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In den letzten Wochen kam es zum Brand einer ins Dach integrierten Solarthermieanlage im Landkreis. Wie die zuständige Kriminalpolizei Dillingen verlautete, war der Brand am späten Nachmittag von der Anlage ausgegangen und hatte auf die Dachkonstruktion übergegriffen. Dieser Fall reiht sich damit in eine immer länger werdende Liste von Bränden gleicher Art ein, die erst in den letzten Jahren vermehrt auftreten. Als Gemeinsamkeiten in den Schadensfällen finden sich meist:

  • eine Indachanlage in Holzrahmenkonstruktion,
  • Ausbruch war am Nachmittag eines sonnigen Tages,
  • es wurde wenig Warmwasser abgenommen, z.B. weil die Bewohner verreist waren,
  • daher war der Pufferspeicher komplett aufgeladen.

Wie sind diese Schäden zu erklären? Damit man das Problem begreifen kann, muß man die Grundlagen der Funktion der Anlage kennen. Im Gegensatz zu Photovoltaikanlagen, die aus Sonnenlicht elektrischen Strom gewinnen, erzeugt die Solarthermieanlage aus Sonnenlicht Warmwasser. Grob vereinfacht wird Wasser in Rohren durch einen schwarzen Kasten gepumpt, durch dessen Glasfläche die Sonne einstrahlt und das Wasser erhitzt. Weil die Anlagen meistens dann Warmwasser liefern, wenn es nur wenig gebraucht wird, ist ein Pufferspeicher unverzichtbarer Bestandteil der Installation. Über einen Wärmetauscher gibt das von der Sonne erhitzte Wasser seine Wärme an das Wasser im Pufferspeicher ab, das dadurch immer weiter erhitzt wird. Diesen Beitrag weiterlesen »

Die Feuerwehr wird an Einsätzen immer wieder mit der Polizei zu tun haben, ist es doch deren Aufgabe, den Unfallhergang bzw. die Brandursache aufzuklären. Dazu ist eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen notwendig, bei der es hilft, wenn man sich gegenseitig kennt und ein bißchen weiß, wie der jeweils andere arbeitet.

Innenhof der ehem. KaserneAm Samstag, 18.06.2016, besuchten die Jugendfeuerwehren Bächingen und Peterswörth die Polizeiinspektion Dillingen und konnten einmal hinter die Kulissen blicken. Wo wir gerade bei Kulissen sind, die können sich sehen lassen. Das „Heim“ der PI Dillingen ist nämlich eine ehemalige Reiterkaserne, die in den letzten Jahren grundlegend renoviert wurde. Auf dem ehemaligen Appellplatz stehen heute die Einsatzfahrzeuge, deren Motoren mehr Pferde haben als die ganze ehemalige Kavallerieabteilung. Der Innenhof im früheren Offiziersquartier ist ein mit Bäumen beschatteter Garten, in dem die Vögel zwitschern und man vom Straßenlärm kaum mehr was mitbekommt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Gruppenbild Land, Wasser & LuftWas bei den übrigen Landkreisen im Leitstellenbereich Augsburg bereits von Mitte bis Ende letzten Jahres erfolgte, findet nun am 01.03.2016 mit dem Landkreis Dillingen seinen Abschluß – die Umstellung des Fahrzeug- und Leitstellenfunks der Feuerwehren vom analogen 4 m-Band auf den digitalen Netzbetrieb. Den Anfang gemacht hatte das Polizeipräsidium Augsburg mit seinen Dienststellen am 17.09.2014. Seither funkt die Polizei im Landkreis digital, außer, sie brauchten eine schnelle, direkte Verständigungsmöglichkeit zur Feuerwehr, dann kam das (noch) in den Streifenwagen eingebaute 4 m-Funkgerät zum Einsatz 🙂 .

Ab dem 01.03. läuft dann auch der Funkbetrieb der Feuerwehren über das digitale Funknetz. Lediglich die Alarmierung bleibt noch auf dem analogen Landkreiskanal, der aus diesem Grund mindestens noch dieses Jahrzehnt zur Verfügung stehen dürfte.

Mit der Umstellung erfolgt die Umsetzung der neuen Funkrufnamenregelung, was für uns einige Änderungen bedeutet; die wichtigste: das LF 8/6, bisher Kennung 47, wird zu 43. Weiterhin werden die Statusmeldungen, die man bisher meist mündlich an die Leitstelle durchgab, per Tastendruck abgesetzt und in der Leitstelle automatisch erfaßt, verarbeitet und den Disponenten dargestellt, was für diese eine deutliche Arbeitserleichterung bedeutet.
Die für uns wichtigen Meldungen sind hier aufgeführt:

Ziffer Meldung
1 Einsatzbereit, abrufbar über Funk (Fz. besetzt)
2 Einsatzbereit, Fahrzeug unbesetzt am Heimatstandort
3 Einsatz übernommen (auf Anfahrt zur Einsatzstelle)
4 Eintreffen an der Einsatzstelle
5 Sprechwunschanmeldung bei der Leitstelle
6 Nicht einsatzbereit, nicht alarmierbar
0 Dringender Sprechwunsch

In der Donauzeitung erschien kürzlich ein Artikel „Führungszeugnisse: Einige Vereine fehlen noch“. Das Thema „Erweitertes Führungszeugnis in der Jugendarbeit“ nahm bei uns im Landkreis Ende 2014 seinen Anfang und tauchte immer wieder einmal in der Presse auf, auch wegen der hitzigen Diskussionen aus den Vereinsverbänden über das Ausbreiten eines Generalverdachts und die damit zusammenhängende Beweislastumkehr – üblicherweise muß einem Verdächtigen eine Tat nachgewiesen werden, hier müssen jedoch alle beweisen, daß sie sich nichts zu Schulden kommen ließen.

Worum geht es?
Das Landratsamt Dillingen schreibt zu diesem Thema:

Am 01.01.2012 ist das Bundeskinderschutzgesetz in Kraft getreten. Mit diesem Gesetz wurde eine Änderung des § 72a SGB VIII vorgenommen, die alle neben- und ehrenamtlich Tätigen betrifft, die bei einem freien Träger Aufgaben in der Kinder- und Jugendhilfe, z.B. in der Jugendarbeit wahrnehmen. Sie alle müssen künftig ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen.

Was ist der Zweck der Forderung?
Wie man dem Tatbestandskatakog entnehmen kann, geht es im großen und ganzen um irgendwelche Sexualstraftaten. Verhindert werden soll somit, daß derart Vorbestrafte in der Jugendarbeit eingesetzt werden. Etwas kurios mutet dagegen an, daß ein notorischer Dieb oder ein verurteilter Mörder kein Problem damit hätte, in die Jugendarbeit einzusteigen. Vor bisher nicht verurteilten Tätern kann es naturgemäß keinen Schutz geben.  Diesen Beitrag weiterlesen »

Ab in den GewölbekellerDie Bächinger Atemschutzmannschaft erhielt kürzlich Verstärkung. Drei junge Feuerwehrmänner besuchten vom 07. – 21.11.2014 den Lehrgang „Atemschutzgeräteträger“ bei der Feuerwehr Dillingen und legten am 21.11. die letzte theoretische Prüfung ab. Angesichts der kommenden Aufgaben im Einsatz sind diese Lehrgänge sowohl in der Theorie als auch in der Praxis anspruchsvoll und kräftezehrend, nicht alle Teilnehmer vom ersten Abend erreichen die Abschlußprüfung, manch einer mußte schon vorzeitig abbrechen. Umso mehr freut es uns, daß unsere Feuerwehrleute diese erste Herausforderung erfolgreich gemeistert haben und für die weitere Ausbildung bereitstehen. Für das kommende Jahr ist für sie ein Besuch des Brandübungscontainers in Neu-Ulm geplant, wo es unter einsatznahen Bedingungen heiß zur Sache geht…

Einige Bilder des Lehrgangs finden Sie hier: Atemschutzlehrgang.