Artikel-Schlagworte: „Ausbildung“

Erster Löschangriff aus dem TankIn den letzten Wochen war sowohl die Feuerwehr als auch die Jugendfeuerwehr mit einer Einsatzübung gefordert. Ein klassisches Szenario, wie es schon länger nicht mehr Übungsinhalt war, bekam die Feuerwehr vorgesetzt. Eine freistehende Feldscheune brannte, ein Passant, der löschen wollte, war nahe des Gebäudes umgekippt und lag im Gestrüpp. Hier mußten nun rechtzeitig die richtigen Schwerpunkte gesetzt werden: 1) der Passant mußte da schnellstens weg, wofür 2) Rauch und Feuer in dem Bereich mit einem gezielten Wassereinsatz für die Dauer der Rettung abgedrängt werden mußten. Hierfür konnten in einer schnellen Aktion die 600 l Inhalt des Löschwassertanks des LF 8/6 eingesetzt werden. Parallel dazu baute die Besatzung des TSF eine Wasserentnahme aus der nahen Brenz auf und leitete das Wasser zur Brandstelle, die so mit einem umfassenden Außenangriff angegangen werden konnte.

LöschaufbauBei der Einsatzübung der Jugendfeuerwehr am Bächinger Sägewerk nahm auch die JF Peterswörth mit ihrem LF 8 teil. Ausgangslage war ein noch kleinerer Brand im Außenbereich der Sägehalle, wo Holz und verschiedene Gerätschaften lagerten. Ein Beschäftigter des Sägewerkes war etwas zu unvorsichtig im Umgang mit einer Flüssiggasflasche gewesen. Beim aufgeschreckten Versuch, das Feuer zu bekämpfen, rutschte er unter einen Anhänger und wurde von Holzbalken verschüttet. Um hier wirksam helfen zu können, galt es zunächst, die Ausbreitung des Feuers in Richtung des Verletzten zu verhindern und diesen schnellstmöglich zu befreien. Hierzu errichteten die jungen Feuerwehrleute eine Wasserversorgung aus dem Unterflurhydranten und nahmen mehrere Strahlrohre gegen den Brand vor. Gleichzeitig wurde fieberhaft an der Befreiung des Verschütteten gearbeitet, der letzlich mit dem Wagenheber aus seiner mißlichen Lage erlöst werden konnte.

Einige Bilder der Übungen finden Sie hier: Einsatzübung Feldscheune, Einsatzübung Sägewerk.

In der Sprechfunkausbildung hat der Blaulichtfunker mal folgendes gehört:

  • UKW-Funkwellen breiten sich aus wie das Licht. Stellen, die Sichtkontakt zueinander haben, sollten auch problemlos miteinander Funkbetrieb abwickleln können.
  • Mit den Handfunkgeräten der Blaulichtorganisationen seien in freiem Gelände ca. fünf bis zehn Kilometer Reichweite zu erzielen.
  • Die Antennenhöhe beeinflußt die Reichweite vor allen anderen technischen Faktoren wie Sendeleistung o.ä. Zum Anwendereinfluß auf die Reichweite siehe hier.
  • Gestreckte Antennen sind effektiver als Gummiwendelantennen.

Station MedlingenWeil oft darüber spekuliert wird, wie weit man denn jetzt unter guten Bedingungen tatsächlich mit Handfunkgeräten kommt, fand am Freitag, 26.05.2017, ein kleiner Feldversuch statt. Die beiden Bächinger Fahrzeuge schwärmten mit der Jugend und einem Korb voll Funkgeräte in verschiedenen Frequenzbändern aus zu zwei erhöhten Stellen im westlichen Landkreis Dillingen. Das LF 8/6 bezog Position am Hang nahe Obermedlingen, das TSF begab sich nach Holzheim auf den Berg zur Sebastianskapelle. Zwischen den beiden Punkten liegen etwa 17 km Luftlinie und keine Hindernisse.

Erprobt wurden folgende Geräte: Diesen Beitrag weiterlesen »

Funkgerät in der HandWer kennt sie nicht, die Klagen der Feuerwehrleute über den heute wieder fürchterlich rauschigen und abgehackten Funk? Bei der schnellen Überprüfung gilt der erste Blick dem Akku, der Kanal-, Verkehrsart- und Lautstärkeeinstellung. Paßt das alles, fällt vielen die Erklärung der schlechten Reichweite schwer. Schnell wird dann über das alte (wahlweise: neumodische) Glump geschimpft, das man doch als Handfunkgerät habe. Die Frage, die dem Beschwerdeführer hier aber gestellt werden muß, lautet: „wie hast du denn das Funkgerät getragen?“. Denn je nachdem, wo und wie das Funkgerät am Körper getragen wird, ergeben sich starke Einflüsse auf die Reichweite. Dabei ist es egal, ob es sich um analoge oder digitale Funkgeräte handelt.

Was steckt dahinter? Physik!
Im Sprechfunkerlehrgang hat man doch mal gehört, daß sich Funkwellen von der Antenne ausgehend mit annähernd Lichtgeschwindigkeit in alle Richtungen gleichmäßig ausbreiten. Das stimmt auch, aber nur, wenn keine Hindernisse im Weg sind, die Funkwellen ablenken oder absorbieren (man spricht hier von einer Dämpfung des Signals). Außerdem weiß man noch, doppelte Antennenhöhe bedeutet doppelte Reichweite.
In der Ebene sind mit den üblichen BOS-Handfunkgeräten ohne weiteres Reichweiten bis zu fünf Kilometer, teilweise auch mehr, möglich. Kommen aber nun Hindernisse zwischen Sender und Empfänger hinzu, die das Signal dämpfen, schrumpft die Reichweite u.U. beträchtlich. Solche Hindernisse können dichte Bebauung sein oder auch der Bewuchs mit größeren Pflanzen, wie Wald und Maisfelder. In besonderer Weise spielt aber der menschliche Körper hier eine entscheidende Rolle, denn er dämpft das Signal oft bereits an der Quelle – der Antenne. Immer dann, wenn die Antennen von Sender und Empfänger möglichst hoch und frei stehen, ergeben sich die besten Reichweiten. Je näher die Antenne am Körper getragen wird, desto größer ist die Dämpfung des Funksignals und damit der Reichweitenverlust. Diesen Beitrag weiterlesen »

Die Feuerwehr wird an Einsätzen immer wieder mit der Polizei zu tun haben, ist es doch deren Aufgabe, den Unfallhergang bzw. die Brandursache aufzuklären. Dazu ist eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen notwendig, bei der es hilft, wenn man sich gegenseitig kennt und ein bißchen weiß, wie der jeweils andere arbeitet.

Innenhof der ehem. KaserneAm Samstag, 18.06.2016, besuchten die Jugendfeuerwehren Bächingen und Peterswörth die Polizeiinspektion Dillingen und konnten einmal hinter die Kulissen blicken. Wo wir gerade bei Kulissen sind, die können sich sehen lassen. Das „Heim“ der PI Dillingen ist nämlich eine ehemalige Reiterkaserne, die in den letzten Jahren grundlegend renoviert wurde. Auf dem ehemaligen Appellplatz stehen heute die Einsatzfahrzeuge, deren Motoren mehr Pferde haben als die ganze ehemalige Kavallerieabteilung. Der Innenhof im früheren Offiziersquartier ist ein mit Bäumen beschatteter Garten, in dem die Vögel zwitschern und man vom Straßenlärm kaum mehr was mitbekommt. Diesen Beitrag weiterlesen »

SprechfunkbetriebDie Sprechfunkausbildung (Teil 1) im Rahmen der modularen Truppausbildung findet am 10., 17. und 24.03. im Feuerwehrhaus Bächingen statt. An den drei Donnerstagen werden die Grundlagen von analogem und digitalem BOS-Funk vermittelt, sowie die Gerätebedienung und das Führen von Funkgesprächen.

Beginn ist am 10.03.2016 um 19 Uhr.