Heute ist mir beim Aufräumen das links abgebildete Heftlein in die Hände gefallen. Es dürfte etwa um 1978 datieren und führt alle Feuerwehrfahrzeuge auf, die im Landkreis Dillingen damals ein eingebautes Sprechfunkgerät hatten. Heute ist es eine Selbstverständlichkeit, daß jedes Feuerwehrfahrzeug über Funk erreichbar ist. Damals war das noch die Ausnahme. Wenn man sich die Ortsnamen so durchliest, stellt man fest, daß hauptsächlich die größeren Feuerwehren vertreten sind. Eines sticht dabei besonders heraus: das Bächinger TSF als kleinstes genanntes Löschfahrzeug! Auch bei den Handfunkgeräten werden die Bächinger schon genannt.
Man kann es sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie es vor der flächendeckenden Einführung der Funkgeräte bei der Feuerwehr war. Alarmiert wurde damals wie heute über die Sirene. Die Feuerwehrleute eilten von ihrer Arbeit zum Gerätehaus und schalteten den Funkempfänger ein. Den gab es seit der Landkreis auf Funkalarmierung umgestellt hatte, etwa 1975. Mit ihm konnte man den Betriebskanal des Landkreises empfangen und die Alarmmeldung der Polizei hören. So wußte man, wo der Einsatz stattfand. Die Möglichkeit einer Rückmeldung hatte nur die Feuerwehr, die ein Telefon in ihrem Gerätehaus ihr Eigen nennen konnte. Das ist in Bächingen bis heute nicht der Fall. War die Feuerwehr dann (ohne Funk) auf dem Weg zur Einsatzstelle, gab es keine Möglichkeit der Verständigung mehr. Wenn die Örtlichkeit zunächst falsch gemeldet wurde, begann die große Sucherei.
Das alles zeigt, daß die damalige Feuerwehrführung die Zeichen der Zeit erkannt und richtig gehandelt hatte. Das TSF wurde 1971 angeschafft, noch ohne Funkausrüstung. 1976 kaufte die Feuerwehr Bächingen dann zwei Handfunkgeräte FuG 10 für den Funkverkehr an der Einsatzstelle, 1977 kam das Fahrzeugfunkgerät FuG 7b im TSF hinzu, womit es erstmals landkreisweit erreichbar war. Die Steigerung des Einsatzwertes war beachtlich, konnte man doch jetzt die Feuerwehr auch unterwegs erreichen und aktuelle Meldungen und Aufträge weitergeben. Andererseits mußte man sehr viel Geld hinlegen, um eine BOS-Funkausrüstung zu bekommen: 3896,76 DM für beide Handfunkgeräte mit Zubehör, und um die 9000 DM für die Fahrzeugfunkanlage. Zum Vergleich, das ganze TSF kostete 1971 etwa 17.000 DM.
Einige interessante Schriftstücke aus dieser Zeit finden Sie hier:
Am Freitag, 13. August 2010 ist wieder bundesweiter Rauchmeldertag.
In vielen Gebäuden sind noch keine Rauchmelder installiert. Bei etlichen Brandfällen, die ich beruflich zu untersuchen hatte, wäre oftmals noch eine Selbstrettung der Geschädigten möglich gewesen, wenn sie nur rechtzeitig auf den Brand in ihrem Haus aufmerksam geworden wären. Meistens fanden diese Brände nachts statt, und die Opfer sind am Rauch erstickt, nicht verbrannt. Problematisch ist, daß im Tiefschlaf vier unserer fünf Sinne ebenfalls schlafen. Nur der Gehörsinn schläft nie – und hier setzen die Rauchmelder an.
Anhand der Trübung der Raumluft erkennen sie bereits geringste Mengen von Rauch und schlagen sofort lautstark Alarm. Das kann Ihnen im Fall der Fälle den entscheidenden Zeitvorteil verschaffen, den Sie benötigen, um sich in Sicherheit zu bringen. Für verschiedene Anwendungszwecke gibt es entsprechende Melder. Es können batteriebetriebene Einzelgeräte sein, netzversorgte, beides kombiniert, sie können auch per Draht oder Funk untereinander vernetzt sein. Die Beratung, daß Sie für Ihren speziellen Fall auch die optimale Lösung einsetzen, erhalten Sie im Fachhandel.
Informieren Sie sich. Schützen Sie sich und Ihre Familie!
- Artikel zu Rauchmeldern im Brennpunkt: Rauchmelder I, Rauchmelder II, Rauchen im Bett.
- Artikel mit dem Stichwort “Rauchmelder“.
- Forum Brandrauchprävention “Rauchmelder – Lebensretter“
Um 13:49 Uhr wurden die Feuerwehren Bächingen und Obermedlingen zu einem brennenden Strommasten beim Bächinger Bauhof alarmiert. Bei der Ankunft an der Einsatzstelle war das Feuer bereits erloschen, es rauchte nur noch. Die Bächinger Feuerwehrleute stellten den Brandschutz sicher und sperrten den Gefahrenbereich ab, bis das defekte Kabel vom Energieversorger ausgetauscht wurde. Nach Aussage des Mitarbeiters könnte ein Specht für den Isolationsschaden verantwortlich sein, das gäbe es in letzter Zeit öfter. Der Verursacher dürfte in diesem Fall nicht mehr zur Rechenschaft zu ziehen sein.
Mehr zu diesem Einsatz und einige Bilder finden Sie bei unseren Einsätzen.
“Endspurt,” haben sich die Lehrer und Schüler der Bächinger Grundschule gedacht, “diese Woche noch durchhalten, dann sind Sommerferien”. Mit größeren Überraschungen rechnete keiner mehr, die Noten sind gemacht. Niemand kam auf den Gedanken, daß dieser Tag noch ein aufregendes Ereignis bereithielt. Auf der geheimen Liste der Feuerwehr stand nämlich noch eine Einsatzübung an der Schule im Zusammenhang mit der halbjährlich fälligen Räumungsübung. Kurz nach 09:45 Uhr stiegen Rauchschwaden aus dem Heizungskeller auf, die in wenigen Sekunden eins der beiden Treppenhäuser eingehüllt hatten.
Da im Erdgeschoß einige Türen offen waren bemerkte die anwesende Klasse schnell, daß hier was nicht stimmte und schlug Alarm. Sofort wurde die Schulleiterin in Kenntnis gesetzt, daß es aus dem Keller rauchen würde. Die Schulleiterin gab das Räumungssignal und wählte den Notruf 112. Somit wurde die Sache offiziell, den Anruf nahm zunächst die Leitstelle Ostalb in Aalen entgegen. Diese vermittelte den Anruf sofort zur zuständigen Leitstelle Augsburg, wo der Disponent die wichtigen Daten des Ereignisses abfragte, um die Lage einschätzen zu können. Unter anderem wurde die Farbe des Rauches abgefragt und ob die Klassen sich selbständig in Sicherheit bringen können. Zu dieser Zeit lief bereits die Räumung des Gebäudes auf Hochtouren. Dann kam die Feuerwehr ins Spiel.
In Vorbereitung auf die Einsatzübung an der Grundschule Bächingen mußten einige Dinge organisiert werden, die auch eine Erwähnung wert sind. Ich wollte ja, daß im Übungsverlauf ein echter Notruf abgesetzt werden konnte, weil man so die tatsächlichen Abläufe einmal 1:1 durchspielen könnte. Bei überraschenden Übungen muß man aber immer peinlich darauf aufpassen, daß nicht auf irgendeinem Wege ein unbeabsichtigter Großeinsatz daraus wird. Eine Unsicherheit ist ja heutzutage, daß jeder ein Mobiltelefon rumträgt und es in jedem passenden und auch unpassenden Moment einsetzt. Das könnte ja auch auf die Schulkinder zutreffen, die dann schnell heimtelefonieren “Mami, bei uns brennt die Schule”. So etwas hätte recht unangenehm werden können. Also müssen alle vorab informiert werden, die Notrufe entgegennehmen. Durch unsere Lage an der Landesgrenze jedoch wird die Sache kompliziert, weil alle Stellen praktisch doppelt vorhanden sind:
Notrufe kommen durch unsere württembergische Vorwahl in Aalen (112) und in Heidenheim (110) heraus. Zuständig sind aber Augsburg für Feuerwehr und Rettungsdienst und in Dillingen ist die zuständige Polizeidienststelle. Den Leitstellen Augsburg und Aalen wurde also zunächst je ein Fax mit der geplanten Übungslage geschickt. Am Montag hatte ich dann tatsächlich mit jeder Notrufstelle in der Umgebung Telefonkontakt. War ganz interessant.
Zuerst führte mich die 110 nach Heidenheim zur Polizeidirektion, wo der Diensthabende alles aufnahm und mich zum zuständigen Polizeiposten Sontheim a.d. Brenz durchstellte. Auch dort meldete ich die Übung an. Dann ging es über die örtliche Nummer nach Dillingen zur Pollzeiinspektion, die ebenfalls in Kenntnis gesetzt wurde. Anschließend tippte ich die 112 und klärte mit der Leitstelle in Aalen den heutigen Ablauf nochmal ab, damit nicht versehentlich von württembergischer Seite Großalarm ausgelöst wird. Das Gespräch mit der Leitstelle Augsburg nahm mir unser Kreisbrandmeister ab. Festgestellt habe ich, daß an allen beteiligten Stellen freundliche und angenehme Kollegen sitzen. Alle wünschten uns eine gute Übung, manche auch viel Spaß.
Hiermit viele Grüße an alle Dienststellen in beiden Ländern, die sich tagtäglich unsere Notlagen anhören müssen. Vielen Dank für die angenehme Zusammenarbeit. Man hört sich sicher wieder mal über Funk oder Telefon. Wünsche noch einen ruhigen Dienst!


