Archiv für Juni 2010
Zu zwei Kickerturnieren am gleichen Wochenende traten zwei Mannschaften der (Jugend-) Feuerwehr an. Am Samstag hatte die Feuerwehr Unterbechingen zum jährlichen Wettkampf eingeladen und am Sonntag der Bächinger Fußballverein.
In Unterbechingen legten wir anfangs einen sehr ansehlichen Start mit Siegen hin, um dann in den folgenden Spielen im Viertelfinale rauszufliegen. Schade das. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurde die Kickeranlage dann in Unterbechingen ab- und in Bächingen aufgebaut, damit bei uns die Kickerveranstaltung am Sonntag stattfinden konnte:
Am Vormittag eröffnete unser Landrat den Fairkick-Fußballtag rund um das Mooseum und die Sportplätze in Bächingen. Hier merkten wir extrem, daß es für uns als größtenteils Nicht-Fußballer ziemlich schwierig wird, wenn einem acht Profis gegenüberstehen. So ist es halt, wenn man in einer fremden Disziplin antritt. Unsere Fußballgegner könnten sich ja mal in einer von unseren Disziplinen versuchen: Saugschläuche kuppeln auf Zeit – SECHZIG!! Aber immerhin gewannen wir ein Spiel, ein anderes ging knapp unentschieden aus und bei den restlichen machten wir dem Gewinner den Sieg schwer. Am Ende belegten wir stolz den fünften von sieben Plätzen.
Die Bilder der Veranstaltungen finden Sie hier: Aktionen.
Vor einiger Zeit wurde uns ein trauriges Beispiel für einen schiefgegangenen Notruf bekannt:
Eines Tages brach in der Küche von Frau B. ein Feuer aus. Da sie es nicht mehr selbständig löschen konnte, rief sie verzweifelt bei Ihrem Enkel, Herrn F., an. Der Inhalt des Telefonats lautete in etwa „Bua, bei mir brennts!“. Dann legte sie auf.
Herr F. hatte jetzt ein Problem. Da Frau B. ihren Namen nicht genannt und er zwei Großmütter im gleichen Ort hatte, wußte er nicht wo es brennt. Beide wohnten etwas außerhalb. Er setzte sich in sein Auto und fuhr schnellstens zu Frau M., seiner zweiten Großmutter. Als er dort angekommen war und keinen Brand vorfand, sah er am gegenüberliegenden Ende des Ortes eine Rauchsäule aufsteigen. Es brannte also tatsächlich bei seiner anderen Großmutter, Frau B.! Nun wählte er den Notruf 112 und alarmierte die Feuerwehr.
Beim Eintreffen der Feuerwehr an der Einsatzstelle befand sich das Erdgeschoß des Hauses bereits in Vollbrand. Frau B. wurde im Zuge der Löschmaßnahmen leblos in einem kleinen Zimmer entdeckt. Alle Wiederbelebungsversuche verliefen erfolglos.
Wenn es bei Ihnen brennt oder ein medizinischer Notfall vorliegt, verschwenden Sie keine Zeit und rufen Sie diese Nummer an:
112
Diese Punkte sollte der Notruf enthalten:
- Wer ruft an?
- Was ist passiert?
- Wo ist es passiert?
- Wieviele Verletzte / Betroffene?
- Warten auf Rückfragen, nicht auflegen!
Merken Sie sich vor allem den letzten Punkt: Nicht auflegen, bevor es die Leitstelle tut! Der Disponent fragt sie gezielt nach den genannten Punkten ab, damit die richtige Hilfe schnellstmöglich bei Ihnen ankommt.

Am 09.06.2010 besuchten vier Bächinger Feuerwehrmänner die alle fünf Jahre stattfindende Fachmesse “Interschutz – Der Rote Hahn” in Leipzig. In den Gesprächen mit den Ausstellern konnten wir einige für uns interessante Dinge erfahren, die ich im Laufe dieses Artikels wiedergeben werde. Einige Bilder der Messe finden Sie hier: Ausbildung.
In diesem Artikel der Donauzeitung geht es unter anderem um die Zusammenarbeit der (bayerischen) Leitstellen untereinander. Es ist doch überraschend zu lesen, daß es zwischen den Leitstellen, die jetzt bereits doch einige Jahre in Betrieb sind, noch immer nicht klappt. Die “Computerdaten” seien nicht überall nach der Vorgabe des Innenministeriums vorbereitet worden. Schon komisch, sollte es doch von Beginn an eine bayernweit einheitliche Softwarelösung für alle Leitstellen geben, die es auch ermöglicht, bei Ausfall einer Leitstelle deren Einheiten durch benachbarte Leitstellen zu verwalten. Andererseits wurde es uns entgegen früherer Zusagen verweigert, durch eine Steuer-SMS unsere Handyalarmierungen anzustoßen. Grund: es wäre eine Programmierungsänderung notwendig gewesen. Das darf aber nicht sein, weil die Systeme bayernweit gleich sein müssen. Man sieht, wie gleich sie offenbar sind. Diesen Beitrag weiterlesen »


