Bilderschau innenUnter einem guten Stern stand dieses Jahr die Maifeier, bei der allerbestes Feierwetter herrschte. Der einzige regenfreie, beständige und sonnige Tag war tatsächlich der Sonntag. Hatte man in den Vorjahren doch immer wieder einmal den Wareneinkauf wegen des zu erwartenden kühlen Wetters etwas reduziert, war es diesmal fast nötig, kurzfristig zusätzliche Lebensmittel nachzuholen, was allerdings am Sonntag nicht möglich war. Die Helfer in den Verpflegungsständen arbeiteten auf Hochtouren, bis zuerst Pommes Frites, dann Steak und anschließend die Käse-Tomaten-Seelen ausverkauft waren. Die klassischen Seelen und die Grillwürste verkauften sich ebenfalls gut und waren auch in passender Menge bevorratet, so daß nur wenig übrig blieb.

Für verschiedene Provisorien der Vergangenheit lautete diesmal die Losung: „jetzt mach mer’s gscheit!“. So waren mangels Zimmerleuten unsere Rundumelektriker am Werk und bauten ein stabiles, mit Plane bespanntes Holzrahmengestell als Wind- und Wetterschutz für die geöffnete Torhälfte. Für den Digitalprojektor entstand eine ausgetüftelte Halterung, damit man ihn problemlos und ohne die bisher notwendigen fummligen Zurrgurte an der Leiter befestigen konnte.

Wie in den letzten Jahren schon, ließen wir eine kleine Bilderschau des vergangenen Jahres laufen, die der Projektor an die Wand über dem Ausschank warf. Diesmal gab es erstmals ausgesuchte Einsatzbilder der letzten Jahre zu sehen, die unsere Gäste sichtbar interessiert verfolgten. Die gerade leerstehenden Spinde nutzten die Gelegenheit, mit allerlei Sprüchen für sich Werbung zu machen, einer erklärte gar mit einem Schild dem Leerstand den Kampf. In der Fahrzeughalle kletterte außerdem unser Herr Blaumann herum, der dadurch die konkurrenzlos beste Übersicht hatte.

Einige Bilder der Feier finden Sie hier: Maifeier.

Funkgerät in der HandWer kennt sie nicht, die Klagen der Feuerwehrleute über den heute wieder fürchterlich rauschigen und abgehackten Funk? Bei der schnellen Überprüfung gilt der erste Blick dem Akku, der Kanal-, Verkehrsart- und Lautstärkeeinstellung. Paßt das alles, fällt vielen die Erklärung der schlechten Reichweite schwer. Schnell wird dann über das alte (wahlweise: neumodische) Glump geschimpft, das man doch als Handfunkgerät habe. Die Frage, die dem Beschwerdeführer hier aber gestellt werden muß, lautet: „wie hast du denn das Funkgerät getragen?“. Denn je nachdem, wo und wie das Funkgerät am Körper getragen wird, ergeben sich starke Einflüsse auf die Reichweite. Dabei ist es egal, ob es sich um analoge oder digitale Funkgeräte handelt.

Was steckt dahinter? Physik!
Im Sprechfunkerlehrgang hat man doch mal gehört, daß sich Funkwellen von der Antenne ausgehend mit annähernd Lichtgeschwindigkeit in alle Richtungen gleichmäßig ausbreiten. Das stimmt auch, aber nur, wenn keine Hindernisse im Weg sind, die Funkwellen ablenken oder absorbieren (man spricht hier von einer Dämpfung des Signals). Außerdem weiß man noch, doppelte Antennenhöhe bedeutet doppelte Reichweite.
In der Ebene sind mit den üblichen BOS-Handfunkgeräten ohne weiteres Reichweiten bis zu fünf Kilometer, teilweise auch mehr, möglich. Kommen aber nun Hindernisse zwischen Sender und Empfänger hinzu, die das Signal dämpfen, schrumpft die Reichweite u.U. beträchtlich. Solche Hindernisse können dichte Bebauung sein oder auch der Bewuchs mit größeren Pflanzen, wie Wald und Maisfelder. In besonderer Weise spielt aber der menschliche Körper hier eine entscheidende Rolle, denn er dämpft das Signal oft bereits an der Quelle – der Antenne. Immer dann, wenn die Antennen von Sender und Empfänger möglichst hoch und frei stehen, ergeben sich die besten Reichweiten. Je näher die Antenne am Körper getragen wird, desto größer ist die Dämpfung des Funksignals und damit der Reichweitenverlust. Diesen Beitrag weiterlesen »

Altes Sofa "entsorgt"Der Abfallwirtschaftsverband hatte für die erste Aprilwoche wieder zu einer Flurreinigung aufgerufen, an der sich unsere Jugendfeuerwehr wie in den letzten Jahren schon beteiligte. Um 8:30 Uhr ging es los, das Anhängerle am TSF angespannt. Zuerst waren einige Lokalitäten um die Dorfmitte an der Reihe, anschließend ging es an der Brenz entlang Richtung Gundelfingen. Zwei Müllsäcke hatten sich bis hierhin gefüllt; erfreulich, daß es nicht mehr war, was in der Landschaft herumlag. Bei der Kontrolle der weitläufigen Feldwege südlich der Gundelfinger Straße jedoch kam dann die erste richtige Schweinerei zum Vorschein: es hatte jemand sein altes Sofa zerschlagen und einen kleinen Hang neben dem Weg hinuntergeworfen (schwäbisch: da Roina nagschmissa). Nachdem diese Teile aufgeladen waren, mußte die erste Fahrt zum Wertstoffhof unternommen werden, um wieder Platz zu bekommen.

Die anschließend fortgeführte Kontrolle im wilden Süden führte zum Auffinden einer weiteren Umweltsünde am südlichen Ende einer Baumreihe. Dort lagen mehrere Säcke mit Schaumstoffmaterial, die einen atemberaubenden Duft verströmten. Ratzfatz war der Anhänger wieder voller Müll. Zum Glück gab es bis zum Sammlungsende nur noch Kleinkram, der auf dem Anhänger problemlos Platz fand. Um die Mittagszeit beendeten wir die Sammlung und kehrten traditionell in die Pizzeria Italia nach Niederstotzingen zum Mittagessen ein. Nachmittags luden wir die gesammelten Werke erneut beim Wertstoffhof ab, anschließend war für die Helfer Feierabend.

Einige Bilder der Aktion finden Sie hier: Flurreinigung.

Für Aufregung sorgte ein lauter Knall und die Auslösung der Brandmeldeanlage in einem Gymnasium. Im Chemiesaal war es zu einer Verpuffung gekommen. Zu dieser Zeit war dort aber glücklicherweise niemand anwesend. Was war passiert? Konnte ein vorangegangener Chemieversuch etwas mit dem Brand zu tun haben, oder war ein heimtückischer Brandstifter dafür verantwortlich? Ein neuer Fall für die Chemiker der Brandursachenerforschung…

17E06-BR-Heuhaufen_06Gegen 11:15 Uhr ging beim Stv. Kdt. die Mitteilung ein, daß die im Januar auf den Flächen um das Brandobjekt abgelagerten Heuhaufen wieder brennen würden. Eine Überprüfung durch die Kommandanten bestätigte diese Meldung. Die starke weiße Rauchentwicklung zog in westliche Richtungen ab. Weil es so nicht bleiben konnte, wurde die Leitstelle informiert, daß nach dem Mittagessen eine kleine Besatzung die Brandbekämpfung übernehmen werde. Weiterhin informiert wurde der Kdt. der FFW Obermedlingen, falls ein zweites wasserführendes Fahrzeug benötigt würde. Eine kleine Mannschaft dort war deshalb mittags abrufbar, wurde aber letztendlich nicht benötigt. Der Betreiber des Hofs wurde mit einem Traktor mit Frontlader hinzugebeten, um den Haufen umzubetten.
Um 13 Uhr fuhr das LF 8/6 hinaus und unternahm mit einem D-Rohr und Seifenkartusche das Ablöschen der von Traktor und Misthaken freigelegten Glutnester. Der Tankinhalt konnte mit dem kleinen Strahlrohr sehr effektiv und sparsam eingesetzt werden.

Einige Bilder des Einsatzes finden Sie hier: Brand Heuhaufen.