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Nachdem zum 1. September die Regelung mit dem neuen Feuerwehrführerschein nun endlich in Kraft getreten ist, haben wir gleich die Gelegenheit ergriffen und drei neue Fahrer für das 7,5 Tonnen schwere LF8/6 ausgebildet.
Die Hauptprobleme, welche mit dem Inkrafttreten der neuen EU-weiten Führerscheinverordnung zum 1.1.1999 aufkamen, wurden ja bereits in anderen Artikeln zum Thema dargelegt.
Mit dieser neuen Verordung wird nun den Hilfsorganisationen die Möglichkeit geschaffen, ihre Einsatzkräfte (Besitz eine PKW-Führerscheins mindestens 2 Jahre vorausgesetzt) auf ihre jeweiligen Einsatzfahrzeuge selbst zu schulen und zu prüfen. Anfang des Jahres hatten wir ja bereits für alle Kameraden mit Fahrerschulungen auf die jeweiligen Einsatzfahrzeuge begonnen, um so ein Gefühl für das etwas andere Fahrzeug zu vermitteln. Dies ließ sich nun hervorragend mit der Führerscheinausbildung kombinieren.
Nach nun einigen Theorie- und vielen Praxiseinheiten konnten sich die Prüflinge dieses Wochenende nun endlich auf ihre Abschlussprüfung freuen. Jetzt müssen die Führerscheine nur noch ausgestellt werden und los kann es gehen.
Zur bestanden Prüfung dürfen wir unsere drei Kameraden nun herzlich beglückwünschen und eine allzeit gute Fahrt wünschen.
Die Flammen lodern an bis zu sieben Brandstellen.
Zwischen 400 und 600 Grad herrschen unter der Decke, 150 bis 250 Grad in Hüfthöhe. Jeder Liter Löschwasser verwandelt sich in 5000 Liter Wasserdampf, der die Sichtscheibe der Atemschutzmaske blitzartig beschlagen läßt und in großen weißen Dampffahnen aus den Abluftöffnungen quillt. In dieser lebensfeindlichen Umwelt schicken sich Feuerwehrleute an, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Unsere Atemschutzgeräteträger haben am Freitag und Samstag (23. und 24.09.) die Gelegenheit des Brandausbildungscontainers der EnBW genutzt, der an diesen Tagen in Gundelfingen Station machte. Zwei Szenarien wurden pro Übungseinheit dargestellt:
Beim Kellerbrand geht es vom Dach des Containers aus über eine brennende Wendeltreppe nach unten. Dort wartet ein brennender Gasanschluß darauf, abgedreht zu werden. Seitlich an der Wand abgestelltes Material befindet sich bereits im Vollbrand. Die Atemschützer löschen zunächst die Umgebung und kämpfen sich zum Gasanschluß vor. In Absprache schirmt der Truppmann mit dem Strahlrohr die züngelnden Flammen ab, so daß der Truppführer die Ventile absperren kann.
Als zweite Lage geht es um den Brand in einer 20 kV-Stromverteilerstation. Der gedachte Strom wird erst abgestellt, vorher geht aus Sicherheitsgründen niemand in das Gebäude. Der Hauptbrand ist gut sichtbar und wird gleich bekämpft. Ganz heimlich, still und leise brennt es auf einmal neben dem Trupp. Jetzt heißt es richtig reagieren. Der Hauptbrand kann kurz warten, aber nicht die Flammen unmittelbar neben den beiden Feuerwehrleuten.
Der Ausbilder am Stellpult sieht durch ein kleines Fenster in den Übungsraum. Er reagiert auf die Maßnahmen des übenden Atemschutztrupps und kann gezielt kleine Gemeinheiten Anreize einspielen, um einen Lerneffekt zu erzeugen. Die gute Zusammenarbeit des Trupps steht besonders im Blickfeld. Wichtig ist es immer seinen Rückweg im Auge zu behalten, nicht daß man vom Feuer unversehens eingeschlossen wird. Auch ist es wenig ratsam, aufrecht stehend im Raum zu löschen. Eine Flammenfront an der Decke kann äußerst unangenehm werden.
Hier finden Sie einige Bilder der Übung. Die Donauzeitung hat ebenfalls darüber berichtet: Bericht und Bildergalerie.
Internetauftritt EnBW Brandschutz
Ein mit der JF-Waldbrandübung schon arbeitsreicher Tag sollte noch anstrengender werden. Gegen 18:15 Uhr heulten in Bächingen, Ober- und Untermedlingen die Sirenen als Auftakt einer unangekündigten Einsatzübung im Rahmen der Feuerwehraktionswoche. “Pkw-Brand in Garage, Hauptstraße Bächingen” hieß es von der Leitstelle über Funk. Bei der Ankunft des ersten Bächinger Fahrzeugs an der Einsatzstelle, fünf Minuten nach Alarm, war am besagten Gebäude starke Rauchentwicklung aus einem Stadel zu erkennen, der direkt an ein Gasthaus angebaut war. Auf einem kleinen Balkon einer darüberliegenden Wohnung rief eine junge Frau um Hilfe.
Sofort brachten vier Feuerwehrleute die Steckleiter am Balkon in Stellung und befreiten die Frau aus ihrer gefährlichen Lage. Das anschließende Gespräch erbrachte den Hinweis auf den Besitzer, der möglicherweise in dem von ihm als Lackierwerkstatt genutzten Stadel vermißt war. Zeitgleich bereiteten sich die zwei Atemschutztrupps auf ihren Einsatz vor. Der erste Trupp erhielt sogleich den Auftrag, im Gebäude zu erkunden und auch nach dem dort vermuteten Besitzer zu suchen. Zu diesem Zeitpunkt kam die Feuerwehr Obermedlingen mit ihrem LF 10/6 an.
Für eine besondere Übung liefen am Samstag, 16.07.2011 still und heimlich die Vorbereitungen. Eine Übungspuppe wurde ins Schrottfahrzeug geschnallt und beide zusammen zum “Unfallort” gezogen, wo das Vehikel nach einem kräftigen “Hauuuu Ruck” auf der Seite landete. Zwei extra angefertigte Schilder stellten etwaigen Passanten klar, daß es sich hier um eine Ausbildungssituation und keinen Ernstfall handelte.
Die Übung war diesmal so angelegt wie ein echter Einsatz. Vor dem Gerätehaus wurden die Jugendfeuerwehrleute abgefangen – heute wird die Schutzkleidung einsatzmäßig angezogen, die Uhr lief ab der gedachten Alarmierung mit. Die Nachfrage über Funk ergab, daß ein Pkw im Straßengraben gelandet war, angeblich Richtung Sontheim. Beide Fahrzeuge rückten aus. Zwischenzeitlich kam eine neue Meldung, daß die Unfallstelle Richtung Obermedlingen und nicht Richtung Sontheim läge; das kommt zuweilen vor, wenn der Notrufer nicht ortskundig ist. An der Einsatzstelle fanden die jungen Feuerwehrleute dann ein rauchendes, auf der Seite liegendes Fahrzeug vor, in dem eine Person eingeschlossen in den Gurten hing. Diesen Beitrag weiterlesen »
Allerhand Sonderausrüstung führen die für Verkehrsunfälle ausgerüsteten Feuerwehrfahrzeuge mit sich: Hydraulische Rettungsschere, Spreizer und Zylinder, Hebekissen, Unterbaumaterial… Die Vielfalt an Ausrüstung speziell für diese Einsatzart mag bei vielen kleinen Feuerwehren die Frage aufwerfen, was man denn selbst überhaupt machen könne, ohne über diese Ausrüstung zu verfügen. Und hier liegt der Denkfehler. Auch eine kleine Feuerwehr hat Verbandmaterial zur Erstversorgung, Geräteschaften zur Verkehrsabsicherung und auch Unterbaumaterial in Form von z.B. Schläuchen und Schlauchbrücken. Sichern gegen Umkippen kann ebenfalls mit einfachen Mitteln geschehen, man nehme einen Zurrgurt und Steckleiterteile.
Möglichkeiten, die Einsatzstelle für die anfahrende Feuerwehr mit Rettungssatz so herzurichten, daß diese unverzüglich mit der Personenrettung beginnen kann, gibt es viele. Man muß sie nur kennen. Es ist wie bei der Personenrettung aus Höhen und Tiefen; auch kleinere Feuerwehren können ohne besondere Zusatzausstattung wirkungsvolle Erstmaßnahmen ergreifen. Zu diesem Zweck hatten wir ein schrottreifes Auto besorgt, das in mehreren Übungen für FF und JF herhalten sollte.



