlicht der Autos. Eine Fahrradfahrerin ist auf der Umgehung aus Sontheimer Richtung unterwegs. Sie trägt eine schwarze Regenjacke. Eine Autofahrerin nähert sich aus der selben Richtung und sieht das Fahrrad zu spät. Trotz des sofort eingeleiteten Ausweichmanövers kommt es zur Berührung, die Fahrradfahrerin wird vom Fahrrad in den Graben geworfen, wo sie bewußtlos liegenbleibt. Die Autofahrerin kommt beim Ausweichen ebenfalls von der Straße ab und rutscht 15 m weiter in den Graben. Durch den Aufprall und die auslösenden Airbags ist die Fahrerin ziemlich benommen.
“Alarm für die Feuerwehr Bächingen, VU, Pkw im Graben. Umgehung Bächingen zwischen Kreisel und Seehofstraße” kommt die Nachricht über Funk, der Auftakt zu einer kleinen aber gemeinen Einsatzübung. Beide Einsatzfahrzeuge fahren vollbesetzt die Unfallstelle an. Die Straße wird abgesperrt, die Gruppenführer sondieren die Lage. Eine Person im Pkw eingeschlossen, nicht eingeklemmt. Sie ist benommen aber ansprechbar, als der Angriffstrupp mit Verbandmaterial ins Auto kommt. Die Platzwunde am Kopf wird verbunden. Draußen wird zunächst der Brandschutz sichergestellt und für Licht gesorgt. Bisher hat niemand die Fahrradfahrerin im Graben entdeckt, obwohl das verbeulte Fahrrad herumliegt. Dann murmelt die Autofahrerin etwas von “wo ist denn der Fahrradfahrer?”. Daraufhin wird sofort die Einsatzstelle großräumig abgesucht und die Fahrradfahrerin im Graben gefunden. Der Rettungsdienst hat einen Hubschrauber für die Fahrradfahrerin angefordert, hört man von der Leitstelle. Ein weiterer Auftrag folgt sogleich: Landeplatz erkunden und ausleuchten. Da das Beleuchtungsmaterial aber schon im Einsatz ist, wird eine weitere Feuerwehr nachalarmiert. Zur ersten Ausleuchtung wird das TSF mit den Fahrzeugscheinwerfern abgestellt. Neben der naheliegenden Biogasanlage gibt es genügend Platz. Ein Traktor mit Licht hilft bei der Beleuchtung. Schließlich ist der gedachte Übungshubschrauber gelandet und die Verletzten versorgt – Übungsende für 20 regennasse Feuerwehrleute.
Nach der Ankunft im Gerätehaus gab es eine Übungsnachbesprechung, bei der alle positiven und negativen Punkte der Übung besprochen wurden. So gibt es bei jeder Einsatzübung – speziell wenn man ins kalte Wasser geworfen wird – etwas zu lernen.




