Archiv für 11. Juli 2010
Nachdem ja lange Zeit nichts neues zu vermelden war, kommen endlich wieder mal einige Informationen raus. Kürzlich waren unser Kreisbrandmeister und der Fachberater Ausbildung bei einem Informationstermin in der Feuerwehrschule. Sie haben mir kurz folgende Ergebnisse geschildert:
Hier einige Anmerkungen zu…
- Bin gespannt, ob die Technik landesweit bis 2013 steht und mit den anderen Ländern vernetzt ist. Es ist eine Sache, einen kleinen Netzabschnitt wie München aufzubauen und ans Bundesnetz anzubinden, aber ein ganzes Flächenland zu integrieren stellt schon eine Herausforderung dar (man bedenke die ganzen Bürgerinitiativen, die gegen jedwede Art von Sendemasten sind).
- Das ist nix neues, die Netzversorgung müßte enorm verdichtet werden, um eine sichere Alarmierbarkeit mit den Meldempfängern in Gürtelhöhe und in Gebäuden zu erreichen. Fraglich, ob das Geld dafür da ist.
- Das ist ein subjektiver Eindruck im Vergleich mit dem jetzigen analogen Funk. Müßte man mal wirklich messen.
- Hier war die Diskussion, wie man die dynamische Gruppenbildung gestaltet und wer sie organisiert. Das reine Vorgeben einer Gesprächsgruppe, mit der Anweisung an den Gerätebediener, dahin umzuschalten, wird von uns als schwierig angesehen. Das mag im Laborbetrieb funktionieren, aber nicht im Einsatzfall.
- Keine Neuigkeiten in dieser Sache, das war bereits länger so angedacht. Es bringt im Vergleich mit dem bisherigen 2m-Band keine merklichen Vorteile. Anders sieht es aus, wenn die digitalen FuGs eine “Repeater-” Funktion verwenden können, die eine automatische Weiterleitung des Gespräches von Gerät zu Gerät ermöglicht. So wären u.U. auch größere Betonkeller etwas entschärft.
- Die verbindliche Einführung von sechs bundesweiten Feuerwehrkanälen ist eine gute Sache. Nur so funktionierts. So ist dann eine einheitliche Organisationsstruktur im Großeinsatz machbar. Hoffen wir, daß Bayern nicht wieder irgendwelche Sondereinschränkungen erläßt wie im 2m-Band.
- Einige Feuerwehren haben sich in den letzten Jahren unnötige Investitionssperren auferlegt, weil sie befürchteten, ihre analogen FuG nach der blitzartigen Einführung des digitalen Funks wegschmeißen zu müssen. Dieser Punkt belegt, daß das nicht stimmt. Während die Bedenkenträger sich bereits jahrelang mit ihren alten Krücken rumärgern, sind die Feuerwehren, die in den letzten Jahren bedarfsgerecht aktuelle Funktechnik beschafft haben (so auch wir), gut versorgt.



