Am Freitag, 29.06.2018, stellte sich eine Gruppe der Bächinger Feuerwehr der Leistungsprüfung Löscheinsatz. Wie in Bächingen traditionell, erfolgte der Aufbau von der Brenz aus; eine Variante, welche die Prüfer zunehmend weniger sehen. Das heutige Wasserleitungsnetz bietet da ja doch viele Erleichterungen, aber wenn es um große Wassermengen geht, sind selbst Stadtfeuerwehren gezwungen, Saugschläuche anzufassen…

Nach der Auslosung der Funktionen und der Abnahme der für die einzelnen Aufgaben geforderten Knoten begann die Zeitmessung für die vorgegebene Übungsaufgabe. Die Saugleitung mußte gekuppelt und zu Wasser gebracht, die Schlauchverbindung zum Verteiler hergestellt werden. Anschließend gingen die drei Trupps gegen ihr Übungsziel vor, die in der Entfernung aufgestellten Kübel auf ihren Sockeln. Die Trupps warfen mit gezieltem Wasserstrahl alle Kübel in der geforderten Zeit von ihrem sicheren Stand in die Wiese, so daß die Übung innerhalb der Sollzeit erfolgreich beendet war. Einige wenige Fehlerpunkte mußten die Prüfer zwar verteilen, aber erwartungsgemäß ereigneten sich keine größeren Schnitzer, so daß allen Teilnehmern ihr jeweiliges Leistungsabzeichen ausgehändigt werden konnte. Anschließend gab es ein gemeinsames Vesper vom Grill für alle.

Wir gratulieren allen Teilnehmern zu ihrem Erfolg!

Eine Leistungsprüfung ist eine gute Gelegenheit, als eingeschworene Truppe zusammenzuwachsen. Es war über die Übungen der letzten Wochen sehr schön zu beobachten, wie die Löschgruppe aus einzelnen Personen zu einem aufeinander abgestimmten Ganzen wurde, bei dem ein Rädchen perfekt ins andere greift, um das gesetzte Ziel rechtzeitig zu erreichen; ein Ziel, das durch Einzelleistungen  – und seien sie noch so glanzvoll – unerreichbar wäre.

Einige Bilder des Abends:

Am Samstag, 23.06.2018 führten wir wie vor vier Jahren schon einmal wieder eine Gesamtübung im und am Brandübungscontainer Schwaben in Neu-Ulm durch. Diese hochwertige Übungsgelegenheit bietet einem die seltene Möglichkeit, einen heißen Atemschutzeinsatz und alle ihn außen vorbereitenden und unterstützenden Aufgaben im Zusammehnang zu üben. In der dritten Übung ging es um die Königsdisziplin für eine kleine Feuerwehr: das ersteintreffende Fahrzeug hat keinen Atemschutz und kann nicht direkt eingreifen. Bis das Fahrzeug der gedachten Nachbarfeuerwehr vor Ort ist, baut die Mannschaft deshalb alles so auf, daß die Atemschützer nur noch ihre Angriffsleitung aufnehmen müssen und loslegen können. Herausforderungen waren für alle geboten, von der Jugendfeuerwehr bis zu den Atemschutzgeräteträgern.
Einige Bilder des Übungstages finden Sie hier:

 

Stehempfang vor dem ZeltDa wunderten sich Anwohner und Fußballer am Freitag und Samstag nicht schlecht, als zwischen Feuerwehrhaus und Sportplatz drei Zelte fast schon wie Pilze aus dem Boden schossen. Stromkabel wurden verzogen, Kühlschränke mit Sackkarren verfahren und eingeräumt. Am Samstag nachmittag erschienen dann die beiden Musiker von pickup, die sich gleich auf der Bühne einrichteten, und eine Truppe des THW Heidenheim, die eine mobile Küchenzeile für die Verpflegung der Gäste installierte. Was war da bloß los, was feiert die Feuerwehr denn in geschlossener Veranstaltung?

Anlaß der aktuellen Feierlichkeit war, man würde es nicht gleich vermuten, der Großbrand des landwirtschaftlichen Anwesens im Januar 2017, bei dem die Umgebungsfeuerwehren beiderseits der Landesgrenze über 18 Stunden bei teilweise -17 °C im Wintereinsatz standen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Der alte Handfeuermelder am RathausIm Zuge des aktuellen Rathausumbaus wurde der letzte verbliebene Handfeuermelder abgebaut. Es gibt nun in Bächingen keine Möglichkeit mehr, Sirenen per öffentlichem Druckknopfmelder auszulösen. Um diesen Schritt verstehen zu können, blicken wir in die Technikgeschichte der Alarmierung zurück.

Zum Zeitpunkt des Einbaus der Sirene Anfang der sechziger Jahre wurde diese nur über die Handauslösung in Funktion gesetzt. Man entdeckte ein Feuer im Ortsgebiet, drückte den Knopf und die elektromechanische Sirenensteuerung schaltete den Elektromotor der Sirene in vorbestimmten Intervallen ein und aus. Die Feuerwehrleute in Hörweite nahmen den Alarm wahr und eilten ins Feuerwehrhaus, wo der Mitteiler seine Feuermeldung mündlich an sie weitergab.

Ab der Mitte der siebziger Jahre verbreitete sich in den Landkreisen die Funkalarmierung, d.h. Funkempfänger an den Sirenensteuerungen empfangen einen ausgesendeten Alarm und lösen die Sirenenalarmierung aus. Diese Funkalarmierung erfolgte im ländlichen Bayern über Jahrzehnte durch die örtlichen Polizeidirektionen, bei denen ein telefonischer Notruf einging. Die Feuerwehren erfuhren dann über Funk den Grund des Alarms. Diesen Beitrag weiterlesen »

Nachdem das Schulgebäude in zwei Bauabschnitten renoviert und in Bauabschnitt drei das alte Nebengebäude abgerissen und neu aufgebaut wurde, kommt nun auch der Schulweg unter die Baggerschaufel. In diesem Zuge wurde auch eine neue Wasserleitung als Verbindung zwischen Schloßstraße und Gundelfinger Straße verlegt. Das ermöglichte die Einrichtung eines Überflurhydranten im Großraum Schule / Gemeindehalle / Kindergarten, wo bisher mindestens 100 m B-Leitung zu verlegen waren, um vom nächstgelegenen Hydranten bis in den Schulhof zu kommen. Die Karte des Bayern Atlas zeigt die bestehenden Unterflurhydranten (rot) und den neuen Überflurhydrant (grün) im Gebiet. Dieser Hydrant war schon jahrelang ein Wunsch der Feuerwehr, um die Wasserentnahmemöglichkeiten in diesem Gebiet zu verbessern. Im Vergleich mit Unterflurhydranten kann ein Überflurhydrant die 1,5- bis 1,8-fache Wassermenge liefern, außerdem versperrt er nach der Inbetriebnahme nicht die ganze Straße.

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