Mit der Bayerischen Rettungsmedaille wird ausgezeichnet, wer bei der Rettung eines Menschen aus Lebensgefahr sein eigenes Leben eingesetzt hat. Das haben am 11.04.2016 drei junge Leute in Eichstätt getan, als sie einen in der Altmühl gekenterten und ob der Lage hilflosen Kanufahrer aus seiner Zwangslage befreiten. Einer dieser Retter war unser Feuerwehrkamerad Fabian Benkowitsch, der gerade in Eichstätt studiert und auch dort in der Feuerwehr aktiv ist. Er kam privat an der Altmühl entlang zur Unfallstelle, auf die ihn die beiden jungen Frauen, die das Geschehen beobachtet hatten, durch Rufe aufmerksam machten. Mit vereinten Kräften gelang es, den Kanufahrer aus dem kalten Fluß zu ziehen.

In der Verleihungsliste steht folgender Sachverhalt zu lesen:

Am 11.04.2016 kenterte ein Mann in Eichstätt auf der Altmühl. Frau Saßmannshausen und Frau Schwarzer sprangen in den Fluss und machten mit lauten Hilferufen auf die Notsituation aufmerksam. Herr Benkowitsch sprang ebenfalls sofort ins Wasser. Gemeinsam zogen sie den Mann über das Ufer in Sicherheit.

Wir gratulieren den Rettern zu Ihrer mutigen Tat und der verdienten Auszeichnung!

Im Bild v.l.n.r.: Regierungspräsidentin Brigitta Brunner, Fabian und Julia Benkowitsch und der Eichstätter Oberbürgermeister Andreas Steppberger.

Um 17:11 Uhr alarmierte die Leitstelle die Feuerwehr Bächingen zu einem Baum, der über dem Radweg Richtung Gundelfingen liege. Mit der Alarmierung erschien der örtliche Gemeindearbeiter am Feuerwehrhaus und teilte mit, er habe gerade eben einen Baum vom Radweg, kurz vor der Kläranlage, entfernt. Wie sich herausstellte, hatten offenbar mehrere Passanten, die es nach dem stürmischen und verregneten Herbsttag an die frische Luft zog, bei unterschiedlichen Stellen angerufen. Der erste informierte den Bürgermeister, der den Gemeindearbeiter ins Bild setzte, der kurz darauf den Baum beiseiteräumte. Inzwischen ging offenbar der Anruf eines weiteren Passanten bei der Leitstelle ein, der dem mittlerweile geräumten Baum galt. So kam es zur Alarmierung. Die Sache konnte dann kurz und knapp abgehandelt werden.

Nachdem gerade die Gerichtsverhandlung stattfindet zu dem tragischen Unfall mit Kohlenmonoxid (CO), der im Januar 2017 geschah, bekommt das über die menschlichen Sinne nicht wahrnehmbare giftige Gas eine breite mediale Aufmerksamkeit. Das ist kein Fehler, denn immer wieder führt es zu schweren Vergiftungs- und Todesfällen. Auch wir weisen seit Jahren auf die Gefahren dieses Gases hin, zuletzt mit zwei ausführlichen Fachartikeln. Es ist derzeit mehr als angebracht, auf diese wieder zu verweisen, weil das Thema ständig aktuell bleiben wird.

Eine Erkennung des Gases ist über spezielle Meß- und Warngeräte, wie sie manche Feuerwehren und mittlerweile oft der Rettungsdienst mitführen, möglich. Für Gebäude gibt es heute CO-Melder, die ähnlich wie Rauchmelder aussehen. Einen Schutz bei erfolgter starker CO-Freisetzung bieten nur Atemschutzgeräte, die einen eigenen Luftvorrat mitführen (Preßluftatmer) oder Brandfluchthauben, die einen dafür geeigneten Filter haben. Normale ABEK2-P3 Kombifilter, wie sie die Feuerwehr bevorratet, können das Kohlenmonoxid nicht aufhalten.

Am Mittwoch, 18.10. um 11 Uhr wird wieder in weiten Teilen Bayerns eine Sirenenprobe durchgeführt. Ausgestrahlt wird das Signal „Allgemeine Warnung“, wie es bei Großschadensereignissen (drohendes Hochwasser, Unfall mit Freisetzung von Gefahrgut oder Radioaktivität) verwendet wird. Es handelt sich um einen einminütigen Heulton und ordnet im Ernstfall an:

„Holen Sie Kinder ins Haus, schließen Sie Türen und Fenster. Schalten Sie das Rundfunkgerät ein. Achten Sie auf Durchsagen und Verhaltensanweisungen. Achten Sie auch auf Durchsagen von Lautsprecherwarnfahrzeugen. Unterrichten Sie zudem Ihre Nachbarn, wenn diese den Alarm nicht gehört haben.“

Sirenen können unterschiedliche Signalfolgen erzeugen und sind, wie Sie sehen, nicht nur für die Feuerwehr wichtig.

Neben dem Sirenensignal werden auch – soweit vorhanden – andere Warnmittel, wie beispielsweise Warn-Apps auf dem Smartphone getestet.

Dach aufDie roten Kombis sind wohl gerade besonders gefährlich. Erst kürzlich war einer an der Sparkasse in einen folgenschweren Unfall verwickelt, jetzt rauschte einer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit die Medlinger Straße herein und krachte, unter sträflicher Mißachtung des neues Stopschildes an der Kreuzung, in einen gegenüberliegenden Baum. Allerhand. Über die für solche Unfälle mit stark verformten Fahrzeugen und eingeklemmten Verletzten notwendigen schweren hydraulischen Rettungsgeräte verfügt die Bächinger Feuerwehr nicht. Für diese Übung hatte die Feuerwehr Sontheim freundlicherweise zwei Ausbilder mit ihrem LF 10/6 entsandt. Nachdem alle Jugendhelme mit Klappvisieren ausgestattet waren, konnte es losgehen. Das Löschfahrzeug fuhr über die Lindenstraße mit großem Getöse die Einsatzstelle an, was zu einem kaum unterdrückbaren Grinsen auf den Gesichtern der jungen Mitfahrer im Mannschaftsraum führte.

An der Unfallstelle gab es zunächst eine Einweisung in die Geräte und die geplante Vorgehensweise. Nach dem Sichern des Fahrzeugs begannen die Arbeiten mit der Entfernung der Fenster. Beim anfangs noch nebligen Wetter konnte man die Klebebandmethode zum Binden von tausenden kleinen Glasbröseln der Sicherheitsverglasung vergessen. So wurden zunächst die vom Patienten entfernt liegenden Scheiben geöffnet. Dann kam der Spreizer in den Einsatz, der ausgesprochen kräftig ist, für den aber auch der Bediener ausgesprochen kräftig sein sollte. Mit Haltehilfe am Gerät ging es aber auch. Die Beifahrertür drückten die jungen Feuerwehrleute als erstes aus den Scharnieren, so daß der Zugang zum Verletzten möglich war. Der wurde nun mit einer durchsichtigen Plane vor entstehenden Splittern durch die Arbeiten auf seiner Seite geschützt. Die Fahrertür kam als nächstes dran. Nachdem diese entfernt war, sollte über das Dach eine große Öffnung zur Befreiung des Fahrers geschaffen werden. Mit der hydraulischen Schere trennte man nun die Säulen und schnitt die Dachkante hinten ein, so daß schließlich das Dach aufgeklappt werden konnte. Auftrag erledigt, der Patient war rundum zugänglich.

Einige Bilder der Übung finden Sie hier: Ausbildung.