Wir empfehlen: Rauchmelder.

Warum teure Rauchmelder, bei mir brennt es doch nicht!
Mit der gleichen Begründung könnten Sie doch auch Ihre Versicherungen kündigen, oder? Sehen Sie es anders herum: Vernünftige Rauchmelder für 500 € können Sie vor 100.000 € Gebäude- und Inventarschaden bewahren. Brandgefahren gibt es überall und jeden Tag.

Die Fakten
Jeden Monat fordern Brände Todesopfer, die meisten davon in den eigenen vier Wänden. Die Mehrheit stirbt an einer Rauchvergiftung. Zwei Drittel aller Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht.

Warum ist das so?
Wenn wir schlafen, schlafen auch vier unserer fünf Sinne. Brandrauch ist hochgiftig und breitet sich viel schneller aus als das Feuer. Im Tiefschlaf sehen, fühlen, schmecken und riechen wir nichts und können daher auch nicht auf den Rauch reagieren. Zwei bis drei Atemzüge davon können reichen um bewußtlos zu werden, und in der Folge ersticken wir.

Weil aber das Gehör niemals schläft,
können Rauchmelder unser Leben retten. Sie detektieren Rauchpartikel optisch in der Raumluft und geben einen lauten Alarmton aus.

Welche Räume sind wie zu schützen?
Grundsätzlich sollte jeder Raum und jeder Flur einen Rauchmelder haben, ausgenommen Räume, in denen viel Staub oder Dampf entsteht (wie Küche oder Bad – hier gibt es aber spezielle Lösungen, wie z.B. kombinierte Rauch- / Wärmemelder). Die Mindestausstattung wären Rauchmelder in den Schlafzimmern und in allen Fluren, die als Fluchtweg dienen. Beachten Sie auch die Raumgröße: ein Melder deckt höchstens 60 m² ab.

Rauchmelder

Rauchmelder

Arten der Rauchmelder und Anforderungen
Die einfachen batteriebetriebenen Einzelgeräte sind bereits für unter 10 € im Handel zu haben. Sie sind problemlos überall nachrüstbar, erfordern aber regelmäßig frische Batterien. Außerdem gibt es die netzversorgten Rauchmelder, die direkt am 230 V Wechselstromnetz des Hauses betrieben werden. Bei diesen Geräten werden keine neuen Batterien fällig, sie erfordern aber einen Stromanschluß. Es gibt auch Melder, die im Normalfall das Stromnetz, und bei dessen Ausfall einen Akku nutzen. Sie bieten die höchste Ausfallsicherheit.
Achten Sie darauf, daß die Rauchmelder nach der Norm EN 14604 hergestellt sind und eine Prüfung der deutschen Sachversicherer haben.

Vernetzung
Es macht Sinn, die Rauchmelder untereinander zu vernetzen. Wenn einer anspricht, werden durch die Vernetzung auch die anderen Melder ausgelöst. So werden die Bewohner in allen Räumen unverzüglich alarmiert. Die Vernetzung kann entweder über Leitungen oder über Funk geschehen. Informieren Sie sich im Fachhandel, was die beste Lösung für Sie ist.

Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.rauchmelder-lebensretter.de

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Wie man dem Feuer den Appetit verdirbt

Feuerwehr-Jahresaktion: Tips zur Lagerung von Gerümpel auf dem Dachboden

Hausanschlußkasten nach Blitzschlag

Hausanschlußkasten nach Blitzschlag

Nachlöscharbeiten am Dachstuhl

Nachlöscharbeiten am Dachstuhl

Fast wöchentlich wird in den Medien über Dachstuhl- und Speicherbrände berichtet. Solche Einsätze bedeuten für die Feuerwehren Schwerstarbeit, für die Gebäudebesitzer eine Katastrophe. Nicht nur, daß unter der Brandauswirkung das Dach des Hauses zerstört wird; oftmals sind durch Rauch und unvermeidliches Löschwasser die darunterliegenden Wohnungen ebenfalls geschädigt und nicht mehr bewohnbar. Diesen Umständen kann man vorbeugen: Am besten entzieht man dem Feuer die Nahrung.
An Gerümpel auf dem Dachboden dürften nicht nur Motten, Holzwürmer und andere Tierchen ihre helle Freude haben, sondern auch ein Feuer könnte seinen Heißhunger an dem hervorragend brennbaren Material stillen. Funkenflug, eine Fehlerstelle in der Elektroinstallation, ein Blitzschlag bei einem Sommergewitter oder ein Feuerwerkskörper an Silvester können schon genügen, um einen Dachboden in Schutt und Asche zu legen.
Die beste Vorsorge gegen umfangreiche Dachstuhlbrände, ist dem Feuer schon vor einem Brandausbruch die Nahrung zu entziehen. Brennbare Flüssigkeiten, Gase und explosive Stoffe haben nichts unter dem Dach zu suchen. Wichtig ist auch, daß Kamine die durch den Speicher führen, bautechnisch in Ordnung sind. Anweisungen und Mängelanzeigen der Kaminkehrer müssen umgehend ausgeführt werden. Wärmeisolierungen im Dachgebälk dürfen nur aus unbrennbaren Materialien bestehen. Ein fachmännisch installierter Blitzableiter kann schweren Gewittern ihren Schrecken nehmen. Den Bereich um den Hausanschlußkasten der Stromversorgung sollten Sie weiträumig von brennbaren Gegenständen freihalten. Diese Vorsichtsmaßnahmen werden dem Feuer gar nicht schmecken.
Ein verantwortungsvoller Hausbesitzer wird außerdem dafür Sorge tragen, daß keine unbefugten Personen den Speicher unbemerkt betreten können. Wichtig ist auch, daß im Fall der Fälle die Feuerwehr schnell über Schlüssel zu abgeschlossenen Speicherräumen verfügen kann. Speicherräume sollten nicht ohne fachmännische Planung und Baugenehmigungen ausgebaut werden. Nur die Fachleute sind in der Lage, Fluchtwege so zu planen, daß im Notfall dort wohnende Personen schnell gerettet werden können.
Wenn alle Hausbesitzer diese Tips beherzigen, brauchten die Feuerwehrleute vielleicht nachts ihre Träume nicht zu unterbrechen, um eventuell zu einem Albtraum gerufen zu werden.


Fettbrand

Feuerwehr-Jahresaktion: Tips zu Verhütung von Bränden

fettbrandIm allgemeinen gilt Wasser als das Löschmittel Nr. 1. Doch nicht für jeden Brandfall ist Wasser die erste Wahl. Im Falle eines Fettbrandes, beispielsweise bei einer brennenden Friteuse, führt Wasser zu einer explosionsartigen Verpuffung und in Sekundenschnelle brennt eine Küche lichterloh.
Kommt Wasser mit heißem oder brennendem Fett in Berührung, verdampft dieses explosionsartig und es kommt zur sogenannten Fettexplosion. Weil Wasser schwerer als Fett ist, sinkt es zunächst auf den Grund des Behälters. Dabei erhitzt es sich in Sekundenbruchteilen auf über 300°C. Beim Übergang des Wassers vom flüssigen in den dampfförmigen Zustand erfolgt eine riesige Volumenausdehnung. Heiße und brennende Fettteile werden nun mit einer gewaltigen Stichflamme aus dem Fettbehälter geschleudert. Hierdurch können Personen in der Nähe schwerste Brandverletzungen erleiden und die Küche steht in Sekundenschnelle in Flammen.
Damit dies nicht passiert, raten die Feuerwehren einen Fettbrand mit einem dafür geeigneten Feuerlöscher abzulöschen oder einfach mit einem Deckel dem Feuer den Sauerstoff zu entziehen. Schalten Sie nun die Energiezufuhr ab und lassen Sie den Topf mindestens eine Stunde abkühlen, bevor Sie den Deckel wieder abnehmen. Löschdecken eignen sich für einen Fettbrand nicht, denn sie können sich mit brennendem Fett vollsaugen und so durchbrennen.

Damit es erst gar nicht zu einem Fettbrand kommt, sollte das Fritiergut immer gut getrocknet sein. Geben Sie nicht zu viel Fett oder Öl ins Gefäß und überhitzen Sie es nicht. Erneuern Sie gealtertes und verbrauchtes Fett rechtzeitig, denn verunreinigtes Fett hat eine niedrigere Zündtemperatur als frisches. Anzeichen für verbrauchtes Fett sind starke Verfärbungen und „Schlamm”, der sich am Boden des Beckens und an den Heizschlangen abgesetzt hat.

Grundsätzlich raten die Feuerwehren, Fett nur im flüssigen Zustand in die Friteuse zu füllen. Wird festes Fett in die Friteuse gegeben, erhitzt sich die Heizschlange mit maximaler Temperatur, und je nach Lage des Temperaturfühlers kann es sein, daß dieser die tatsächliche Temperatur nicht erfassen kann und das Fett überhitzt. Fettblöcke sollten deshalb in einem Topf vorgeschmolzen werden.

Damit Wasser nicht mit dem offenem Fettbad in Verbindung kommen kann (Wasserspritzer, etc.), sollte ein Sicherheitsabstand zwischen Friteuse und Wasser von etwa 90 cm eingehalten werden. Ist dies aus räumlichen Gründen nicht möglich, hilft ein Spritzschutz in Form eines senkrecht montierten Bleches (Höhe ca. 35 cm).

Auch mit den Filtern in Dunstabzugshauben ist Vorsicht geboten: Sie sättigen sich nach einiger Zeit mit Küchendämpfen und Fett. Die Filter sollten Sie nie mit brennbaren Flüssigkeiten auswaschen, sondern nur gemäß der Bedienungsanleitung reinigen oder durch einen neuen Filter ersetzen. Flambieren Sie keine Speisen unter Ihrer Dunstabzugshaube, sie kann sich sonst entzünden.


Strom als Brandursache

Feuerwehr-Jahresaktion: Tips zur Verhütung von Bränden

Es gibt ihn inzwischen fast überall, er erleichtert das Leben und ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken: der elektrische Strom. Er treibt Motoren an, macht das Essen warm, hält den Braten in der Gefriertruhe kalt und spendet Licht. Leider zündet er immer wieder auch Häuser an, aber meist nicht von selbst.
Denn oft ist nicht ein defektes Elektrogerät die Ursache eines Brandes, sondern vielmehr seine falsche oder unbedachte Verwendung. Es gibt eine regelrechte Hitliste, wie der Strom zum Brandstifter werden kann.

Brennbare Sachen auf Heizgeräten
sind die unangefochtene Nummer 1 unter den Brandursachen: Irgendwelche Dinge werden auf dem Kochfeld kurz abgestellt. Der Herd wird unabsichtlich und unbemerkt eingeschaltet und eine halbe Stunde später brennt die Küche.
Das gleiche gilt für Saunen, die nicht mehr als solche benutzt werden. Umfunktioniert zum Lagerraum, füllen sie sich bis über den Saunaofen mit Waren. Wird nun am Saunasteuergerät nicht das Licht aus-, sondern die Heizung eingeschaltet, ist der Kellerbrand vorprogrammiert.
Elektrospeicherheizungen dürfen auf keinen Fall abgedeckt werden. Auch die vorgeschriebenen Abstände an Ausblasöffnungen sind unbedingt einzuhalten.

Kleine, leistungsstarke Heizgeräte
kommen gleich auf dem zweiten Platz. Wasserkocher, Kaffeemaschine, Bügeleisen, Fön, Heizlüfter und Konsorten sollten Sie unbedingt ausstecken, wenn Sie sie gerade nicht benutzen. Immer wieder gibt es Geräte, deren Überhitzungsschutz versagt. Manche können sich im Fehlerfall sogar selbst in Betrieb setzen.

Reparaturen und Installationen durch selbsternannte Fachleute
Unerklärlicherweise denken viele, sie könnten defekte Geräte reparieren oder auch mal schnell ein Zimmer installieren. Aber nicht ohne Grund gibt es im Elektrohandwerk 3,5 Jahre Lehrzeit. Die selbsternannten Elektriker bringen zwar vielleicht das defekte Gerät wieder zum Laufen – aber halt ohne die Sicherheitseinrichtung, denn „die hat ja Ärger gemacht“.
“Na klar, den Elektroherd schließen wir kurz an. Oh, was haben denn die Drähte in der Dose für ungewöhnliche Farben? Egal, funktionieren tut es.“ Nur ist vielleicht der Schutzleiter nicht angeklemmt, und fünf Jahre später bei einem Fehler im Herd liegt die Hausfrau tot daneben.

Die Elektroinstallation eines Hauses
hält etwa 40 – 50 Jahre. Die Isolation der Leiter wird brüchig, Klemmstellen lockern sich und die Gefahr eines Kabelbrandes steigt. Es ist dann ratsam, die Installation komplett zu erneuern und auch an die aktuellen Sicherheitsstandards anzupassen.

Alle erwähnten Beispiele habe ich beruflich persönlich gesehen, ich habe sie mir nicht ausgedacht. Nutzen Sie diese Erfahrungswerte, um fatale Fehler zu vermeiden.

Michael Moosdiele,
ehrenamtlich Kommandant
hauptamtlich Brandursachenerforschung

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Wenn Kids auf Entdeckungstour gehen

Feuerwehr-Jahresaktion: Tips zu Verhütung von Bränden

Kinder auf Entdeckungstour

Kinder auf Entdeckungstour

Kinder möchten die Welt entdecken. Sie warten dabei noch nicht einmal bis sie auf zwei Beinen stehen können. Ist die Fortbewegung auf allen vieren einmal erlernt, so gibt es für den Entdeckungsdrang kein Halten mehr. Hier sind jetzt insbesondere die Eltern und Erwachsenen gefordert, die Umgebung vor Gefahren für die Kleinen sicher zu machen.

Viele Dinge, die uns Erwachsenen das tägliche Leben erleichtern, sind für unsere Kinder eine Bedrohung. Dabei ist es durch einfache Maßnahmen sehr leicht möglich, die eigene Umgebung sicherer zu gestalten. Steckdosen sollten mit einer Kindersicherung versehen sein. Schnell ahmen die Kleinen ihre Eltern nach und stecken Gegenstände in die Öffnungen in der Wand. Bedenken Sie auch, daß Kinder an elektrischen Leitungen ziehen und auch so an eine evtl. ungesicherte Steckdose gelangen können.

Eine weitere Gefahr bilden immer wieder auch Elektroherde. Kinder können schon bald die Herde einschalten und die heißen Platten erreichen. Heiße Töpfe, die heruntergezogen werden, können zu lebensbedrohlichen Verbrennungen führen. Heiße Bügeleisen sollten sowieso immer beaufsichtigt werden.

Immer wieder werden die Feuerwehren zu Bränden gerufen, die durch Kinderbrandstiftung ausgelöst wurden. Streichhölzer und Feuerzeuge müssen unbedingt an sicheren, für die Kinder nicht erreichbaren Orten aufbewahrt werden. Lassen Sie Ihre Kinder nie unbeaufsichtigt mit offenem Feuer alleine. Ein Feuerzeug sollte nach Gebrauch sofort wieder an einem für das Kind nicht zugänglichen Ort aufbewahrt werden.

Behalten Sie ihr Kind im Auge und seien Sie sich der Gefahren im Haushalt bewußt. Kommt es wirklich einmal zu einem Unfall oder Brand, reagieren Kinder oft mit Angst und verstecken sich, anstatt um Hilfe zu rufen. Sobald Kinder ein Alter erreicht haben, in dem ihnen ihr Handeln bewußt wird, sollten sie auf die Gefahren im Haushalt hingewiesen werden. Können Kinder schon telefonieren, sollte ihnen auch beigebracht werden, wie ein Notruf abgesetzt wird.

Zusätzliche Informationen finden Sie auch unter
http://www.das-sichere-kind.de


Lebensretter für ein paar Euros

Feuerwehr-Jahresaktion: Feuerwehren rufen zum Rauchmelderkauf auf!

Rauchmeldersammlung

Rauchmeldersammlung

Am Freitag, dem 13. ist wieder Rauchmeldertag. An diesem bundesweiten Aktionstag weisen die Feuerwehren die Bevölkerung darauf hin, daß Rauchmelder nur dann Leben retten können, wenn diese von geprüfter Qualität, richtig installiert und auch regelmäßig geprüft sind.

Rauchmelder sind Lebensretter. Allerdings nur, wenn sie von geprüfter, guter Qualität sind. Die Feuerwehr empfiehlt VdS-anerkannte Rauchmelder nach der DIN EN 14604 zu kaufen. Diese Produkte werden von der VdS Schadenverhütung anhand der Vorschriften dieser europaweit geltenden Norm geprüft.

Viele Rauchmelder werden in bester Absicht gekauft, dann aber nie installiert. Im Keller oder auf dem Schrank haben die kleinen Lebensretter keine Wirkung. Die Feuerwehren rufen deshalb eindringlich dazu auf, die gekauften Rauchmelder auch zu installieren. Wer in einem Haus oder einer großen Wohnung lebt, sollte beim Kauf von Rauchmeldern auf Vernetzungsmöglichkeiten der batterie- oder netzbetriebenen Rauchmeldern (per Funk und/oder Kabel) achten. Durch eine Vernetzung der Geräte wird sichergestellt, dass im Brandfall sämtliche Melder alarmieren und so rechtzeitig über eine drohende Gefahr informieren. Mit der Vernetzung gewinnt man wichtige Sekunden, in denen man sich in Sicherheit bringen kann. Gerade bei Neubauten sollten die Bauherren Kabel zur Vernetzung mit einplanen.

Bei batteriebetriebenen Rauchmeldern wird die Notwendigkeit des Batteriewechsels durch einen wiederkehrenden Signalton angekündigt. Die 9-Volt-Batterie in einfachen Rauchmeldern hält in der Regel ein Jahr. Daher sollte zur Sicherheit nach dem Urlaub und jeder längeren Abwesenheit ein Rauchmelder mittels Prüfknopf auf seine Funktionsfähigkeit hin getestet werden. Die Feuerwehren empfehlen für mehr Sicherheit, nur Rauchmelder mit Langzeit-Batterien mit einer Lebensdauer von bis zu 10 Jahren zu verwenden. So werden Wartung und Wechsel der Batterien gering gehalten und man leistet gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz.

Noch immer schützen laut Forsa-Umfrage nur 31 % der Deutschen ihr Heim mit einem Rauchmelder. Weitere fünf Prozent besitzen zwar einen Rauchmelder, haben diesen aber nicht installiert. Viele Menschen verwenden Rauchmelder mit Batterien, die jährlich ausgetauscht werden müssen, und vergessen dann den Batteriewechsel. Ein gefährliches Leben in vermeintlicher Sicherheit. Insgesamt ist die Ausstattung mit Rauchmeldern bei Singles und älteren Menschen deutlich unterrepräsentiert gegenüber Familien mit Kindern.

Ausführliche Informationen zum Thema im Internet unter
http://www.rauchmelder-lebensretter.de.


Die Hausnummer und ihre Bedeutung für
Feuerwehr und Rettungsdienst

  • Haben Sie auch schon mal in einer fremden Straße eine Adresse gesucht aber nicht gefunden, weil die Hausnummern nicht zu sehen waren?
  • Was haben Sie dann gemacht, geklingelt und sich durchgefragt?
  • Können Sie sich vorstellen, welche Auswirkungen es haben kann, wenn das dem Rettungsdienst oder der Feuerwehr passiert?

Besonders im Bereich des Rettungsdienstes, wo die Einsatzstelle in der Regel nicht durch Rauchentwicklung sofort ersichtlich ist, wirkt sich eine fehlende oder schlechte Kennzeichnung schnell negativ aus.

Bei einer Vielzahl notfallmedizinischer Krankheitsbilder wird der Behandlungserfolg durch Zeitverzögerung gemindert. Bei einem Kreislaufstillstand beispielsweise sinkt bei jeder vergangenen Minute ohne Therapie die Überlebenswahrscheinlichkeit um etwa 5 %. Auch bei einem Infarkt entscheidet jede Minute, ob der Patient bleibende Schäden davonträgt oder nicht. Leider vergeht durch falsche oder fehlende Kennzeichnung oft unnütz Zeit, die für die Behandlung des Patienten unwiederbringlich fehlt.

Hier einige Hinweise für eine korrekte Kennzeichnung:

  • Hausnummern müssen zur Straße hin angebracht sein.
  • Die Hausnummer soll einen starken Kontrast zum Hintergrund bieten, damit sie eindeutig lesbar ist.
  • Die Hausnummer soll von der Straße auch aus erhöhter Position lesbar sein (Sitzposition Kleinbus / Lkw). Hausnummern, die nur an der Außenstelle der Sprechanlage angebracht werden, sind nicht ausreichend erkennbar. Das trifft ebenfalls auf Hausnummern zu, die unter Vordächern montiert sind, da sie oft nicht aus erhöhter Sitzposition zu sehen sind.

Weiterhin ist es sinnvoll, bei Notfällen aller Art einen Einweiser einzusetzen, der die anrückenden Einsatzfahrzeuge zum richtigen Grundstück leitet. Dies ist besonders dann zu empfehlen, wenn die Einsatzstelle nicht offensichtlich erkennbar ist. Bei einem offenen Dachstuhlbrand ist ein Einweiser i.d.R. nicht erforderlich.

Weitere Maßnahmen, die eine schnelle Hilfe unterstützen, wären z.B. das Öffnen von Toren und Türen, das Aufhalten von Aufzügen und das Einsperren von Hunden.

Eine deutlich erkennbare Hausnummer dient Ihrer eigenen Sicherheit.

Wie sieht es denn mit der Ihren aus?


„Sicher ins neue Jahr

Feuerwerk

Feuerwerk

Es ist für die Betroffenen ein schlechter Jahresanfang, wenn sich in das Läuten der Neujahrsglocken der schrille Ton der Feuerwehrsirenen und die durchdringenden Signale des Martinhorns der Feuerwehr mischen. Immer wieder sind Brände, die durch Leichtfertigkeit und mangelnde Sorgfalt beim Abbrennen von Silvesterfeuerwerk ausgelöst werden, Anlaß für Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst.

Die Leichtfertigkeit beginnt aber schon dabei, daß manche Feuerwerkskörper verbotenerweise in die Hände von Jugendlichen gelangen. Alljährlich zum Jahreswechsel ereignen sich zahlreiche Unfälle mit Feuerwerkskörpern, die nicht nur große Brandschäden hervorrufen, sondern auch zu schweren Verletzungen von Menschen führen. Vor allem Verletzungen wie Fingerabrisse, Gehörschäden und Verbrennungen treten durch den leichtfertigen Umgang mit Feuerwerkskörpern auf.

Auch beim Aufstellen der “Abschußrampen” für die Silvesterraketen werden oft verhängnisvolle Fehler gemacht. Die dazu verwendeten Flaschen werden nicht fest genug im Boden verankert oder unbedacht gar so ausgerichtet, daß die abgeschossenen Raketen unweigerlich ein Gebäude treffen, in ein offenes Fenster fliegen oder in der Nähe von brennbaren Bauteilen zu Boden gehen und dort ein Feuer entfachen. Aber auch bei den sogenannten stationären Feuerwerkskörpern, die in der Nähe von brennbaren Gegenständen abgebrannt werden, besteht höchste Feuergefahr. Vor allem Balkone, die mit Möbeln oder ähnlichem vollgestellt sind, werden leicht zur ungewollten Zielscheibe der „Böllerei”.

Illegal eingeführte oder auch selbst gebastelte Knallkörper stellen eine besondere Gefahr dar. Vor allem Minderjährige sind von Feuerwerkskörpern fasziniert. Erwachsene sollten daher mit ihren Kindern über die Gefahren reden. Wer umsichtig und verantwortungsvoll mit Böllern umgeht, kann als Vorbild so manche schwere Verletzung verhindern.

Ihre Feuerwehr gibt folgende Tips für einen möglichst sicheren Jahreswechsel:

  • Zünden Sie Feuerwerkskörper nie in der Nähe von Gebäuden mit brennbaren Außenwänden oder brennbarem Inhalt an.
  • Richten Sie die Abschußrampen (leere Flaschen) so aus, daß die Flugbahn nicht in die Nähe von Gebäuden oder Personen führt.
  • Beachten Sie unbedingt die Gebrauchshinweise der Hersteller. Mit wenigen Ausnahmen ist eine Verwendung von Feuerwerk in geschlossenen Räumen verboten.
  • Nehmen Sie nach dem Anzünden einen ausreichenden Sicherheitsabstand ein. Werfen Sie Feuerwerkskörper nicht blindlings weg und zielen Sie niemals auf Menschen.
  • Vermeiden Sie, daß Feuerwerkskörper in die Hände von Kindern und Jugendlichen gelangen, soweit letzteren dies gesetzlich verboten ist.
  • Machen Sie alkoholisierte Personen auf die Gefahren aufmerksam und hindern Sie sie daran, Feuerwerkskörper in gefährlicher Nähe zu brennbaren Stoffen bzw. Gebäuden zu zünden.
  • Nehmen Sie bitte Rücksicht auf Tiere, die sehr unter dem lauten Knall explodierender Feuerwerkskörper leiden.
  • Zünden Sie nicht Blindgänger niemals noch einmal an.
  • Stellen Sie auf keinen Fall Feuerwerkskörper selbst her. Bewahren Sie Feuerwerkskörper so auf, daß keine Selbstentzündung möglich ist. Tragen Sie Feuerwerk niemals am Körper, etwa in Jacken- oder Hosentaschen.
  • Schützen Sie Ihre Wohnung in der Silvesternacht vor Brandgefahren. Entfernen Sie Möbel, Hausrat und andere brennbare Gegenstände von Balkonen und Terrassen. Halten Sie Fenster und Türen geschlossen.
  • Wählen Sie bei einem Brand oder Unfall sofort den Notruf 112. Nur eine schnelle Meldung bietet Gewähr für effektive Hilfe.


„Trügerischer Kerzenschein“

Ein sorgsamerer Umgang mit Kerzenlicht und die größere Verbreitung von Rauchmeldern könnten in der Adventszeit mehrere tausend folgenschwere Brände vermeiden.

Brandversuch trockener Christbaum 7sec nach Entzündung

Brandversuch trockener Christbaum

Unachtsamkeit mit Kerzenlicht ist in der Advents- und Weihnachtszeit eine der häufigsten Ursachen für Wohnungsbrände. Diese Brände werden meist viel zu spät entdeckt und führen dann oft zu Personenschäden durch Rauchvergiftungen. Rauchmelder in der Wohnung verringern dieses Risiko enorm, weil sie rechtzeitig Alarm geben. Sie sollten deshalb in keinem Kinderzimmer und in keinem Schlafzimmer fehlen und sind das ideale Geschenk zum Nikolaus oder zu Weihnachten. Verschenken Sie doch mal einen Lebensretter! Bereits ab 5 Euro sind die Geräte im Handel zu haben. Wichtig ist, daß diese eine Zulassung vom Verband der Sachversicherer (VDS) haben und somit gewissen Prüfkriterien unterliegen.
Zum Bild: Brandversuch des NIST (National Institute of Standards and Technology) mit einem trockenen Christbaum sieben Sekunden nach Entzündung.

Tips für eine sichere Adventszeit
Für eine sichere Vorweihnachtszeit gibt Ihre Feuerwehr folgende Tips:

  • Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung.
  • Stellen Sie Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen oder an einem Ort mit starker Zugluft auf.
  • Adventskränze gehören auf eine nicht brennbare Unterlage.
  • Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen – Unachtsamkeit ist die Brandursache Nummer eins!
  • Löschen Sie Kerzen an Adventskränzen und Gestecken rechtzeitig, bevor sie ganz heruntergebrannt sind.
  • Tannengrün trocknet mit der Zeit aus und ist dann umso leichter entflammbar. Ziehen sie solche Brandfallen rechtzeitig aus dem Verkehr. Verwenden Sie nur frisch gebundene Adventskränze.
  • In Haushalten mit Kindern sind elektrische Kerzen ratsam. Diese müssen den VDE-Bestimmungen entsprechen. Vorsicht bei Billigangeboten!

Weitere Informationen unter http://www.rauchmelder-lebensretter.de.


„Bin ich noch normal?“

Gedanken eines freiwilligen Feuerwehrmanns

Meist fällt der Entschluß, in die Feuerwehr einzutreten, schon in der Jugend. In vielen Familien ist die Mitgliedschaft sogar angestammte Ehrensache. Ich höre immer wieder die Frage: Warum tust du dir das überhaupt an?

Manchmal denk’ ich ja selbst: Bin ich noch normal, daß ich nebenberuflich auf Kosten der Familie und der Freizeit einen so risikoreichen und zeitintensiven Job mache, den andere hauptamtlich bei voller Bezahlung leisten? Zehn Euro Einsatzentschädigung gibt es zwar auf die Stunde. Doch meist bleibt die eigentliche Arbeit tagsüber liegen, was abends Nachsitzen bedeutet. Aber ich will nicht jammern – andere Ehrenamtliche bekommen gar nichts.

Dennoch höre ich von Kameraden häufig, daß der Dienst schwieriger wird. Früher waren es viele Handwerker und Landwirte, die problemlos zur Feuerwehr sausen konnten. Heute sind Angestellte oft in knapp besetzte Betriebsabläufe eingebunden, oft auch weit außerhalb der Stadt. Das kostet Zeit und Nerven. Beim Einsatz: schlechtes Gewissen, den Kollegen oder dem Chef gegenüber, wenn man löscht statt produziert. Es gibt Feuerwehrleute, die verschweigen bei der Bewerbung ihr zweites Leben. Ich meine aber, daß der Hinweis ganz oben auf der Bewerbung stehen müßte. Feuerwehrleute haben schließlich Qualifikationen, die verstärkt angemahnt werden: Teamgeist, soziale Kompetenz, Belastbarkeit.

Im Nebenjob Feuerwehrmann zu sein heißt aber auch häufig, übermenschliche Fähigkeiten zu entwickeln: Ein Landwirt liegt eingeklemmt unter seinem umgekippten Traktor. Der Mann blutet grausam und gibt kaum noch Lebenszeichen von sich. Die zersprungene Frontscheibe drückt auf seinen Hals. In Feinarbeit montieren wir die lebensbedrohliche Scheibe ab und holen den Mann ins Leben zurück. Ich komme zurück an den Schreibtisch. Erst jetzt beginnt meine Hand zu zittern beim Gedanken, daß das bei einer falschen Bewegung auch leicht hätte schiefgehen können.

Oder nächtlicher Einsatz: Röchelnd liegt ein Mensch mit Verbrennungen, Rauchvergiftung und Schnittwunden zwischen leeren Wodkaflaschen in einem brennenden Zimmer. Rein unter schwerem Atemschutz, mit Tastsinn und Unbehagen ins Ungewisse. Wir holen den Mann raus. Der Arzt ruft anderntags an: Der Gerettete hat hoch ansteckende Krankheiten. Ein banges halbes Jahr lang dauern meine Untersuchungen und Impfungen. Es ging noch mal gut . . .

Kommandanten leisten die Arbeit von Managern, Seelsorgern und Sozialarbeitern zugleich. Auch im Ehrenamt. Ich war am Mittwoch in Gedanken auch bei jenen Feuerwehrkollegen, die bei Hannover vor einem Omnibus voll halbverbrannter Leiber standen. Solche Szenen verkraftet nicht jeder. Es gibt Retter, die sind trotz Notfallseelsorge seelisch an ihrem Job zerbrochen.

Warum mache ich diesen Job? Weil er auch eine wunderbare Seite hat. Es ist ein unvergleichliches Gefühl, wenn man Menschenleben retten kann. Wenn ich Leid und Tod sehe, gehe ich mit meinem Leben viel sorgsamer und bewusster um. Ich fühle mich nicht als Held. Ich fühle mich als Mitmensch, dem der liebe Gott Verantwortungsgefühl in die Wiege gelegt hat, die Feuerwehr Fertigkeiten zum Helfen vermittelt und dem der Bürgermeister alle 20 Jahre ein neues Feuerwehrauto kauft. Dieses Ehrenamt macht unser Land reicher und sicherer.

Der Verfasser Heino Schütte ist seit über 30 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Schwäbisch Gmünd.


„Heißes Bettvergnügen“

Feuerwehr-Jahresaktion: Über das Rauchen im Bett.

Rauchen im Bett

Rauchen im Bett

„Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit“, steht mahnend auf jeder Zigarettenschachtel geschrieben. Daß Rauchen in entsprechender Umgebung auch lebens- und brandgefährlich sein kann, steht nicht darauf. So kommen bei verheerenden Bränden in Hotels, Gaststätten und Diskotheken, aber auch zuhause durch fahrlässigen Umgang mit Tabakwaren und glimmenden Tabakresten immer wieder Menschen um, und Millionenwerte werden vernichtet.
Die Zigarette ist allemal eine gefährliche Bettgespielin – wer beim Rauchen einschläft, der könnte sich und seinen Mitmenschen eine unangenehm heiße Nacht bescheren. Wachen Auges und bei Beachtung einiger Regeln kann ein solcher „Tanz auf dem Vulkan“ vermieden werden.

Nachdem Zigarettenglut nicht nur im Bett eine immer wiederkehrende Brand- und Todesursache in den Einsatzstatistiken ist, empfiehlt Ihre Feuerwehr:

  • Benutzen Sie den Aschenbecher, und drücken Sie Zigaretten sorgfältig aus.
  • Asche und Kippen gehören nicht in den Mülleimer. Glutreste können noch nach Stunden einen Schwelbrand auslösen.
  • Rauchen Sie Ihre Betthupferl-Zigarette nicht im Sessel oder Bett – vor allem nicht, wenn Alkohol im Spiel ist. Es lohnt sich auf jeden Fall, denn selbst wenn Sie mit heiler Haut davonkommen sollten braucht die Versicherung in Fällen grober Fahrlässigkeit nicht zu zahlen.
  • Das Rauchen im Keller und auf dem Dachboden ist gefährlich. Unbemerkt abfallende Glut verursacht immer wieder Brände.
  • Rauchen Sie nie beim Umgang mit leichtentzündlichen Stoffen.
  • Halten Sie sich an Rauchverbote, etwa an Tankstellen, in Lagerräumen, Labors, Arbeitsstätten, Theatern und beim Spaziergang im Wald.

Rauchmelder im Haushalt können verhüten, daß Menschen durch Brände sterben. Experten gehen davon aus, daß bis zu 95 Prozent der Brandopfer durch richtig installierte Rauchmelder hätten vermieden werden können.

Weitere Informationen unter http://www.rauchmelder-lebensretter.de .


Der Notruf

und unsere württembergische Vorwahl

Bei ihnen in der Familie ist jemand von der Treppe gefallen, Sie beobachten einen Banküberfall oder bei ihnen brennt die Mülltonne. In all diesen Fällen muß schnellstens ein Notruf abgesetzt werden.

Welche Notrufnummern gibt es?

  • Polizei 110
  • Feuerwehr und Rettungsdienst (europaweit) 112

Eigenheiten dieser Notrufnummern

  • überall ohne Vorwahl direkt wählbar
  • kostenfrei, auch von Mobiltelefonen
  • funktioniert bei Mobiltelefonen auch ohne Guthaben und ohne PIN

Wo läuft der Notruf auf?
Die Notrufe laufen bei der für den entsprechenden Ortsnetzbereich zuständigen Einsatzzentrale auf. Im Mobilfunk kommt es auf den Standort des Sendemasten an, an dem das Telefon zur Zeit eingebucht ist.

Was muß die Einsatzzentrale wissen?
Da war doch mal was mit den fünf W-Fragen…Wer meldet, was ist passiert, wo ist es passiert, wieviele Personen sind verletzt, warten auf Rückfragen.
Nicht so einfach, das alles in einer Streßsituation zu bedenken. Deshalb merken Sie sich vor allem eines: Nicht auflegen, bevor es die Leitstelle tut! Der Disponent fragt sie gezielt nach den genannten Punkten ab.

Der Spezialfall: Unsere württembergische Vorwahl…
Wie oben erwähnt, kommt der Notruf ohne Vorwahl aus. Er läuft immer bei der für den Ortsnetzbereich zuständigen Stelle auf. Da wir in Bächingen eine württembergische Vorwahl haben (07325), wird zwangsläufig auch unser Notruf aus dem Festnetz nach Württemberg durchgestellt. Der Notruf 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst läuft bei der Leitstelle Ostalb in Aalen auf. Die zuständige Leitstelle für unseren Landkreis ist allerdings Augsburg. Hier gibt es aber keine Möglichkeit, mit der 112 statt Aalen Augsburg zu erreichen, das ist bedingt durch die Fernmeldetechnik nicht anders möglich.
In diesem Fall wird der Notruf von der Leitstelle in Aalen aufgenommen und sofort an die zuständige Leitstelle Augsburg weitergegeben. Die Leitstellen sind untereinander vernetzt. Um die Sache etwas zu beschleunigen, lassen Sie sich am besten direkt zur Leitstelle Augsburg verbinden.

War da nicht noch die 19222?
Richtig. Über diese Nummer wurde man bisher mit der Rettungsleitstelle verbunden. Die 19222 wird nach einer Übergangszeit vollständig durch die 112 ersetzt.

Diese Informationen finden Sie auch in unserem Merkblatt „Notruf“.


Aktion „Brandschutz im Haushalt“

600 Brandtote sind zuviel!


Kind am Herd

Abgedeckter Fernseher

September 2008. Jährlich sterben in der Bundesrepublik etwa 600 Menschen an den Folgen von Verbrennungen oder sie ersticken im Brandrauch. 6.000 werden dadurch verletzt. Die meisten Brände passieren zuhause. Um die Bevölkerung auf Brandgefahren im Haushalt zu sensibilisieren, über Rauchmelder und das richtige Verhalten bei Bränden zu informieren, führen die Feuerwehren und der Landesfeuerwehrverband ab September eine Jahresaktion mit dem Motto „Wir sorgen für Ihre Sicherheit – tun Sie es auch“ durch.

Die Höhe der Brandschäden erreicht inzwischen fast 4 Mrd. Euro, Tendenz steigend. Ein Großteil dieser schlimmen Ereignisse werden in 31 Prozent der Fälle durch Elektrizität und in 19 Prozent durch menschliches Fehlverhalten ausgelöst. „Durch Unwissenheit und falsches Verhalten werden in vielen Fällen die Brandfolgen verschlimmert“, erklärt die Kreisbrandinspektion. Die unbeaufsichtigte Kerze, das vergessene Essen auf dem Herd, das eingeschaltete Bügeleisen, spielende Kinder die eine Herdplatte einschalten oder einen heißen Topf vom Kochfeld ziehen, ein Raucher im Bett, Spiritus als Grillanzünder und Elektrogeräte im Standby-Betrieb sind beispielsweise die Brandursachen und Auslöser für rund 3.800 Wohnungsbrände, zu denen

die Feuerwehren Bayerns jährlich ausrücken müssen.
Viele der rund 600 Brandtoten könnten noch leben, wenn in ihrer Wohnung ein Rauchmelder installiert gewesen wäre. Ein Rauchmelder schlägt Alarm, wenn es zur Rauchentwicklung kommt. Somit können wertvolle Minuten gewonnen werden, um sich in Sicherheit zu bringen. Viele meinen wenn es brennt, bleiben mehr als zehn Minuten um die Wohnung zu verlassen; oft ein tödlicher Irrtum: Durchschnittlich bleiben nur vier Minuten, um sich in Sicherheit zu bringen. Eine Rauchvergiftung kann bereits nach zwei Minuten tödlich sein.
Der erste Schritt nach der Entdeckung eines Brandes ist es die Türe zum Brandraum zu schließen und die Feuerwehr über den europaweiten Notruf 112 zu verständigen. Nach Möglichkeit eine genaue Ortsbeschreibung und eine Einschätzung der Lage liefern. Einen kühlen Kopf und Ruhe bewahren ist oberstes Gebot. Betroffene Personen warnen und ggf. Verletzte und Hilflose mitnehmen und unterstützen. Im Hinterkopf behalten: Kinder in Panik verstecken sich gerne. Keine Aufzüge benutzen. Eine immer noch unterschätzte Gefahr ist die Rauchentwicklung. Rauchvergiftungen machen etwa 80 Prozent der Todesursachen bei Bränden aus. Deshalb sollte man bei verrauchten Treppenhäusern und Korridoren im Zimmer bleiben, Türen abdichten und sich am Fenster bemerkbar machen bis die Feuerwehr eintrifft. Ist eine Flucht durch den Rauch unumgänglich, sorgt die Fortbewegung am Boden

für eine bessere Sicht. Eigene Löschversuche nur durchführen, wenn eine eigene Gefährdung ausgeschlossen werden kann. Im Ernstfall gilt: Personenrettung steht vor Brandbekämpfung. Wertvolle Sekunden können gewonnen werden, indem die Feuerwehr eingewiesen und vor dem Haus in Empfang genommen wird.
Ein großes Anliegen der Feuerwehren des Landkreises Dillingen ist es, schon im Kindergarten und im Vorschulalter, später in den Schulen auf die Gefahren des Feuers und das richtige Verhalten im Brandfall spielerisch hinzuarbeiten. Viele Feuerwehren führen bereits über mehrere Jahre Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen durch.
Mit der Feuerwehr-Jahresaktion 2008/2009 möchten die Feuerwehren auf die Brandgefahren die im Haushalt lauern hinweisen und dazu beitragen, daß es künftig weniger Brände mit weniger Toten und Verletzten gibt. „Ein wesentlicher Beitrag hierzu würde die flächendeckende Installation von Rauchmeldern leisten“, sind sich die Experten sicher. Von den politischen Gremien fordern die Feuerwehrverbände eine Rauchmelderpflicht für Wohnungen.

Sie finden hier das Merkblatt der Feuerwehr Bächingen „Verhalten im Brandfall“ als PDF.