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Stehempfang vor dem ZeltDa wunderten sich Anwohner und Fußballer am Freitag und Samstag nicht schlecht, als zwischen Feuerwehrhaus und Sportplatz drei Zelte fast schon wie Pilze aus dem Boden schossen. Stromkabel wurden verzogen, Kühlschränke mit Sackkarren verfahren und eingeräumt. Am Samstag nachmittag erschienen dann die beiden Musiker von pickup, die sich gleich auf der Bühne einrichteten, und eine Truppe des THW Heidenheim, die eine mobile Küchenzeile für die Verpflegung der Gäste installierte. Was war da bloß los, was feiert die Feuerwehr denn in geschlossener Veranstaltung?

Anlaß der aktuellen Feierlichkeit war, man würde es nicht gleich vermuten, der Großbrand des landwirtschaftlichen Anwesens im Januar 2017, bei dem die Umgebungsfeuerwehren beiderseits der Landesgrenze über 18 Stunden bei teilweise -17 °C im Wintereinsatz standen. Diesen Beitrag weiterlesen »

An zwei Wochenenden im Juli rückten die Feuerwehrleute zu zwei Ausflügen aus, am 15.07. die Jugend zur Kanutour auf die Brenz, und am 22.07. der ganze Feuerwehrverein ins Allgäu.

Kreuz und quer auf der BrenzDie beliebte Kanutour startete nach bewährtem Muster mit einem gemeinsamen Mittagessen am Feuerwehrhaus. Die Boote waren auf ihren Anhängern verladen und wurden anschließend zur Einsetzstelle bei Hermaringen verbracht. Nach dem Einkleiden in die Schwimmwesten und der Einweisung ging es los. Die Strecke führte auf der Brenz entlang über Bergenweiler und Sontheim nach Bächingen. Zwischendurch zwangen immer wieder einige Wehrs und Wasserkraftwerke die Bootler zum Aus- und Einsetzen, was im Gegensatz zur restlichen Fahrt stets „umfallfrei“ verlief. Bei der Ankunft in Bächingen war kaum noch einer trocken geblieben, irgendwie wollten oder mußten doch fast alle in der Brenz schwimmen…
Zu den Bildern geht es hier: Kanutour.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Familie Schaufelberger, die diese Kanutour wie immer gekonnt führte, und beim Günzburger Kanuclub für die kostenlose Bereitstellung von Booten und Transportanhänger!

Bärenfalle, 1100 mAm folgenden Samstag war der Ausflug ins Allgäu geplant, und zwar zur Alpsee-Bergwelt bei Immenstadt. Nach der Anreise gab es auf dem Parkplatz eine ausgiebige Stärkung, die bis zum Nachmittag halten mußte. Der erste zu erreichende Punkt war die Bergstation „Bärenfalle“ auf 1100 m Höhe. Den Aufstieg über ca. 500 Höhenmeter konnte man entweder zu Fuß oder auch per Seilbahn in Angriff nehmen. Die Gruppe teilte sich etwa in der Hälfte. Wer sich oben im Kletterwald austoben wollte, fuhr Seilbahn; wer wandern wollte, begann den Aufstieg auf dem schmalen, oft steilen Sträßchen. Nach einer Ruhe- und Verpflegungspause bei der Bärenfalle stieg ein Teil der Wanderer noch weiter auf, zur etwa 100 Höhenmeter weiter oben gelegenen Alpe „Obere Kalle“. Von dort konnte man bis zum Bodensee sehen, über dem zwei Zeppeline kreisten. Außerdem gab es eine überragende Erdbeer-Buttermilch.

Gegen 15 Uhr schließlich war die Abfahrt Richtung Tal geplant, die über die Rodelbahn „Alpsee-Coaster“ geplant war. Allerdings mußten wir feststellen, daß die dortige Warteschlange viel zu lang für die weitere Tagesplanung war, und entschieden uns deshalb, ersatzweise mit der Seilbahn herunterzufahren. Hier hatte man zudem noch einen tollen Ausblick in die beeindruckende Landschaft.

Zur Vesperzeit erreichten die Ausflügler die befreundete Feuerwehr Memmingerberg, wo bereits der Grill dampfte. Das neue Mehrzweckfahrzeug hatte seinen Stellplatz zur Verfügung gestellt, so daß dort für die Gäste aufgestuhlt werden konnte. Nach dem hervorragenden Abendessen besichtigten die Bächinger die Einsatztechnik ausgiebig, wie das Feuerwehrleute überall so zu tun pflegen. Gegen 21:30 Uhr erreichte die Ausflugskolonne schließlich wieder die Heimat.
Einige Bilder finden Sie hier: Ausflug ins Allgäu.

Ansicht von SüdenDer größte Brandeinsatz der letzten Jahrzehnte begann am 23.01.2017 um 0:46 Uhr mit der Alarmierung der Feuerwehren Bächingen, Gundelfingen und Obermedlingen. Gemeldet war der Brand eines Stalls südlich von Bächingen. Auf der Anfahrt war zu erkennen, daß sich zwei große landwirtschaftliche Gebäude offensichtlich in Vollbrand befanden. Es handelte sich um einen Stall und eine Lagerhalle, in denen sich insgesamt 700 große Rundballen befanden. Der Stall brannte hauptsächlich an der Südseite, wo innen und außen die Rundballen teilweise vier Meter hoch gestapelt waren. In der nordwestlichen Ecke des Stalls standen 23 junge Rinder, die durch die Anwesenheit der Feuerwehrleute im Moment beruhigt waren, aber in nächster Zeit gerettet werden mußten. Noch auf der Anfahrt ließ der Einsatzleiter die benachbarte Feuerwehr Sontheim nachalarmieren.

Der Einsatz über 20 Stunden bei Außentemperaturen bis -17 °C belastete die eingesetzten Feuerwehrleute und ihr Gerät bis an die Grenzen. Lesen Sie hier die Details dieses schwierigen und aufwendigen Einsatzes. Beim Eintreffen neuer Informationen wird der Artikel ergänzt, denn wir sammeln noch Bilder und Erfahrungen, die hierbei gemacht wurden.

Die Polizei geht mittlerweile von Brandstiftung aus und bittet um Hinweise (Meldung Nr. 3).

Neue hervorragende Bilder bekamen wir am 04.02. von Wolfgang Mayer, FFW Sontheim. Vielen Dank!

Neue Drehleiter GundelfingenAlles neu macht der Herbst… In den letzten Wochen stellten in unserer Umgebung die Feuerwehren mehrere neue Fahrzeuge in Dienst. Zuerst gab es Ende September die Feierstunde für die Gundelfinger Drehleiter, wir haben bereits zu diesem Fahrzeug berichtet. Mitte Oktober weihte nun unsere westliche Nachbarfeuerwehr Sontheim zwei neue Gerätschaften ein, und zwar einen Logistik-Lkw und einen Anhänger Wasserförderung.

Teil eines neuen Einsatzkonzepts
Logistik-LkwDer Lkw verfügt über eine Staffelkabine (sechs Sitzplätze) und einen festen Kofferaufbau mit Ladebordwand. In der Erstbeschaffung waren drei Rollwagen dabei, die verschiedene Beladungsteile aufnehmen. Dieses System soll in den kommenden Jahren noch erweitert werden, indem verschiedene, nicht für den Erstschlag benötigte Gerätschaften von den Löschfahrzeugen herabgenommen und auf Rollwagen verladen werden. Der freiwerdende Platz kann dann für andere Geräte oder auch größere Löschwassertanks bei neu zu beschaffenden Fahrzeugen verwendet werden. Weiterhin wird der Lkw als Personal- und Materialtransporter dienen, sowie zur Absicherung und Ausleuchtung von Unfallstellen auf Straßen.

Anhänger WasserförderungDer Anhänger beinhaltet ebenfalls mehrere Rollwagen. Auf einem befindet sich eine Tragkraftspritze TS 8/8 mit Zubehör, zwei weitere sind mit jeweils 500 m B-Schlauch bestückt. So können während langsamer Fahrt entweder eine einzelne Strecke bis 1000 m oder gleichzeitig zwei Strecken bis 500 m Länge verlegt werden. Außerdem werden Armaturen zur Wasserentnahme aus Hydranten und auch Strahlrohre mitgeführt. Mit diesem Anhänger wird die Abteilung Bergenweiler bei Löscheinsätzen überörtlich Unterstützung leisten. Wenn man so will, handelt es sich um einen vielseitig einsetzbaren kombinierten Tragkraftspritzen- und Schlauchanhänger.

Hackschnitzel abtragenKurz vor 13 Uhr geriet im Bächinger Gewerbegebiet eine mobile Holzhäckselanlage in Brand. Das Feuer breitete sich auch auf bereits gehäckselte und zu hohen Bergen aufgeschichtete Hackschnitzel aus. Wegen verbrennendem Gummi stand eine dicke schwarze Rauchsäule über dem Gebiet. Beim Eintreffen des Bächinger Löschfahrzeugs war der Angriff der früher alarmierten Sontheimer Feuerwehr bereits im Gange und begrenzte die weitere Ausbreitung des Feuers. Die brennenden Hackschnitzelhaufen wurden in der Folge mit einem Radlader abgetragen und zum Ablöschen auf dem Hof ausgebreitet.

Weitere Einzelheiten finden Sie hier: Einsätze, Presseberichte hier: HZ und hier: DZ.