Artikel-Schlagworte: „Atemschutz“

Am Samstag, 23.06.2018 führten wir wie vor vier Jahren schon einmal wieder eine Gesamtübung im und am Brandübungscontainer Schwaben in Neu-Ulm durch. Diese hochwertige Übungsgelegenheit bietet einem die seltene Möglichkeit, einen heißen Atemschutzeinsatz und alle ihn außen vorbereitenden und unterstützenden Aufgaben im Zusammehnang zu üben. In der dritten Übung ging es um die Königsdisziplin für eine kleine Feuerwehr: das ersteintreffende Fahrzeug hat keinen Atemschutz und kann nicht direkt eingreifen. Bis das Fahrzeug der gedachten Nachbarfeuerwehr vor Ort ist, baut die Mannschaft deshalb alles so auf, daß die Atemschützer nur noch ihre Angriffsleitung aufnehmen müssen und loslegen können. Herausforderungen waren für alle geboten, von der Jugendfeuerwehr bis zu den Atemschutzgeräteträgern.
Einige Bilder des Übungstages finden Sie hier:

 

Nachdem gerade die Gerichtsverhandlung stattfindet zu dem tragischen Unfall mit Kohlenmonoxid (CO), der im Januar 2017 geschah, bekommt das über die menschlichen Sinne nicht wahrnehmbare giftige Gas eine breite mediale Aufmerksamkeit. Das ist kein Fehler, denn immer wieder führt es zu schweren Vergiftungs- und Todesfällen. Auch wir weisen seit Jahren auf die Gefahren dieses Gases hin, zuletzt mit zwei ausführlichen Fachartikeln. Es ist derzeit mehr als angebracht, auf diese wieder zu verweisen, weil das Thema ständig aktuell bleiben wird.

Eine Erkennung des Gases ist über spezielle Meß- und Warngeräte, wie sie manche Feuerwehren und mittlerweile oft der Rettungsdienst mitführen, möglich. Für Gebäude gibt es heute CO-Melder, die ähnlich wie Rauchmelder aussehen. Einen Schutz bei erfolgter starker CO-Freisetzung bieten nur Atemschutzgeräte, die einen eigenen Luftvorrat mitführen (Preßluftatmer) oder Brandfluchthauben, die einen dafür geeigneten Filter haben. Normale ABEK2-P3 Kombifilter, wie sie die Feuerwehr bevorratet, können das Kohlenmonoxid nicht aufhalten.

EntrauchungAm 23.06.2015 richtete die JF Gundelfingen einen Berufsfeuerwehrtag aus. Neben einer Reihe von anderen unterschiedlich umfangreichen Aufgabenstellungen fand am Nachmittag gegen 15 Uhr ein Großeinsatz statt, zu dem auch die umliegenden Jugendfeuerwehren aus Unterbechingen und Bächingen alarmiert wurden.

Die Brandmeldeanlage in der Lagerhalle eines in der Industriestraße ansässigen Obsthandels hatte ausgelöst, ebenso gingen zahlreiche Anrufe ein, die von einer starken Rauchentwicklung auf dem Betriebsgelände berichteten. Beim Eintreffen der örtlichen Feuerwehr fand der Einsatzleiter eine vollständig verrauchte Lagerhalle vor, in der nach ersten Aussagen drei Arbeiter vermißt wurden. Außerdem hatten sich auf den Balkon einige Büroangestellte geflüchtet, deren Weg zum Ausgang durch den Rauch versperrt war, und riefen um Hilfe.

Außenangriff geht in BetriebAtemschutztrupps machten sich für die Personensuche in der Halle bereit, parallel dazu liefen die Vorbereitungen für die Rettung der Angestellten vom Balkon über die vierteilige Steckleiter. Kurz darauf trafen die Jugendfeuerwehren Unterbechingen und Bächingen mit drei Fahrzeugen an der Einsatzstelle ein. Ihre Aufgabe war es nun, die Wasserversorgung vom nahegelegenen Löschbrunnen zu errichten, den gerade beginnenden Löschangriff von außen zu verstärken und zwei weitere Atemschutztrupps für die Suche in der Halle zu stellen.

So nahm ein Großeinsatz seinen Lauf, der insgesamt etwa eineinhalb Stunden dauerte und für die in zweifacher Zugstärke angetretenen Jugendfeuerwehren die unterschiedlichsten Herausforderungen bereithielt. Nachdem sich der Einsatzerfolg am Ende eingestellt hatte, bedankten sich die Organisatoren ganz herzlich bei der Familie Wudy, die ihr Gelände und Gebäude für diese Übung so problemlos zur Verfügung gestellt hatte, was heute leider nicht mehr selbstverständlich ist.

Die Bilder der Übung finden Sie hier: JF-Großeinsatz.

Ab in den GewölbekellerDie Bächinger Atemschutzmannschaft erhielt kürzlich Verstärkung. Drei junge Feuerwehrmänner besuchten vom 07. – 21.11.2014 den Lehrgang „Atemschutzgeräteträger“ bei der Feuerwehr Dillingen und legten am 21.11. die letzte theoretische Prüfung ab. Angesichts der kommenden Aufgaben im Einsatz sind diese Lehrgänge sowohl in der Theorie als auch in der Praxis anspruchsvoll und kräftezehrend, nicht alle Teilnehmer vom ersten Abend erreichen die Abschlußprüfung, manch einer mußte schon vorzeitig abbrechen. Umso mehr freut es uns, daß unsere Feuerwehrleute diese erste Herausforderung erfolgreich gemeistert haben und für die weitere Ausbildung bereitstehen. Für das kommende Jahr ist für sie ein Besuch des Brandübungscontainers in Neu-Ulm geplant, wo es unter einsatznahen Bedingungen heiß zur Sache geht…

Einige Bilder des Lehrgangs finden Sie hier: Atemschutzlehrgang.

In einem früheren Artikel informierten wir zur Bildung von gifitgem Kohlenmonoxid aus Holzpellets. In dieser Sache liefen in der Zwischenzeit einige Forschungsarbeiten, deren Ergebnisse nun vorliegen.