Die Einsatzchronik der Feuerwehr seit 1876 finden sie hier.

Übersicht

20.06.2017 – Brennender Holzhaufen Medlingen Richtung Gundelfingen

Um 10 Uhr alarmierte die Leistelle Augsburg die Feuerwehren Ober- und Untermedlingen sowie Bächingen zu einer unklaren Rauchentwicklung aus einem Waldstück nördlich der Bundesstraße B 16, Abzweigung zur B 492 Medlingen. Durch das „Zielgebiet“ verläuft die Gemarkungsgrenze Medlingen / Gundelfingen. Bei der Anfahrt der Feuerwehren und der Polizeistreife stand allerdings die gemeldete Rauchsäule nicht mehr am Himmel, so daß die Einsatzstelle zunächst gesucht werden mußte. Auf dem Gelände eines bewaldeten Privatanwesens wurde schließlich ein größerer, bereits weitgehend heruntergebrannter Holzhaufen entdeckt. Mit den Inhalten der beiden Fahrzeuglöschwasserbehälter verhinderten die Feuerwehren die weitere Ausbreitung des Brandes auf benachbarte Sträucher. Unter Mithilfe von Landwirten mit Fässern wurde die Brandstelle anschließend abgelöscht. Für die Bächinger Feuerwehr war gegen 11:15 Uhr Einsatzende.

26.03.2017 – Heuhaufen vom Großbrand wieder aufgeflammt

Gegen 11:15 Uhr ging beim Stv. Kdt. die Mitteilung ein, daß die im Januar auf den Flächen um das Brandobjekt abgelagerten Heuhaufen wieder brennen würden. Eine Überprüfung durch die Kommandanten bestätigte diese Meldung. Die starke weiße Rauchentwicklung zog in westliche Richtungen ab. Weil es so nicht bleiben konnte, wurde die Leitstelle informiert, daß nach dem Mittagessen eine kleine Besatzung die Brandbekämpfung übernehmen werde. Weiterhin informiert wurde der Kdt. der FFW Obermedlingen, falls ein zweites wasserführendes Fahrzeug benötigt würde. Eine kleine Mannschaft dort war deshalb mittags abrufbar, wurde aber letztendlich nicht benötigt. Der Betreiber des Hofs wurde mit einem Traktor mit Frontlader hinzugebeten, um den Haufen umzubetten.
Um 13 Uhr fuhr das LF 8/6 hinaus und unternahm mit einem D-Rohr und Seifenkartusche das Ablöschen der von Traktor und Misthaken freigelegten Glutnester. Der Tankinhalt konnte mit dem kleinen Strahlrohr sehr effektiv und sparsam eingesetzt werden.

17.03.2017 – Schwerer Verkehrsunfall, Transporter entwurzelt Baum

Um 11:50 Uhr erging Alarm für die Feuerwehren Bächingen, Obermedlingen und Gundelfingen. Gemeldet laut Einsatzdepesche war ein Verkehrsunfall mit zwei Verletzten, davon einer eingeklemmt. Die Bächinger Fahrzeuge fuhren gemäß der Meldung „von Biogasanlage Richtung Seehof“ über Sontheimer und Günzburger Straße an, die Einsatzstelle befand sich schließlich jedoch auf der langen Geraden zwischen Lachbrunnen und Kieswerk. Dort war ein mit zwei Monteuren besetzter und Richtung Günzburg fahrender Transporter nach einem Überholvorgang mit der Beifahrerseite voraus gegen eine ca. 30 cm starke Birke auf der östlichen Straßenseite geprallt. Diese wurde dadurch entwurzelt und auseinandergerissen. Das totalbeschädigte Fahrzeug kam auf der Fahrerseite zum Liegen.
Der Rettungsdienst war kurz vor dem Eintreffen des Bächinger LF 8/6 mit zwei Fahrzeugen angekommen, ein weiteres und der Rettungshubschrauber Christoph 40 kamen noch hinzu. Zwei offenbar schwerverletzte Patienten lagen auf dem Boden vor dem Unfallfahrzeug, welches sie noch selbst hatten verlassen können. Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes wurden von den eingetroffenen Feuerwehren Bächingen und Gundelfingen unterstützt. Die FFW Obermedlingen ging zunächst in Bereitstellung. Für die Seehofstraße wurde sofort eine Vollsperre eingerichtet; bei Bächingen durch TSF und MZA, beim Kieswerk durch MZF Gundelfingen. Nachdem die Verletzten in die Rettungswagen verbracht waren, reduzierte die Feuerwehr gegen 12:30 Uhr ihr Aufgebot an der Einsatzstelle auf die beiden Bächinger Fahrzeuge und das Gundelfinger Mehrzweckfahrzeug.

Seitens des Staatsanwalts wurde die Unfallaufnahme durch einen Sachverständigen und die Beschlagnahme des Unfallfahrzeugs angeordnet. Die Spuren auf der westlichen Fahrbahn mußten bis nach der sachverständigen Begutachtung gesichert werden. Der entsprechende Bereich wurde durch uns mit Absperrmaterial von Anhänger und Fahrzeugen abgesperrt und der Verkehr einspurig daran vorbeigeleitet. Nach der ersten Unfallaufnahme durch die Polizei konnte das Gundelfinger Fahrzeug gegen 13:45 Uhr herausgelöst werden und eine einseitige Freigabe für den Verkehr erfolgen, die von den Bächinger Einheiten mit kleiner Mannschaft alleine aufrechterhalten wurde. Das TSF bekam sodann den Auftrag, im Feuerwehrhaus Getränke und bei der Bäckerei Seeßle Verpflegung zu holen.
Gegen 15:45 Uhr konnten schließlich die Aufräumarbeiten beginnen, der Unfallwagen wurde aufgeladen und das herausgeschleuderte und weit verstreute Inventar, soweit auffindbar, eingesammelt. Dieses nahm auch der Abschlepper mit. Einsatzende war dann um 16:30 Uhr.

26.01.2017 – Verkehrsunfall, Pkw gegen Baum

Um 4:49 Uhr rief die Sirene wieder zum Dienst, diesmal ging es aber nicht um den Großbrand, der die Feuerwehr in den letzten Tagen stark belastet hatte, sondern um einen Verkehrsunfall auf der Kreisstraße von Bächingen Richtung Bundesstraße. Dort war ein Pkw bei teilweise schneebedeckter Fahrbahn von der Straße gerutscht und an einen Baum geprallt. Der Fahrer konnte das Fahrzeug mit leichteren Verletzungen selbst verlassen. Er wurde bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mit Verbandmaterial versorgt.
Die Feuerwehr sperrte die Straße bei Bächingen und am Kieswerk ab, weil der totalbeschädigte Pkw die Durchfahrt auf beiden Spuren verhinderte. Zur Unfallaufnahme durch die Polizei wurde noch eine zweiseitige Ausleuchtung aufgestellt, bis der Unfallwagen verladen war.
Unsere beiden Fahrzeuge waren vollbesetzt und mit Anhänger im Einsatz. Nachdem erkennbar war, daß sich die erforderlichen Maßnahmen im Rahmen halten würden, wurden diejenigen, die in Kürze zur Arbeit mußten, aus dem Einsatz entlassen und die Restarbeiten mit verringerter Mannschaft erledigt.

23. – 24.01.2017 – Großbrand landw. Gebäude außerorts

Der größte Brandeinsatz der letzten Jahrzehnte begann am 23.01.2017 um 0:46 Uhr mit der Alarmierung der Feuerwehren Bächingen, Gundelfingen und Obermedlingen. Gemeldet war der Brand eines Stalls südlich von Bächingen. Auf der Anfahrt war zu erkennen, daß sich zwei große landwirtschaftliche Gebäude offensichtlich in Vollbrand befanden. Es handelte sich um einen Stall und eine Lagerhalle, in denen sich insgesamt 700 große Rundballen befanden. Die Lagerhalle war bereits zusammengebrochen. Der Stall brannte hauptsächlich an der Südseite, wo innen und außen die Rundballen teilweise vier Meter hoch gestapelt waren. Die Halle bestand aus einer Stahlkonstuktion mit aufgelegten Balken, auf denen ein Dach aus Trapezblech ruhte. Dieses wiederum war komplett mit Solarzellen bedeckt. Um den Stall umlaufend gab es eine 30 – 40 cm starke und etwa 3 m hohe Betonwand. Leichter Wind kam aus westlicher Richtung, die Temperaturen betrugen zwischen -14 und -17 °C. Unmittelbar nach der Anfahrt ließen wir die benachbarte FFW Sontheim zur Verstärkung nachalarmieren, das Gelände lag genau an der Gemeinde- und Ländergrenze, aber noch auf Bächinger Gebiet.

Tierrettung
In der nordwestlichen Ecke des Stalls standen 23 junge Rinder, die durch die Anwesenheit der Feuerwehrleute im Moment beruhigt waren. Die Verrauchung im Stall nahm sichtbar zu. Die Rinder konnten durch eigens aufgestellte Lüfter mit Frischluft versorgt werden. Zu ihrer Abschirmung ging das Gundelfinger Tanklöschfahrzeug an der Nordseite in Stellung und setzte vom Tank aus Strahlrohre ein. Die Tierrettung wurde von der Feuerwehr Obermedlingen organisiert und der Viehhandel Bischof verständigt. Nach dem Eintreffen des Transporters konnten alle Tiere gerettet und im benachbarten Sontheim in Ställen untergebracht werden.

Wasserversorgung
Die Wasserversorgung der Einsatzstelle war schwierig. Es gab zwar einen zugänglichen Brunnen auf dem Gelände, dieser war allerdings ein Tiefbrunnen mit 18 m Tiefe. Das von uns erreichbare Wasser war schnell verbraucht. Parallel lief der Aufbau zum nächsten uns als ergiebig bekannten Gärtnerbrunnen Richtung Seehof, die Strecke betrug etwa 600 m querfeldein. Das Bächinger TSF richtete dort die Wasserentnahmestelle ein und verlegte alle auf Fahrzeug und Anhänger verfügbaren B-Schläuche Richtung Brandort. Von dort kam die Mannschaft des Bächinger LF 8/6 mit eigenen und Gundelfinger Schläuchen entgegen. Eingespeist wurde durch diese erste Schlauchleitung das Gundelfinger HLF 20/16, das so auf der Südwestseite erste Löschtätigkeiten aufnehmen konnte.

Die FFW Sontheim hatte von der Firma Kanal Eisenring einen Saugwagen an die Einsatzstelle gerufen, der in mehreren Fuhren Wasser in aufgestellte Behälter anlieferte. Aus diesem Vorrat konnten sich die Sontheimer Fahrzeuge versorgen und den Löschangriff von der südöstlichen Seite aufnehmen. Weil der Wind den Rauch in diese Richtung trieb, entstand dort ein größerer Bedarf an Atemluftflaschen. Um diesen zu decken, wurde der GW A/S aus Heidenheim an die Einsatzstelle beordert.

Von den nächsten beiden Hydranten im Ort wurden parallel dazu zwei lange Schlauchstrecken aufgebaut. Diese Aufgabe erledigten die nachalarmierte FFW Sontheim-Bergenweiler und der Lkw der FFW Gundelfingen. Die Streckenlänge betrug 700 m in den Oberfeldweg und 1000 m in die Günzburger Straße. In jeder Leitung wurde eine Zwischenpumpe installiert. Die schlauchgebundene Wasserversorgung dürfte etwa eine Stunde Aufbauzeit benötigt haben.

Brandbekämpfung
Die Firma Hörger stellte auf Anfrage der FFW Sontheim sofort ihren großen Radlader zur Verfügung, solange er gebraucht wurde. Simon Schweigardt von der Sontheimer Feuerwehr brachte seinen eigenen Teleskoplader mit. Während die außen gelagerten Ballen am Stall und die zusammengebrochene Halle verhältnismäßig gut und bald abgelöscht werden konnten, war ein Vorgehen in den Stall mit Personal oder Radlader durch die Gefahr absturzgefährdeter Teile nicht möglich. Die Sicht im Gebäude war durch den Rauch schlecht. In Anbetracht des großen Gebäudevolumens kam eine wirksame Belüftung mit tragbaren Lüftern nicht in Frage. Deshalb forderte die Einsatzleitung den Hochleistungslüfter der Werkfeuerwehr BSH Dillingen an, der bis zum dortigen Betriebsbeginn um 6 Uhr zur Verfügung stand. Der Großlüfter wirkte und trieb den Rauch aus dem Gebäude, jedoch führte er dem meterhoch brennenden Heu weitere Luft zu. Das Einblasen von Wasser mit dem Luftstrom wäre möglich gewesen, hätte aber bei den vorherrschenden Temperaturen nur wie eine Schneekanone gewirkt. Ein lüfterunterstützter wirksamer Löschangriff innen barg einerseits weiterhin die Gefahr der herabfallenden Teile, andererseits war die Wasserversorgung an der Nordwestseite mit den außen laufenden Löschmaßnahmen ausgeschöpft. Zum Ausräumen mußte nun entweder die starke Betonwand geöffnet oder das Hallendach oberhalb der Rundballen entfernt werden, damit der Radlader ungefährdet hineinfahren konnte. Zur Einschätzung dieser Möglichkeiten wurde der THW-Fachberater angefordert. Dieser holte nach Begutachtung seinen Bagger und einen Gerätewagen nach. Allerdings waren mit diesem Gerät weder die Betonmauer noch das Dach zu öffnen. Die Einsatzleitung erbat die Unterstützung des Unternehmens Fisel in Dillingen, das einen großen Kettenbagger für Abrißarbeiten betreibt. Die Firma sagte umgehende Unterstützung zu und leitete Bagger und Baggerfahrer vom Weg zur Baustelle nach Bächingen um. Der große Bagger öffnete die sehr stabile Betonmauer in mühevoller Arbeit. Deshalb fiel die Entscheidung zum Abdecken des Blechdachs auf der Südseite, damit der Radlader von der Westseite möglichst bald ungefährdet ins Gebäude fahren konnte. Das funktionierte gut. Nach dem Herabziehen der vom Trauf bis zum First durchgehenden Trapezbleche konnte der große Radlader die von außen abgelöschten, gestapelten Rundballen nach und nach herausbefördern. Sie wurden im Freien abgelagert, mit dem Teleskoplader auseinandergerissen und abgelöscht.

Diese Arbeiten begannen um die Mittagszeit und zogen sich absehbar noch den ganzen Tag hin. Als Ablösung für die seit 1 Uhr arbeitende Truppe wurden die Feuerwehren Haunsheim, Unterbechingen, Untermedlingen und Peterswörth alarmiert. Sie übernahmen die Ablöscharbeiten des herausgebrachten Heus und die Maßnahmen im Inneren des Heulagers, sowie die Aufrechterhaltung der langen Schlauchstrecke aus dem Ortsgebiet. Die Gundelfinger Feuerwehr wurde zuerst abgelöst, im gleichen Zuge eine der beiden Versorgungsleitungen aus dem Ortsgebiet abgebaut. Als nächstes herausgelöst wurden Obermedlingen und Bergenweiler und die Einheiten des THW. Gegen 14 Uhr war keine größere Einsatzleitung mit mehreren Abschnitten mehr notwendig, die Arbeiten konnten mit kleinerem Aufwand geführt werden. Auch konnte man nun in der Entfernung den Anflug eines langsam nahenden Einsatzendes erkennen. Die Versorgungsleitung vom Brunnen wurde noch bei Tageslicht abgebaut.

Die Ablöscharbeiten endeten schließlich gegen 19:30 Uhr, nachdem alles brennende Heu auf Freiflächen abgelagert und mit einer dicken Eisschicht überdeckt war. In einem letzten großen gemeinsamen Kraftaufwand bauten die eingesetzten Feuerwehren die letzte Versorgungsleitung in den Ort ab. Hierzu waren auch die nachmittags heimgeschickten Mannschaften der Feuerwehren Bächingen und Sontheim noch einmal angetreten. In Rekordzeit und besser als befürchtet gestaltete sich dieser Abbau des schnell gefrieren wollenden Schlauchmaterials. Mit notdürftig einsatzbereitem LF 8/6 und mangels Schläuchen abgemeldetem TSF machte die Feuerwehr Bächingen um 21 Uhr Betriebsende. Für die Nacht wurden um 2 und 6 Uhr Kontrollfahrten am Brandobjekt geplant und Personal hierfür eingeteilt.

Einsatzleitung und Organisation
Die Einsatzleitung nutzte den neuen Gundelfinger ELW, der sich nördlich des Brandobjekts einrichtete. Als örtlich zuständiger Kommandant hatte Michael Moosdiele von der Feuerwehr Bächingen die Funktion des Einsatzleiters inne. Er wurde von Kreisbrandinspektor Markus Tratzmiller und Gesamtkommadant Jochen Schmid unterstützt. Es wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet. Der Abschnitt Nord wurde von Kreisbrandmeister Klemens Kleiber geleitet und umfaßte die Feuerwehr Obermedlingen, das Bächinger LF 8/6, das Gundelfinger TLF 16/25 und den Lkw, der die Versorgungsleitung ins Ortsgebiet aufgebaut hatte und betrieb. Der Hochleistungslüfter der Firma BSH kam zudem in diese Zuständigkeit.
Der Abschnitt Süd wurde vom Stv. Gesamtkommandanten Steffen Hornung geführt, dem seine eigenen Feuerwehren Sontheim und Bergenweiler mit LF 16/12, LF 10/6, Lkw, TSF-W und Logistikanhänger Wasserversorgung, das HLF 20/16 und die DLK 23-12 aus Gundelfingen und die Wasserenenahmestelle des Bächinger TSF zugeordnet waren. Das TSF selbst wurde später für Versorgungsfahrten, hauptsächlich Kraftstoffzufuhr an sämtliche Abnehmer, abgestellt.

Vom Rettungsdienst waren anfangs zwei Rettungswagen (RTW) und ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) an der Einsatzstelle. Da diese große Bereitschaft mangels Verletzter glücklicherweise nicht benötigt wurde, konnten ein RTW und das NEF zügig entbunden und dem Regelrettungsdienst im Landkreis wieder zur Verfügung gestellt werden. An der Einsatzstelle verblieb ein RTW zur Eigenabsicherung der Feuerwehr, der später von einem Krankentransportwagen (KTW) abgelöst wurde.

Die Bürgermeister von Bächingen, Sontheim und Obermedlingen, die Herren Grandel, Kraut und Taglang, machten sich vor Ort ein Bild von den Einsatztätigkeiten ihrer Feuerwehren bei diesem Großbrand.

Versorgung – ohne Mampf kein Kampf
Da die lange Einsatzdauer von Anfang an absehbar war, richtete das BRK in der Nacht ein beheiztes Zelt mit warmen Getränken ein. Die Feuerwehrleute wurden aus ihren Abschnitten umlaufend zum Aufwärmen geschickt. Für Frühstück und Mittagessen hatte die Einsatzleitung den Sontheimer Kommandanten und Metzgermeister Jochen Schmid als As im Ärmel, so daß warme Verpflegung rechtzeitig zur Verfügung stand. Am Abend wurde die Bäckerei Seeßle in Bächingen „geplündert“, die Wurstwecken, Butterbrezeln und süße Stückle für die hungrigen Feuerwehrleute bereitstellte. Feuerwehrleute im Ortsgebiet entlang der Wasserversorgung erhielten von Anwohnern heiße Getränke und teilweise Suppe; eine schöne Geste der Wertschätzung.
Über die Feuerwehr Sontheim ging das Angebot des Busunternehmens Lange ein, als Aufwärmmöglichkeit einen derzeit nicht eingesetzten Linienbus an die Einsatzstelle zu entsenden. Dieses Angebot wurde gerne angenommen, weil der Bus deutlich besser zu beheizen war als ein Zelt. Nach dem Eintreffen verlagerte sich somit die Wärmestube mit Verpflegung in den Bus, der im Abschnitt Süd Aufstellung nahm. Das Zelt des BRK konnte damit abgebaut werden.

Die Auswirkung der Umgebungsbedingungen
Zur Zeit des Einsatzes hatte es die zweite Woche in Folge zweistellige Minustemperaturen mit negativem Spitzenwert von -17 °C vor Sonnenaufgang. Tagsüber kam die Sonne heraus, so daß man sich bei -6 °C etwas erholen konnte. Solche Extrembedingungen über so lange Zeit mußte noch selten eine Feuerwehr meistern. Der einzige Vorteil dieser Kälteperiode war der betonhart gefrorene Boden rund um die Einsatzstelle, so daß auch Äcker und Wiesen mit schweren Fahrzeugen befahren werden konnten. Aus dem Feuerwehrhaus wurden sämtliche verfügbaren Überjacken geholt und an die frierenden Feuerwehrleute ausgegeben. Ansonsten zeigten sich folgende Besonderheiten:

  • Arbeiten mit Wasser durften nur mit wasserdichten Handschuhen geschehen. Einfache Handschuhe, wie sie außerhalb des Atemschutzdienstes gang und gäbe sind, frieren bei Durchnässung sofort durch.
  • Ein Netzmitteleinsatz mit Schaummittel über Zumischer wurde nachts versucht und gleich wieder abgebrochen. Das mit Schaummittel versetzte Wasser gefror sofort an den Strahlrohren. Es war zu kalt für das Mehrbereichsschaummittel F -15.
  • Was als Netzmittelzumischung funktioniert hat, waren die Seifenkartuschen, die in die Schlauchleitung eingebaut werden.
  • Die Maschinisten pumpten nach Gehör, weil ihre Manometer eingefroren waren.
  • Tankauslässe an Löschfahrzeugen und Ablaßhähne an Pumpen froren ein und mußten mit Hilfe von Halogenstrahlern, Abgasschläuchen und Gasheizern aufgetaut werden, um Schäden zu verhindern.
  • Es ergab sich insgesamt ein enorm hoher Wasserverbrauch, da die Wasserförderung wegen der Gefahr des Einfrierens niemals länger als ein paar Minuten unterbrochen werden durfte. Ständig mußte Wasser in Bewegung bleiben, und das bedeutete Wasserabgabe und somit eine Vergrößerung der sowieso schon vorhandenen unfreiwilligen Eisbahn.
  • Folge des hohen Wasserverbrauchs war ein hoher Kraftstoffverbrauch der in den Leitungen eingebundenen Pumpen, die ja durchgehend in Betrieb bleiben mußten. Die Tragkraftspritze des Bächinger TSF leistete beispielsweise während dieses Einsatzes 16,5 Betriebsstunden.
  • Batterie- und akkugetriebene Geräte wie z.B. Hand- und Helmlampen oder Fotoapparate verloren enorm Leistung.
  • Schlauchüberfahrten mit Schlauchbrücken waren praktisch nicht einsetzbar. Auf dem festgefahrenen Schnee rutschten sie bevorzugt dann weg, wenn eine nicht angetriebene Achse darüberrollen sollte. Defekte Schläuche gab es nicht durch Frost, sondern durch Überfahren.

Nächtliche Kontrollen und Nachlöscharbeiten; erneuter Alarm
Am Dienstag, 24.01., fanden um 2 und 6 Uhr Kontrollen des Brandortes statt, um sicherzustellen, daß es nicht wieder in größerem Umfang aufflammte. Das war nicht der Fall. Eine weitere Kontrolle am Abend ergab eine starke Rauchentwicklung, weshalb noch einmal ein Saugwagen der Firma Eisenring hinzugebeten wurde, der mehrere Fuhren Wasser über dem Heu ablud. Die Rauchentwicklung nahm daraufhin deutlich ab. Die Feuerwehr rückte gegen 21 Uhr ein.

Trotz aller dieser Maßnahmen ging in Bächingen um 23.15 Uhr erneuter Sirenenalarm ein, vermutlich ein Verkehrsteilnehmer hatte Flammen gemeldet. Mit kleiner Mannschaft wurde der Brandort erneut angefahren und zwei im Wind gelegene Glutnester mit der Kübelspritze abgelöscht. Die Leitstelle wurde informiert, bei weiteren Meldungen nicht gleich zu alarmieren, sondern den Kommandanten anzurufen. Glücklicherweise gingen keine Anrufe mehr ein.

Aufräum- und Wartungsarbeiten
Die Aufräum- und Wartungsarbeiten zogen sich über die ganze restliche Woche bis Samstag hin. Fast das gesamte B-Schlauchinventar der Feuerwehr Bächingen mußte geprüft und gereinigt, getrocknet und wieder auf den Fahrzeugen verladen werden. Hierbei erhielten wir personelle und technische Unterstützung der Feuerwehren Obermedlingen und Dillingen, wir danken ganz herzlich dafür. Weiterhin waren sämtliche eingesetzten Fahrzeuge und Geräte zu reinigen und zu überprüfen, Betriebsstoffe aufzufüllen, Batterien zu ersetzen und Akkus zu laden. Der Löschwassertank des Fahrzeugs wurde bei der Gelegenheit einer Inspektion und Innenreinigung unterzogen, ein defekter Kugelhahn an der Fahrzeugpumpe ersetzt. Die volle Einsatzbereitschaft der Bächinger Feuerwehr war am Samstag, 28.01. um 20 Uhr wieder hergestellt.

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18.12.2016 – Verkehrssicherung beim Schloßadvent

Beim jährlichen Schloßadvent sicherte eine kleine Truppe die Teilnehmer gegen den fließenden Verkehr. Es gab währenddessen keine berichtenswerten Ereignisse.

16.12.2016 – Verkehrssicherung Kindergartenfest

Die diesjährige Weihnachtsfeier des Kindergartens beinhaltete einen kleinen Umzug über Schule und Kirche zum Rathaus, wo die Abschlußveranstaltung stattfand. Kinder und Gäste mußten auf Teilstrecken gegen den fließenden Verkehr gesichert und Abschnitte von Straßen kurzzeitig gesperrt werden, was in den Aufgabenbereich der Feuerwehr fiel. Die Veranstaltung dauerte von 17 bis 19 Uhr und ging reibungslos vonstatten.

20.08.2016 – Brand eines Stoppelfeldes

Ein Anrufer aus Gundelfingen teilte der dortigen FFW telefonisch mit, daß Richtung Gartenbauzentrale Rauch aufsteige. Eine kleine Besatzung mit dem Tanklöschfahrzeug rückte zunächst zur Erkundung aus. Die Einsatzstelle war dann auf Bächinger Gebiet ausgemacht, dort brannte ein Stoppelfeld an einer Vielzahl Stellen. Die Besatzung des TLF begann erste Löschmaßnahmen und informierte den Bächinger Kommandanten telefonisch, welcher über die Leitstelle die Feuerwehr alarmieren ließ.
Bei unserem Eintreffen an der Einsatzstelle rauchte es nur noch wenig, dafür an vielen Stellen. Der
Landwirt, dem das Feld gehörte, war nun anwesend und gab an, eine Verbrennung von  herausgerissenem Unkraut durchgeführt zu haben. Er würde jetzt das glimmende Material untergrubbern und dann wäre die Sache erledigt. Die Feuerwehren blieben noch am Ort, bis das rauchende Unkraut unter die Erde gebracht war und rückten wieder ein.

18.08.2016 – Brand mehrerer Strohballen außerorts

Am frühen Donnerstagmorgen gegen 0:30 Uhr ging Alarm für die Feuerwehr Obermedlingen ein; gemeldet waren brennende Strohballen Richtung Bächingen. Das Feuer war auf der Anfahrt bereits weithin sichtbar. Die Strohballen wurden mit Hilfe eines Radladers auseinandergerissen und abgelöscht. Weil es dort keine naheliegende Wasserversorgung gab, forderte der Einsatzleiter das Löschgruppenfahrzeug aus Bächingen als Verstärkung nach. So alarmierte die Leitstelle um 1:12 Uhr die Feuerwehr Bächingen. Beide Fahrzeuge rückten vollbesetzt aus. Das LF 8/6 pendelte als Wasserlieferant zwischen Ort und Einsatzstelle, das TSF richtete an einem Hydranten eine Wassertankstelle ein. Nach vier Fuhren war das Feuer letztendlich abgelöscht und der Einsatz gegen 2:00 Uhr beendet.
Sowohl aus Giengen als auch aus Dillingen war eine Streife der Polizei angefahren. Da sich der Einsatz auf Sontheimer Gemeindegebiet abgespielt hatte, wurde der dortige Kommandant in Kenntnis gesetzt.

Es verdichten sich die Hinweise, daß dieser Brand gelegt wurde. Unbekannte Täter hatten mehrere Strohballen aus ihrem ursprünglichen Lagerort herausgerollt und wohl zwei davon angezündet. Die Nachforschungen der Polizei laufen.

06.07.2016 – Brand einer mobilen Holzhäckselanlage

Kurz vor 13 Uhr geriet im Bächinger Gewerbegebiet eine mobile Holzhäckselanlage in Brand. Das Feuer breitete sich auch auf bereits gehäckselte und zu hohen Bergen aufgeschichtete Hackschnitzel aus. Wegen verbrennendem Gummi stand eine dicke schwarze Rauchsäule über dem Gebiet. Es gingen mehrere telefonische Notrufe mit kurzem zeitlichem Versatz bei den Leitstellen Aalen und Augsburg ein, so daß beide unabhängig voneinander alarmierten. Das hatte zur Folge, daß von württembergischer Seite die Feuerwehren Sontheim, Bergenweiler sowie die Drehleiter Giengen, und von bayerischer Seite die Feuerwehren Bächingen, Obermedlingen und Gundelfingen alarmiert wurden.

Beim Eintreffen des Bächinger Löschfahrzeugs war der Angriff der früher alarmierten Sontheimer Feuerwehr bereits im Gange und begrenzte die weitere Ausbreitung des Feuers, so daß die Drehleiter schnell wieder entbunden werden und heimfahren konnte. Die brennenden Hackschnitzelhaufen wurden in der Folge mit einem Radlader abgetragen und zum Ablöschen auf dem Hof ausgebreitet. Das erledigten Atemschutztrupps der Feuerwehren Sontheim, Bergenweiler, Obermedlingen und Gundelfingen in wechselnder Besetzung. Von Bächingen kamen später noch weitere Atemschutzgeräteträger nach, die aber nicht mehr in den Einsatz kamen.

Bei diesem Einsatz zeigte sich einmal anschaulich, warum es notwendig ist, die analoge Funktechnik weiterhin einsatzbereit zu halten und darauf auszubilden. Sonst wird die Verständigung an solchen bayerisch-württembergischen Einsatzstellen schwierig.

04.04.2016 – Verkehrsunfall klein, außerorts

Gegen 20:15 Uhr wurde die im Ortsgebiet übende Feuerwehr von einem vorbeikommenden Motorradfahrer über einen Verkehrsunfall informiert, der sich oberhalb des Bächinger Kellers auf der Kreisstraße DLG 12 ereignet habe. Dort hätte sich ein Pkw überschlagen und liege nun im Acker. Zur Erkundung und ggf. Hilfeleistung wurde die Übung unterbrochen und sofort die Unfallstelle angefahren. Die Lage dort stellte sich wie gemeldet dar. Die beiden Insassen hatten sich selbst befreit und waren bis auf einige leichtere Verletzungen wohlauf. Zur Absicherung kamen beidseitig Warnleuchten zum Einsatz, bis die Streife der Polizei eintraf und die Einsatzstelle übernahm. Somit konnte nach diesem kurzen Zwischenspiel die Feuerwehrübung wieder aufgenommen werden. Interessanterweise hatte sich der Unfall an fast der selben Stelle ereignet wieder im Januar.

24.03.2016 – Brand an einer Deckenleuchte

Am Donnerstag morgen wurde der Kirchengemeinderaum im Bächinger Dorfgemeinschaftshaus geputzt und zu diesem Zweck die Beleuchtung eingeschaltet. Kurz nach 7:00 Uhr geriet eine der Deckenleuchten mit deutlich sichtbarer Flammenentwicklung an ihrer Oberseite in Brand. Die Putzfrau lief sofort zum Pfarrhaus und informierte den Pfarrer über den Brand. Dieser begab sich an die Einsatzstelle und löschte mit Leiter und Wasserlöscher das Feuer.

Der Kommandant wurde um 7:16 Uhr vom Pfarrer telefonisch darüber in Kenntnis gesetzt, daß dieser gerade den Brand einer Leuchte im Dorfgemeinschaftshaus gelöscht habe. Der Kommandant begab sich daraufhin sofort an die Einsatzstelle. Das Feuer war aus, jedoch hielt sich im hohen Raum unter der spitz zulaufenden Decke eine größere Menge Brandrauch, die durch natürliche Ventilation nicht entfernt werden konnte. Ein Lüfter steht in Bächingen derzeit noch nicht zur Verfügung. Aus diesem Grund wurde die FFW Obermedlingen angefordert, die mit ihrem Lüfter den Rauch aus dem Gebäude beförderte.

Brandursache war offenbar ein Ball, der am Vortag auf der Leuchte gelandet war und durch den an diesem Morgen eingeschalteten Halogenstab in Brand gesetzt wurde.

08.02.2016 – Bäumchen über der Straße

Um 20:33 Uhr alarmierte die Leitstelle Augsburg zu einem Einsatz mit dem Stichwort „Baum über der Straße“ auf der Kreisstraße Richtung Kieswerk/B 16. Bei der Ankunft an der Einsatzstelle staunten die beiden Fahrzeugbesatzungen nicht schlecht, denn der Baum stellte sich als etwas stärkeres Gestrüpp heraus, das von Hand in Kürze auf die Seite geräumt war.

04.02.2016 – Ausleuchten einer Faschingsveranstaltung

Am Abend des gumpigen Donnerstags fand wieder der Rathaussturm der örtlichen Hexen statt. Vier Feuerwehrleute unterstützten die Veranstaltung mit der Ausleuchtung des Vorplatzes.

16.01.2016 – Verkehrsunfall klein, außerorts

Zum ersten Einsatz des neuen Jahres alarmierte die Leistelle am Samstag abend um 17:57 Uhr. Anlaß war ein Verkehrsunfall, der sich auf der Staatsstraße DLG 12 Richtung Gundelfingen ereignet hatte. Bei Schnee- und Eisglätte war eine Pkw-Fahrerin mit ihrem Fahrzeug von der Straße abgekommen und nach Norden hin die Böschung hinabgerutscht. Der Wagen kam dort in einem Acker auf der Beifahrerseite zum Liegen. Die Fahrerin wurde bei dem Unfall leicht verletzt und konnte von einem Zeugen aus ihrem Fahrzeug befreit werden.
Der Pkw wurde mit Erdgas betrieben. Weil anfangs ein Zischen zu hören war, wurde seitens der Polizei sicherheitshalber die Feuerwehr alarmiert. Die erste Erkundung des Angriffstrupps am Fahrzeug ergab keinen offensichtlichen Gasaustritt, die durch die Seitenlage des Pkws gut zugängliche Unterseite zeigte keine größeren Schäden. Die Ventile der beiden Gastanks konnten problemlos geschlossen werden. Die Fahrerin kam mit dem Rettungswagen sicherheitshalber ins Krankenhaus.
Da die Lage nun geklärt war, konnte das TSF mit dem MZA wieder einrücken. Das LF 8/6 mit voller Besatzung verblieb zur Absicherung und Ausleuchtung an der Unfallstelle, bis der Abschleppdienst das Fahrzeug geborgen hatte. Gegen 20 Uhr war nach dem Abspritzen des an den Feuerwehrfahrzeugen aufgesammelten Salzwassers Einsatzende.