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Um 10 Uhr am Dienstag alarmierte die Leistelle Augsburg die Feuerwehren Ober- und Untermedlingen sowie Bächingen zu einer unklaren Rauchentwicklung aus einem Waldstück nördlich der Bundesstraße B 16, Abzweigung zur B 492 Medlingen. Durch das „Zielgebiet“ verläuft die Gemarkungsgrenze Medlingen / Gundelfingen. Bei der Anfahrt der Feuerwehren und der Polizeistreife stand allerdings die gemeldete Rauchsäule nicht mehr am Himmel, so daß die Einsatzstelle zunächst gesucht werden mußte. Auf dem Gelände eines bewaldeten Privatanwesens wurde schließlich ein größerer, bereits weitgehend heruntergebrannter Holzhaufen entdeckt.

Weitere Einzelheiten finden Sie bei unseren Einsätzen.

In den letzten Wochen kam es zum Brand einer ins Dach integrierten Solarthermieanlage im Landkreis. Wie die zuständige Kriminalpolizei Dillingen verlautete, war der Brand am späten Nachmittag von der Anlage ausgegangen und hatte auf die Dachkonstruktion übergegriffen. Dieser Fall reiht sich damit in eine immer länger werdende Liste von Bränden gleicher Art ein, die erst in den letzten Jahren vermehrt auftreten. Als Gemeinsamkeiten in den Schadensfällen finden sich meist:

  • eine Indachanlage in Holzrahmenkonstruktion,
  • Ausbruch war am Nachmittag eines sonnigen Tages,
  • es wurde wenig Warmwasser abgenommen, z.B. weil die Bewohner verreist waren,
  • daher war der Pufferspeicher komplett aufgeladen.

Wie sind diese Schäden zu erklären? Damit man das Problem begreifen kann, muß man die Grundlagen der Funktion der Anlage kennen. Im Gegensatz zu Photovoltaikanlagen, die aus Sonnenlicht elektrischen Strom gewinnen, erzeugt die Solarthermieanlage aus Sonnenlicht Warmwasser. Grob vereinfacht wird Wasser in Rohren durch einen schwarzen Kasten gepumpt, durch dessen Glasfläche die Sonne einstrahlt und das Wasser erhitzt. Weil die Anlagen meistens dann Warmwasser liefern, wenn es nur wenig gebraucht wird, ist ein Pufferspeicher unverzichtbarer Bestandteil der Installation. Über einen Wärmetauscher gibt das von der Sonne erhitzte Wasser seine Wärme an das Wasser im Pufferspeicher ab, das dadurch immer weiter erhitzt wird. Diesen Beitrag weiterlesen »

17E06-BR-Heuhaufen_06Gegen 11:15 Uhr ging beim Stv. Kdt. die Mitteilung ein, daß die im Januar auf den Flächen um das Brandobjekt abgelagerten Heuhaufen wieder brennen würden. Eine Überprüfung durch die Kommandanten bestätigte diese Meldung. Die starke weiße Rauchentwicklung zog in westliche Richtungen ab. Weil es so nicht bleiben konnte, wurde die Leitstelle informiert, daß nach dem Mittagessen eine kleine Besatzung die Brandbekämpfung übernehmen werde. Weiterhin informiert wurde der Kdt. der FFW Obermedlingen, falls ein zweites wasserführendes Fahrzeug benötigt würde. Eine kleine Mannschaft dort war deshalb mittags abrufbar, wurde aber letztendlich nicht benötigt. Der Betreiber des Hofs wurde mit einem Traktor mit Frontlader hinzugebeten, um den Haufen umzubetten.
Um 13 Uhr fuhr das LF 8/6 hinaus und unternahm mit einem D-Rohr und Seifenkartusche das Ablöschen der von Traktor und Misthaken freigelegten Glutnester. Der Tankinhalt konnte mit dem kleinen Strahlrohr sehr effektiv und sparsam eingesetzt werden.

Einige Bilder des Einsatzes finden Sie hier: Brand Heuhaufen.

Ansicht von SüdenDer größte Brandeinsatz der letzten Jahrzehnte begann am 23.01.2017 um 0:46 Uhr mit der Alarmierung der Feuerwehren Bächingen, Gundelfingen und Obermedlingen. Gemeldet war der Brand eines Stalls südlich von Bächingen. Auf der Anfahrt war zu erkennen, daß sich zwei große landwirtschaftliche Gebäude offensichtlich in Vollbrand befanden. Es handelte sich um einen Stall und eine Lagerhalle, in denen sich insgesamt 700 große Rundballen befanden. Der Stall brannte hauptsächlich an der Südseite, wo innen und außen die Rundballen teilweise vier Meter hoch gestapelt waren. In der nordwestlichen Ecke des Stalls standen 23 junge Rinder, die durch die Anwesenheit der Feuerwehrleute im Moment beruhigt waren, aber in nächster Zeit gerettet werden mußten. Noch auf der Anfahrt ließ der Einsatzleiter die benachbarte Feuerwehr Sontheim nachalarmieren.

Der Einsatz über 20 Stunden bei Außentemperaturen bis -17 °C belastete die eingesetzten Feuerwehrleute und ihr Gerät bis an die Grenzen. Lesen Sie hier die Details dieses schwierigen und aufwendigen Einsatzes. Beim Eintreffen neuer Informationen wird der Artikel ergänzt, denn wir sammeln noch Bilder und Erfahrungen, die hierbei gemacht wurden.

Die Polizei geht mittlerweile von Brandstiftung aus und bittet um Hinweise (Meldung Nr. 3).

Neue hervorragende Bilder bekamen wir am 04.02. von Wolfgang Mayer, FFW Sontheim. Vielen Dank!

Gestern Nacht gegen 0:45 Uhr begann für die Feuerwehren der Umgebung der wahrscheinlich größte Einsatz seit Jahrzehnten. Es brannten auf einem außerhalb des Ortsgebietes gebauten landwirtschaftlichen Stall mit Heulager zwei Hallen. Bereits beim Eintreffen der ersten Feuerwehren kurz vor  1 Uhr standen beide Heulagerbereiche in Vollbrand. Die dort ebenfalls eingestellten 20-30 Rinder konnten alle gerettet und in anderen Ställen untergebracht werden. Eine leistungsfähige Wasserversorgung stand bis zum Aufbau von drei langen Schlauchstrecken nicht zur Verfügung. Der schwierige und durch die notwendigen Abrißarbeiten zeitaufwendige Einsatz bei Temperaturen bis -17 °C dauerte den ganzen Tag bis etwa 21 Uhr. Weitere Kontrollen und ggf. Löschmaßnahmen am heutigen Tag folgen.

Wir bitten um Nachsicht,  daß die sonst gewohnte schnelle Berichterstattung an dieser Stelle noch einige Tage auf sich warten lassen muß, zunächst muß die volle Einsatzbereitschaft der Feuerwehren, die den Großteil ihres Materials im Einsatz hatten, wieder hergestellt werden.

Der geschädigten Landwirtsfamilie wünschen wir alle Gute und die Kraft, die Schicksalsschläge der letzten Zeit überwinden zu können.

Bei sämtlichen Helfern aller eingesetzten Blaulichtorganisationen sowie bei den Firmen, die uns unbürokratisch Personal und Material zur Verfügung stellten bedanken wir uns ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit unter ungünstigsten Umgebungsbedingungen.

Ihnen allen gilt meine vorzügliche Hochachtung.

Michael Moosdiele, Kommandant der FFW Bächingen a.d. Brenz

 

Berichte bei Augsburg TV, BS Aktuell, Donauzeitung und Heidenheimer Zeitung.