Artikel-Schlagworte: „Brandursachenerforschung“

In einem neuen Fall berichten wir in den Brandgefahren diesmal über einen selbstgebauten Modellbauakku, der während des Ladens Feuer fing. Leistungsstarke und leichte Lithiumzellen ermöglichen heute die meisten tragbaren Stromversorgungen. Ihr großer Energiegehalt und der interne Aufbau dieser Technologie verlangen aber besondere Vorsichtsmaßnahmen. Eine davon ist es, die Spannungen der einzelnen Akkuzellen beim Laden und oft auch beim Entladen gezielt einander anzugleichen, damit keine Überladung bzw. Tiefentladung einzelner Zellen stattfindet, was diese bei jedem Lade-/Entladevorgang weiter schädigen würde. Lithium-Polymerzellen sind hierfür besonders anfällig und können auch in Brand geraten.

Lesen Sie die Einzelheiten im neuen Artikel: Lithiumakkus & Balancer.

Ein tragischer Unfall ereignete sich mit einer Dampfmaschine in Form eines Feuerwehrautos. Sie wurde nicht wie vorgeschrieben mit Festbrennstoff, sondern mit Brennpaste betrieben. Beim Wiederbefüllen der Feuerung ereignete sich eine Verpuffung, bei der ein Kind schwere Brandverletzungen erlitt. Warum es dazu kam, welche Gefahren mit Brennpaste und Spiritus einhergehen und wie sich Kinderkleidung beim „Beschuß“ mit brennender Brennpaste verhält, lesen Sie im neuen Artikel der Brandgefahren.

Der soeben in den Brandgefahren erschienene Fall handelt von einem Bügeleisen, das offenbar durchgegangen ist. Das bedeutet in diesem Fall, daß die leistungsstarke Heizung unkontrolliert aufgeheizt und das Gerät und seine Umgebung in Brand gesetzt hat. Normalerweise ist ein Bügeleisen ein sehr sicheres Gerät, da es von zwei getrennten Schalteinheiten vor genau dieser Situation bewahrt werden soll. Wie es dazu kam und wie sich das vorgefundene Spurenbild darstellte, lesen Sie hier: Ein ungeregeltes System.

In den letzten Wochen kam es zum Brand einer ins Dach integrierten Solarthermieanlage im Landkreis. Wie die zuständige Kriminalpolizei Dillingen verlautete, war der Brand am späten Nachmittag von der Anlage ausgegangen und hatte auf die Dachkonstruktion übergegriffen. Dieser Fall reiht sich damit in eine immer länger werdende Liste von Bränden gleicher Art ein, die erst in den letzten Jahren vermehrt auftreten. Als Gemeinsamkeiten in den Schadensfällen finden sich meist:

  • eine Indachanlage in Holzrahmenkonstruktion,
  • Ausbruch war am Nachmittag eines sonnigen Tages,
  • es wurde wenig Warmwasser abgenommen, z.B. weil die Bewohner verreist waren,
  • daher war der Pufferspeicher komplett aufgeladen.

Wie sind diese Schäden zu erklären? Damit man das Problem begreifen kann, muß man die Grundlagen der Funktion der Anlage kennen. Im Gegensatz zu Photovoltaikanlagen, die aus Sonnenlicht elektrischen Strom gewinnen, erzeugt die Solarthermieanlage aus Sonnenlicht Warmwasser. Grob vereinfacht wird Wasser in Rohren durch einen schwarzen Kasten gepumpt, durch dessen Glasfläche die Sonne einstrahlt und das Wasser erhitzt. Weil die Anlagen meistens dann Warmwasser liefern, wenn es nur wenig gebraucht wird, ist ein Pufferspeicher unverzichtbarer Bestandteil der Installation. Über einen Wärmetauscher gibt das von der Sonne erhitzte Wasser seine Wärme an das Wasser im Pufferspeicher ab, das dadurch immer weiter erhitzt wird. Diesen Beitrag weiterlesen »

Für Aufregung sorgte ein lauter Knall und die Auslösung der Brandmeldeanlage in einem Gymnasium. Im Chemiesaal war es zu einer Verpuffung gekommen. Zu dieser Zeit war dort aber glücklicherweise niemand anwesend. Was war passiert? Konnte ein vorangegangener Chemieversuch etwas mit dem Brand zu tun haben, oder war ein heimtückischer Brandstifter dafür verantwortlich? Ein neuer Fall für die Chemiker der Brandursachenerforschung…