Seit gestern, 16.05.2012, ist das neue Teilstück der B 492 für den Verkehr freigegeben. Die Strecke führt von der Hermaringer Straße / Landstraße 1167 in Brenz kommend südlich von Obermedlingen vorbei auf die Staatsstraße 1167 und schließlich auf die B 16 bei Gundelfingen. Im Verlauf dieser Strecke werden drei neue Brücken unterquert. Die Autobahnauffahrt der A 8 bei Giengen ist nun ohne Ortsdurchfahrten von der B 16 zu erreichen. Die Straße sorgt somit für eine deutliche Verkehrsentlastung von Obermedlingen und Brenz, wo bisher etliche tausend Fahrzeuge täglich gezählt wurden. Nach über 35 Jahren Planung fand der Spatenstich am 06.07.2009 statt. Nun, drei Jahre später, wird die offizielle Eröffnung wohl am 06.07.2012 sein.

Anders als die B 16 um die Donustädte herum ist die Straße größtenteils ebenerdig und in weiten Teilen übersichtlich. In wieweit das zum schnellen Fahren, zu gefährlichen Überholmanövern und in der Folge zu Feuerwehreinsätzen führen wird, muß die Zukunft zeigen. Etwas unglücklich ist die Aus-/Einfahrt an der Bächinger Straße geraten, die weder über einen Beschleunigungs- noch einen Verzögerungsstreifen verfügt und beim Anschluß auf die alte Straße im Sichtfeld deutlich eingeschränkt ist. Über den Sinn dieser Anschlußstelle an eine mit 7,5 t. beschränkte, enge Straße  kann man sowieso geteilter Meinung sein. Offenbar hielten auch die Planer eine größere Einfahrt nicht für notwendig.

Zeitungsartikel der Donauzeitung “Der Verkehr rollt”.

Nanu, was ist das denn für eine Feuerwehrnachricht? Hat sich der Verfasser dieses Artikels etwa bei der Internetseite vertan? Nein, hat er nicht. Eine lebensnotwendige Grundfertigkeit im Feuerwehrdienst ist es, sich wenn notwendig schnellstens aus dem Gefahrenbereich bringen zu können – unter anderem auch aus höheren Stockwerken. Sollte beispielsweise ein Atemschutztrupp einmal in Bedrängnis kommen, kann er sich mit Leine und Koppel abseilen.

Beim Einsatz dieses letzten Strohhalms legt man sein weiteres Wohl wahrlich in höhere Hände. Abgesehen vom technischen Vorgang des Abseilens, den man im Feuerwehrgrundlehrgang lernt, man muß sich im Notfall darauf verlassen, daß der Gerätewart gewissenhaft Koppel und Leine geprüft hat, daß auf dem Weg nach unten nichts im Weg ist und der gewählte Anschlagpunkt der Leine das eigene Gewicht auch trägt. Im vorliegenden speziellen Fall kommt noch das Vertrauen in die Konfirmanden hinzu, ihren Pfarrer nicht herunterfallen zu lassen.

Diese Aktion war zweifellos ein Hingucker und etwas, das es so noch nie gegeben hat. Es ist uns allerdings auch kein weiterer Pfarrer in der Umgebung bekannt, der aktiv bei der Feuerwehr ist.

Nicht ohne Stolz können wir somit sagen:
Das hat er bei uns gelernt!

Artikel der Donauzeitung vom 11.05.2012

In den letzten Jahren gab es im In- und Ausland mehrere, teilweise tödliche Vergiftungsfälle in Pelletlagerräumen mit Kohlenmonoxid (CO).

Hier hat eine Gefahr zugeschlagen, mit der man nicht unbedingt rechnet. Anfangs dachte man noch, durch einen Fehler in der Heizungsanlage sei das giftige Gas in den Lagerraum entwichen. Zwischenzeitlich weiß man aber, daß es bei biologischen Abbauprozessen der Pellets entsteht. Bestimmte Umstände begünstigen dabei die Entstehung gefährlicher Gaskonzentrationen.

Holzpellets
…werden meist aus Holzabfällen wie Hobel- und Sägespäne oder auch Rinden hergestellt. Unter hohem Druck wird das zerkleinerte Holzmehl in die bekannte Würstchenform gepreßt. Bei der Lieferung und auch später bei der Lagerung sollte die Restfeuchte der Pellets 10 % nicht überschreiten. Dadurch werden Gärprozesse vermieden. Die Pellets sind jedoch stark hygroskopisch, d.h. sie ziehen Wasser an, auch aus der Umgebungsluft, wodurch sich dieser Feuchtewert erhöhen kann. Werden die Pellets bewässert, quellen sie schnell stark auf und können ihre Lagerbehälter sprengen, was die Feuerwehr bei einem Einsatz bedenken sollte. Bei größeren Staubaufwirbelungen im Lager, z.B. bei oder kurz nach der Anlieferung, kann außerdem die Gefahr einer Staubexplosion bestehen.

Kohlenstoffmonoxid
…ist ein farb- und geruchloses, giftiges und hochentzündliches Gas, das geringfügig leichter ist als Luft. Es entsteht bei einer unvollständigen Verbrennung (bei der nicht genügend Sauerstoff vorhanden ist – übrigens auch beim Tabakrauch) und auch bei biologischen Gärprozessen. Mit Gasmeßgeräten oder Prüfröhrchen kann das Vorliegen einer CO-Konzentration festgestellt werden, die menschlichen Sinne sind nicht zur Erkennung dieses Gases geeignet.
Kohlenmonoxid ist ein Atemgift, das hauptsächlich über die Lunge aufgenommen wird. Es bindet sich fest an die roten Blutkörperchen und verhindert so den Sauerstofftransport über das Blut. Bei einem CO-Anteil von 0,1 % in der Atemluft (1000 ppm) wird schon die Hälfte der roten Blutkörperchen auf diese Weise außer Gefecht gesetzt. Bis die Blutatmung wieder hergestellt ist, können etliche Stunden vergehen. Konzentrationen von 1 % in der Luft (10.000 ppm) führen zum Tod innerhalb weniger Minuten. Für die Feuerwehr bedeutet das bei unklarer Lage, daß zum Betreten von Pelletslagern umluftunabhängiger Atemschutz notwendig wird.

Um die Entstehung gefährlicher Gaskonzentrationen zu verhindern, wird von Sachverständigen empfohlen, daß Pelletlager

  • baulich von Wohnräumen getrennt sein sollten,
  • über eine wirksame Lüftung verfügen und
  • die Pellets trocken gelagert werden müssen.
  • Lagerräume sollten nur nach vorheriger guter Durchlüftung betreten werden.

Weiterhin kann die Installation eines Gasmelders für CO Sinn machen. Bei gewerblich genutzten Anlagen haftet übrigens der Arbeitgeber.

Eintrag von Kohlenmonoxid bei der Stoffdatenbank GESTIS.
TÜV Rheinland und TGA zum Thema Kohlenmonoxid aus Holzpellets.

Unter der LindeNachdem in den letzten Jahren die Maifeier nicht mit sonderlich angenehmem Wetter gesegnet war, hat es dieses Mal endlich wieder rundum geklappt – Sonne pur, kein kalter Wind. Und so strömten dann auch die Gäste nach der Feier am Maibaum ans Feuerwehrhaus, um einige gemütliche Stunden bei uns zu verbringen.

Zur Verpflegung stand wieder unser bewährtes und beliebtes Angebot zur Verfügung. Regelrecht gestürmt wurde dieses Jahr der Grill, der dann auch als erstes ausverkauft war.

Bilder der Feier finden Sie hier: Verein.

Da kamen doch in den letzten Wochen bedenkliche Artikel zum Thema Arbeitszeitregelung im Ehrenamt in den Zeitungen, z.B.  [1]. Kurze Zusammenfassung: Das Zentralkommitee der UdSSR Die EU-Kommission wollte die Arbeitszeitregelung in der Art ändern, daß neben den beruflichen Arbeitszeiten auch die Zeiten ehrenamtlicher Tätigkeiten unter die Höchstarbeitszeit von 48 Std./Woche fallen. Soll heißen, bei einer beruflichen 41-Stundenwoche wäre pro Tag im Schnitt noch eine Stunde ehrenamtlicher Arbeit möglich. Blöd, wenn am Samstag noch ein Feuerwehreinsatz dazwischenkommt, der sechs oder sieben Stunden dauert. Hören wir dann auf zu löschen?

Wenn das denn alles so stimmt wäre es in der Tat ein riesiges Problem, nicht nur für die Feuerwehren, sondern natürlich auch für alle anderen Hilfsorganisationen und Vereine, die auf ehrenamtliche Arbeit bauen. Der zuständige EU-Sozialkommissar Andor zeigte sich zunächst unnachgiebig auf Einwendungen. Dann, einige Tage gingen ins Land, kamen neue Artikel [2], [3], in denen Entwarnung gegeben wird. Brrrrr, Kommando halt! Abteiluuuung kehrt! Es sei keine Änderung der Richtlinie geplant – derzeit. Was ist hier passiert? War doch alles nicht so gemeint?

Man lasse sich dieses Zitat von Jean Claude Juncker auf der Zunge zergehen, der 1999 aus den Verfahrensweisen der EU-Bürokratie berichtet, und ziehe seine eigenen Schlüsse:
“Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”

Da scheint was dran zu sein. Nur diesmal hat eben eine ausreichend mächtige Gruppe aufgemuckt und die Pläne sind zunächst wieder in der Schublade verschwunden. Um so mehr heißt es wachsam bleiben. Die in bester sozialistischer Tradition alles gleichmachen wollende EU hat überall ihre Finger drin, kein Bereich bleibt außen vor. Die Entscheidungsfreiheit der einzelnen Staaten wird mehr und mehr zu Gunsten eines Phantasiegebildes “Vereinigte Staaten von Europa” mit Zentralregierung zusammengestrichen. Hoffen wir, daß die Bürger und ihre gewählten Vertreter bei weitaus weitreichenderen Entscheidungen, wie den kommenden in der sogenannten Eurokrise, ebenfalls die Stimme erheben werden. Sonst gehen wir wirklich auf eine EUdSSR zu. Die Parallelen sind erschreckend.

[1] EU-Pläne bedrohen Existenz der Freiwilligen Feuerwehren

[2] Entwarnung für das Ehrenamt

[3] Feuerwehren können aufatmen

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