Vor einiger Zeit wurde uns ein trauriges Beispiel für einen schiefgegangenen Notruf bekannt:

Eines Tages brach in der Küche von Frau B. ein Feuer aus. Da sie es nicht mehr selbständig löschen konnte, rief sie verzweifelt bei Ihrem Enkel, Herrn F., an. Der Inhalt des Telefonats lautete in etwa „Bua, bei mir brennts!“. Dann legte sie auf.
Herr F. hatte jetzt ein Problem. Da Frau B. ihren Namen nicht genannt und er zwei Großmütter im gleichen Ort hatte, wußte er nicht wo es brennt. Beide wohnten etwas außerhalb. Er setzte sich in sein Auto und fuhr schnellstens zu Frau M., seiner zweiten Großmutter. Als er dort angekommen war und keinen Brand vorfand, sah er am gegenüberliegenden Ende des Ortes eine Rauchsäule aufsteigen. Es brannte also tatsächlich bei seiner anderen Großmutter, Frau B.! Nun wählte er den Notruf 112 und alarmierte die Feuerwehr.
Beim Eintreffen der Feuerwehr an der Einsatzstelle befand sich das Erdgeschoß des Hauses bereits in Vollbrand. Frau B. wurde im Zuge der Löschmaßnahmen leblos in einem kleinen Zimmer entdeckt. Alle Wiederbelebungsversuche verliefen erfolglos.

Wenn es bei Ihnen brennt oder ein medizinischer Notfall vorliegt, verschwenden Sie keine Zeit und rufen Sie diese Nummer an:

112

Diese Punkte sollte der Notruf enthalten:

  • Wer ruft an?
  • Was ist passiert?
  • Wo ist es passiert?
  • Wieviele Verletzte / Betroffene?
  • Warten auf Rückfragen, nicht auflegen!

Merken Sie sich vor allem den letzten Punkt: Nicht auflegen, bevor es die Leitstelle tut! Der Disponent fragt sie gezielt nach den genannten Punkten ab, damit die richtige Hilfe schnellstmöglich bei Ihnen ankommt.

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