Artikel-Schlagworte: „Ausbildung“

EinweisungAm Samstag, 25.06.2011, zeigten unsere Jugendfeuerwehrleute bei einer Einsatzübung, was sie in den bisherigen Übungen gelernt hatten. Ausgangslage war der Brand eines landwirtschaftlichen Gerätes in seiner Maschinenhalle im eng bebauten Ortsgebiet. Nach dem Eintreffen verschafften sich die beiden Gruppenführer zunächst einen Überblick und entschieden dann über das Vorgehen. Da der Verbleib einer Person ungeklärt war, mußte schnellstmöglich ein Atemschutztrupp in die Halle vorgehen.

Die Arbeiten mußten nun Hand in Hand gehen, um einen schnellstmöglichen Einsatzablauf zu erreichen. Während ein Trupp die Straße beidseitig sperrte, baute die Besatzung des LF 8/6 die Wasserversorgung für den Atemschutzeinsatz auf. Die TSF-Besatzung erhielt den Auftrag, von der Nordseite auf beide Dachflächen einen Löschangriff vorzutragen, weil das gedachte Feuer an einer Stelle gerade durchbrach. Zwischenzeitlich hatte der Atemschutztrupp die vermißte Person entdeckt und ins Freie gebracht. Bald schon war der erste Löscherfolg sichtbar, dank der guten und schnellen Arbeit der jungen Feuerwehrleute konnte auch die Halle größtenteils gerettet werden. Zum Schluß kamen auch die Unterrichtseinheiten über Leitern und Leinen noch zu Ehren, als für eine überhitzte Gasflasche ein provisorischer Behälter zur Kühlung aufzubauen war. Bilder der Übung finden Sie hier: Ausbildung.

Insgesamt gesehen eine schöne kleine Einsatzübung, die von unseren jungen Feuerwehrleuten gut gemeistert wurde. Eine fundierte Ausbildung bereits in der Jugendfeuerwehr ist wichtig, denn der örtliche Brandschutz liegt zukünftig in deren Händen.

Eingeengte FahrbahnWeil alle unsere Feuerwehrleute mit den Fahrzeugen sicher umgehen können sollen, die sie zu führen berechtigt sind, organisierten wir im Frühjahr eine spezielle Fahrerweiterbildung. Ziel soll es sein, daß auch mit einer schwächeren Besetzung bei Einsätzen unter Tag auf jeden Fall die anwesenden Feuerwehrleute mit dem schlagkräftigsten Einsatzfahrzeug ausrücken können. Normalerweise werden Feuerwehrfahrzeuge von den speziell ausgebildeten Maschinisten gefahren. Nun ist es aber so, daß unsere jungen Maschinisten nicht mehr den erforderlichen Führerschein mitbringen und die Gemeinde wegen der schon jahrelang im Raum stehenden Ankündigung des 7,5 t-”Feuerwehrführerscheins” aus Kostengründen niemanden auf die Fahrschule schicken möchte.

Dann muß im Notfall halt jemand fahren, der zwar nicht unbedingt Maschinist ist, aber wenigstens den notwendigen Führerschein hat – davon gibt es bei uns zum Glück noch einige wenige. Der Maschinist fährt dann eben hinten mit. Das ist zwar nicht die optimale Lösung, aber immer noch besser, als wenn das Fahrzeug bei Alarm in der Halle stehenbleibt oder bei ungeübten Fahrern ein Unfall geschieht. Aus diesem Grund sahen wir die Notwendigkeit, alle Führerscheininhaber auf die ensprechenden Fahrzeuge zu schulen.

Die Ausbildung fand in zwei Teilen statt. Im Teil 1 ging es darum, die grundlegende Bedienung und besonders die bauartbedingten Eigenheiten der Fahrzeuge kennenzulernen. Hierzu führten wir verschiedene Fahrübungen durch. Im Teil 2 wurde das feinfühligere Fahren in mehreren Geschicklichkeitsübungen vermittelt. Außerdem brachten wir das Thema “Einweisen” mit hinein, da es hier Bedarf an der Vereinheitlichung von Einweisezeichen gab.

Teil 2 läuft derzeit noch, einige Bilder finden Sie aber schon hier: Ausbildung.
Die Ausbildungsthemen und Fahrübungen können Sie hier einsehen: Fz-Einweisung.

In einer gemeinsamen Übung auf dem Gelände der Kläranlage übten zwei Gruppen der Feuerwehren Medlingen und Bächingen die Personenrettung aus Höhen und Tiefen. An zwei Stationen standen unterschiedliche Übungslagen bereit, die gemeistert werden wollten. Dazu waren im Vorfeld zwei Übungspuppen an verschiedenen Orten platziert worden.

Station “Rettung aus Schacht”

Versuch mit dem Flaschenzug In einem sechs Meter tiefen Schacht liegt ein bewußtloser Arbeiter. Im Schacht wurde eine erhöhte CO2-Konzentration gemessen, weshalb umluftunabhängiger Atemschutz notwendig wird. Aufgabe war es, die Person möglichst zügig aus dem Schacht zu hieven, damit er vom Rettungsdienst versorgt werden konnte. Dazu gab es mehrere Lösungsansätze.
  • Hochziehen mit Rettungsknoten und ohne weitere Hilfsmittel über das Geländer
  • Verwendung eines Leiterbocks in Verbindung mit einer oder zwei Rollen (Flaschenzug)
  • Verwendung eines Leiterbocks mit Flaschenzug und Tragetuch oder Bandschlinge
  • Viele weitere Varianten sind möglich…

Station “Rettung vom Dach”

Vorsichtig ablassen Auf dem Flachdach liegt der Patient mit einem offenen Oberschenkelbruch, der möglichst schonend auf den Boden gebracht werden muß. Als Zeitvorgabe setzte der Notarzt 20 Minuten, dann sollte der Patient im Rettungswagen sein. Wiederum gab es mehrere Möglichkeiten, die auch ausprobiert wurden. Als schonendste und schnellste Lösung dieses Problems stellte sich dann der Leiternhebel heraus. Am Kamin des Gebäudes konnten die Feuerwehrleute selbst gegen Absturz gesichert werden.

Fazit
Bei beiden Stationen hatten die Übungsteilnehmer Gelegenheit, mehrere Varianten zu versuchen. Davon machten sie mit Experimentierfreude auch ausgiebig Gebrauch. Es stellten sich gut geeignete und weniger taugliche Varianten heraus. Als weiteres Übungsziel sollten die Teilnehmer erkennen, welche Möglichkeiten selbst die kleinste Feuerwehr hat, um solche Situationen zu meistern. Es muß nämlich nicht immer die Drehleiter kommen, um Personen vom Dach oder aus einem Schacht zu befreien. Das klappt u.U. mit einfachen Mitteln noch bevor die Drehleiter bei uns eintrifft – wenn man weiß, welche Möglichkeiten man hat und wie sie effektiv einzusetzen sind. Eine lehrreiche Übung, wenngleich sie auch etwas länger als sonst gedauert hat.

Die Bilder dazu finden Sie hier: Ausbildung.

Heute ist der Artikel zum Truppmannlehrgang 2011 in der Donauzeitung erschienen. Seit der Umgestaltung des Internetauftrittes zum Jahresbeginn sucht man solche Artikel dort leider vergeblich und in der Druckausgabe ist der Inhalt doch sehr zusammengestrichen. Daher gibt es ihn hier im Original zum Ausdrucken und überm Bett aufhängen ;-)

Artikel Truppmannlehrgang 2011

FeuerlöscherAn drei Wochenenden im April fand bei stets herrlichem Wetter der diesjährige Truppmannlehrgang, die Grundausbildung der Feuerwehr, an den drei Standorten Medlingen, Haunsheim und Gundelfingen statt. 19 Teilnehmer wurden ausgebildet.

Das erste Wochenende stand ganz im Zeichen der Grundtätigkeiten. Der sichere Umgang mit Schläuchen, Leitern, Leinen und auch Handfeuerlöschern wurde geübt. Am zweiten Wochenende ging es darum, diese erlernten Fertigkeiten im Zusammenhang anzuwenden, um einen kompletten Löschangriff vom Hydranten oder vom offenen Gewässer aufzubauen. Das mittlerweile größte Einsatzgebiet der Feuerwehren wurde am letzten Wochenende beackert – die umfangreichen Tätigkeiten der Technischen Hilfeleistung (THL). An mehreren Stationen übten die angehenden Feuerwehrleute das Absichern und Ausleuchten von Unfallstellen, den Umgang mit hydraulischen Rettungsgeräten an verunfallten Fahrzeugen sowie die Verwendung von Kettensägen, Trennschleifern und Tauchpumpen.

Die fünf Teilnehmer der Bächinger Feuerwehr.

Die fünf Teilnehmer der Bächinger Feuerwehr.

Die schriftliche Prüfung meisterten alle Teilnehmer erfolgreich. Als gerade die praktische Prüfung in Form einer Einsatzübung beginnen sollte, kam ein Einsatz für die Feuerwehr Gundelfingen dazwischen, der für eine Unterbrechung von einer Stunde sorgte. In dieser Zeit konnten Fragen zur abgelegten schriftlichen Prüfung ausführlich geklärt werden. In der etwas verspäteten Abschlußübung waren alle Ausbildungsinhalte vertreten. In einer verrauchten Hütte wurde noch eine Person vermutet. Die angehenden Feuerwehrleute nahmen einen Löschangriff von verschiedenen Seiten vor, durchsuchten vom Hochdrucklüfter unterstützt das Gebäude und retteten die vermißte Person. Die Hilfe mit technischem Gerät kam überraschend in den Einsatz, als ein Schaulustiger (die Puppe Jonathan, ein erprobter und genügsamer Verletztendarsteller) von einem herabstürzenden Ast eingeklemmt wurde. Schnell war die Elektrokettensäge einsatzbereit gemacht, mit der der Ast getrennt und Jonathan somit befreit werden konnte.

Kreisbrandmeister Kleiber bedankte sich in seiner Zusammenfassung am Ende des Lehrgangs bei allen Teilnehmern für ihr Engagement in der Feuerwehr. Sein besonderer Dank ging außerdem an die Ausbilder, die an den drei Wochenenden nicht unwesentlich Zeit für die Weiterbildung ihrer zukünftigen Kameraden investierten.

Einige Eindrücke vom Lehrgang finden Sie hier: Ausbildung.

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