Archiv für August 2010

Am Sonntagabend ging in Bächingen Sirenenalarm ein, gemeldet wurde der Brand eines Stoppelfeldes neben der Straße von Bächingen Richtung Gundelfingen. Die Strecke wurde von uns abgefahren aber es waren weder Feuer noch Rauchentwicklung festzustellen. Auf der Rückfahrt wurde dann die Einsatzstelle doch noch gefunden. Das Feuer war bereits aus. Hatte wohl Angst vor uns.

Genaueres und einige Bilder finden Sie hier: Einsätze.

Transport per HandAn was denken Sie zuerst, wenn ich Ihnen “Sprengstoff” als Stichwort zurufe? Dynamitstangen, die in orangefarbenes Wachspapier eingewickelt sind, eine gußeiserne Kugel mit Zünschnur, eine Fliegerbombe? All das kommt einem bei diesem Stichwort in den Sinn. Es sind einfach die typischen Bilder, die man mit diesem Begriff in Zusammenhang bringt. Daß gefährliche Sprengstoffe aber auch schnell im Feuerwehreinsatz in einem ganz anderen, ungewohnten Erscheinungsbild vorkommen können, zeigt der folgende aktuelle Fall.

Sachverhalt
Der Lehrling eines chemischen Labors bastelte daheim in seiner Freizeit an chemikalischen Ansätzen. Er war allerdings nicht sehr ordentlich, und so verwies ihn eines Tages seine größere Schwester aus der zugemüllten Wohnung. Die Schwester und ihr Freund wollten die Ordnung wieder herstellen und die Wohnung des kleinen Bruders aus- / aufräumen. Dabei stießen sie auf verschiedene Chemikalien, die überall herumstanden. Päckchen mit weißem Pulver befanden sich in Schubladen und auf Ablagen. Die Sache war ihnen nicht ganz geheuer, daher riefen sie die Feuerwehr zur Unterstützung. Die kam auch und half mit einem Chemiker bei der Entfernung der Chemikalien und der Reaktionsprodukte. Das weiße Pulver wurde mit Schaufel und Besen in Tüten eingefaßt und im Bauhof zwischengelagert. Daß bei dieser Aktion akute Lebensgefahr bestanden hatte, wußten die Beteiligten zu dieser Zeit nicht.

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KakaduleiterHoch hinaus ging die Jugendfeuerwehr am 14. August im Kletterwald Laichingen. 2008 waren wir dort schon einmal. Kürzlich hieß es: “Da wollen wir dieses Jahr wieder hin, jetzt sind wir nämlich auch 16 und dürfen den schwarzen Parcours klettern…”. Die Herausforderung lockt! Aber immer der Reihe nach.

Als unsere Fahrzeugkolonne dann morgens in Bächingen abfuhr, war es sehr neblig. Sobald wir aber nach Ulm das Donautal hinter uns ließen, lachte uns die Sonne an (nicht aus). Im Kletterwald war bei unserer Ankunft bereits eifriger Betrieb. Nach dem Anlegen der Gurte ging es zuerst mal zur Sicherheitseinweisung und zum Vorturnen. Danach durften wir selbständig in den verschiedenen Parcours klettern. Schwierigkeitsstufen gab es nach Farben sortiert: gelb, grün, blau und als schwierigste Stufe schwarz. Die schwarze Route durfte aus Sicherheitsgründen erst ab einem Alter von 16 Jahren begangen werden. Manche Hindernisse sind hier sehr kräftezehrend. Es täuscht aber, wenn man die anderen Routen für einfach hält. Jede hat ihre eigenen Tücken, für den einen mehr, den anderen weniger.

Eine Vielzahl von unterschiedlichen Hindernissen in Höhen bis zu 14 m war zu bewältigen, einige Seilbahnen führten die jungen Feuerwehrleute rasant hunderte Meter durch den Wald. An anderen Stellen hielt man sich unfreiwillig länger auf, weil das Hindernis doch nicht so einfach war, wie es vielleicht zunächst ausgesehen hatte. Macht aber nix, sonst wär ja keine Herausforderung dabei! Besonders das Abspringen von den Plattformen, nur am Sicherungsseil hängend, forderte einige Überwindung. Beim “Tarzansprung” ins gegenüber hängende Netz zum Beispiel, oder am Ende des schwarzen Parcours, der Abstieg mit der Seilbremse. Eine Überwindung wie beim Fallschirmsprung – ein Schritt ins Leere, fallenlassen und der verbauten Mechanik vertrauen. Die hat natürlich anstandslos funktioniert. Und so sind nachher auch alle wieder sicher auf dem Boden angelangt, an tollen Klettererlebnissen (und manchmal einigen blau-gelben Flecken) reicher.

Die Bilder finden Sie bei den Aktionen.

Funkverzeichnis Lkr. DLG, etwa 1978Heute ist mir beim Aufräumen das links abgebildete Heftlein in die Hände gefallen. Es dürfte etwa um 1978 datieren und führt alle Feuerwehrfahrzeuge auf, die im Landkreis Dillingen damals ein eingebautes Sprechfunkgerät hatten. Heute ist es eine Selbstverständlichkeit, daß jedes Feuerwehrfahrzeug über Funk erreichbar ist. Damals war das noch die Ausnahme. Wenn man sich die Ortsnamen so durchliest, stellt man fest, daß hauptsächlich die größeren Feuerwehren vertreten sind. Eines sticht dabei besonders heraus: das Bächinger TSF als kleinstes genanntes Löschfahrzeug! Auch bei den Handfunkgeräten werden die Bächinger schon genannt.

Man kann es sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie es vor der flächendeckenden Einführung der Funkgeräte bei der Feuerwehr war. Alarmiert wurde damals wie heute über die Sirene. Die Feuerwehrleute eilten von ihrer Arbeit zum Gerätehaus und schalteten den Funkempfänger ein. Den gab es seit der Landkreis auf Funkalarmierung umgestellt hatte, etwa 1975. Mit ihm konnte man den Betriebskanal des Landkreises empfangen und die Alarmmeldung der Polizei hören. So wußte man, wo der Einsatz stattfand. Die Möglichkeit einer Rückmeldung hatte nur die Feuerwehr, die ein Telefon in ihrem Gerätehaus ihr Eigen nennen konnte. Das ist in Bächingen bis heute nicht der Fall. War die Feuerwehr dann (ohne Funk) auf dem Weg zur Einsatzstelle, gab es keine Möglichkeit der Verständigung mehr. Wenn die Örtlichkeit zunächst falsch gemeldet wurde, begann die große Sucherei.

Das alles zeigt, daß die damalige Feuerwehrführung die Zeichen der Zeit erkannt und richtig gehandelt hatte. Das TSF wurde 1971 angeschafft, noch ohne Funkausrüstung. 1976 kaufte die Feuerwehr Bächingen dann zwei Handfunkgeräte FuG 10 für den Funkverkehr an der Einsatzstelle, 1977 kam das Fahrzeugfunkgerät FuG 7b im TSF hinzu, womit es erstmals landkreisweit erreichbar war. Die Steigerung des Einsatzwertes war beachtlich, konnte man doch jetzt die Feuerwehr auch unterwegs erreichen und aktuelle Meldungen und Aufträge weitergeben. Andererseits mußte man sehr viel Geld hinlegen, um eine BOS-Funkausrüstung zu bekommen: 3896,76 DM für beide Handfunkgeräte mit Zubehör, und um die 9000 DM für die Fahrzeugfunkanlage. Zum Vergleich, das ganze TSF kostete 1971 etwa 17.000 DM.

Einige interessante Schriftstücke aus dieser Zeit finden Sie hier:

Am Freitag, 13. August 2010 ist wieder bundesweiter Rauchmeldertag.

In vielen Gebäuden sind noch keine Rauchmelder installiert. Bei etlichen Brandfällen, die ich beruflich zu untersuchen hatte, wäre oftmals noch eine Selbstrettung der Geschädigten möglich gewesen, wenn sie nur rechtzeitig auf den Brand in ihrem Haus aufmerksam geworden wären. Meistens fanden diese Brände nachts statt, und die Opfer sind am Rauch erstickt, nicht verbrannt. Problematisch ist, daß im Tiefschlaf vier unserer fünf Sinne ebenfalls schlafen. Nur der Gehörsinn schläft nie – und hier setzen die Rauchmelder an.

Anhand der Trübung der Raumluft erkennen sie bereits geringste Mengen von Rauch und schlagen sofort lautstark Alarm. Das kann Ihnen im Fall der Fälle den entscheidenden Zeitvorteil verschaffen, den Sie benötigen, um sich in Sicherheit zu bringen. Für verschiedene Anwendungszwecke gibt es entsprechende Melder. Es können batteriebetriebene Einzelgeräte sein, netzversorgte, beides kombiniert, sie können auch per Draht oder Funk untereinander vernetzt sein. Die Beratung, daß Sie für Ihren speziellen Fall auch die optimale Lösung einsetzen, erhalten Sie im Fachhandel.

Informieren Sie sich. Schützen Sie sich und Ihre Familie!

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Der Notruf - und unsere württembergische Vorwahl!
Freitag, der 13te ist Rauchmeldertag
Trau dich! Keine Ausreden! MITMACHEN! Ihre Feuerwehr!