Der Abend des 10.05.2010 wäre eigentlich wie ein beliebiger anderer Montagabend gewesen, hätte nicht um 19:13 Uhr der Handyalarm zum Einsatz gerufen. Rauchentwicklung aus dem Kirchturm wurde gemeldet, beide Fahrzeuge fuhren vollbesetzt an. Tatsächlich war eine leichte Rauchfahne aus dem Turm festzustellen. Die erste Wasserentnahme erfolgte aus einem Hydranten. Um eine unabhängige Versorgung für einen evtl. notwendig werdenden Drehleitereinsatz zu haben, baute die Besatzung des TSF eine Saugstelle an der Brenz auf und verlegte eine gut 200 m lange Schlauchstrecke zur Kirche.
Die eingesetzten Atemschutztrupps hatten derweil im Turm einen schmorenden Stromverteiler entdeckt und gelöscht. So weit, so gut, aber der Rauchabzug funktionierte nicht wie gedacht. Man sollte annehmen, daß sich ein Kamineffekt einstellt und der Rauch nach oben aus dem Turm abzieht. Das war nicht der Fall, der Rauch kam nach unten. Man muß natürlich bedenken, daß der “Rauch” aus einer Nebelmaschine im Vergleich zu echtem Brandrauch kalt ist und sich deshalb anders verhält. Trotzdem zeigt sich hier wieder der Wert von Überdruckbelüfter und Rauchvorhang, die in einem solchen Fall viele Rauchschäden verhindern können – wenn man über solche Geräte verfügt.
Einige Bilder der Übung finden Sie hier: Ausbildung.



